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31. Dezember 2009, 10:21 Uhr

Gefahr aus dem Duty-free-Shop

Um die Sicherheit im Flugverkehr zu erhöhen will die Deutsche Polizeigewerkschaft den Verkauf von potenziell gefährlichen Produkten wie Alkohol, Feuerzeugen und Rasierklingen im Abflugbereich von Flughäfen verbieten lassen.

Nacktscanner, Duty-free-Shop,

Duty-free-Shops - Einkaufsparadies für Attentäter© Tim Brakemeier/DPA

Polizei und Piloten auf Probleme haben auf Sicherheitsprobleme mit Duty-free-Shops auf Flughäfen aufmerksam gemacht. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, forderte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ein Verkaufsverbot für Parfüm, hochprozentigen Alkohol, Feuerzeuge und Rasierklingen im Abflugbereich. "Jenseits der Sicherheitsschleusen bekommen mögliche Attentäter in Duty-free-Shops und Restaurants alles, was sie für den Bombenbau brauchen." Wendt forderte Brüssel auf, "schnellstmöglich ein EU-weites Verkaufsverbot für potenziell gefährliche Stoffe wie Alkohol, Parfüm und Ähnliches zu erlassen". Zudem müsse es Restaurants untersagt werden, im Abflugbereich Metallbesteck an Fluggäste auszugeben. "Die Sicherheitsinteressen der Bürger müssen Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben", sagte der Gewerkschafter. Auch die Vereinigung Cockpit verlangte, das Warenangebot in den Duty-free-Shops zu überprüfen. Dieses könne ein Sicherheitsrisiko darstellen, sagte der Sprecher der Pilotenvereinigung, Jörg Handwerg, dem Berliner "Tagesspiegel". Während Passagieren bei der Kontrolle häufig harmlose Sachen abgenommen würden, könnten sie gleich dahinter oft brisante Dinge erwerben. Er selbst habe in London seine Wasserflasche abgeben müssen und danach im Duty-free-Shop Rasierklingen kaufen können, sagte Handwerg. Damit könne man zwar kein Flugzeug sprengen, aber die Besatzung angreifen.

Innenminister verweist auf technischen Fortschritt

In der Diskussion über eine mögliche Einführung der umstrittenen Körperscannern an Flughäfen verwies Bundesinnenminister Thomas de Maizière in der "Bild"-Zeitung erneut auf technische Fortschritte der Kontrollgeräte. "Es gibt Scanner, die Fremdkörper sichtbar machen, ohne die Körperkonturen zu zeigen. Man sieht nur eine Art Strichmännchen." Diese Scanner könnten die Sicherheitskontrollen von Personen schneller und besser machen, sagte der Minister weiter und fügte hinzu: "Ein Abtasten wäre nur noch im Ausnahmefall nötig. Deswegen könnte der Einsatz eines neuen, ausgereiften Body-Scanners von den Fluggästen als geringere Belastung empfunden werden." Zu möglichen Gesundheitsbelastungen sagte der CDU-Politiker: "Studien zu Terahertz-Wellen sagen uns, dass sie für den Menschen unbedenklich sind, weil unser Körper selbst Terahertz-Wellen erzeugt und abstrahlt. Trotzdem werden wir 2010 sehr genau prüfen, ob Body-Scanner der Gesundheit schaden können. Geräte mit Röntgenstrahlen setzen wir nicht ein."

 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
langsam-reicht-es (01.01.2010, 19:55 Uhr)
was ich noch fragen wollte:
darf ich jetzt nicht mehr fliegen?
langsam-reicht-es (01.01.2010, 19:54 Uhr)
ICH bin
auch eine Waffe,


wenn ich furze.


Sagt jedenfalls meine Frau.
Farb (01.01.2010, 16:05 Uhr)
@ facilidad_de_ser:
Gewagte Aussage, könnte dem aber durchaus zustimmen. Denken wir mal darüber nach: Wer ist Schuld daran, dass es Alkaida und co gibt? CIA. Wer ist schuld, dass Afghanistan so kaputt ist? CIA (und die Sowjets). Es gibt viele Orte auf der Welt, die durch die Arbeit der Geheimdienste destabilisiert wurden.
Aber die Geheimdienste in dieser Form sind ein Produkt des kalten Krieges und man darf sie jetzt auch nicht nur verurteilen. Möglicherweise haben sie die Welt vor dem Untergang bewahrt (könnte so sein). Man könnte jetzt natürlich wieder auf die Frage zurückkommen, wieso es zum kalten Krieg kam und käme irgendwann sicherlich wieder auf Geheimdienste zurück.

Aber nun existieren sie nun mal. Nun haben wir die Probleme mit dem Terrorismus (obwohl ich so manches übertrieben finde). Aber ohne Geheimdienste, wär alles vielleicht nur ein regionales Problem: sprich Bürgerkrieg, für den sich niemand interessiert, außer die, die er betrifft.
Ideologien gibt es schließlich immer und Konflikte entstehen halt.

Aber wie dem auch sei, man könnte jetzt Seitenweise Theorien aufstellen, wieso die Welt jetzt so ist, wie sie ist.

Aber in diesem Artikel geht es ja um Flugsicherheit und nicht um die politischen Hintergründe.
facilidad_de_ser (01.01.2010, 12:21 Uhr)
Am besten...
...alles verbieten, außer Steuern bezahlen natürlich...Ironie Ende.

@Farb...Zitat: Und würden die Geheimdienste mal ihre Arbeit vernünftig machen, hätten wir diese Debatten jetzt gar nicht..
-----------------------------

Falsch, gäbe es keine Geheimdienste (speziell die amerkanischen), hätten wir wahrscheinlich jahrzehntelang überhaupt keine Anschläge.
Dirk_37 (01.01.2010, 10:29 Uhr)
Sylvesterscherz
Als Vielflieger werde ich wohl bald wieder direkt von irgendwelchen Maßnahmen zur "Flugsicherheit" betroffen sein*rofl*. Na Prost Mahlzeit, eigentlich muss man sich ja im Flieger die Birne mit Alkohol vernebeln, bei solchem Blödsinn, der gerade wieder durch die Gazetten geistert!
dentix07 (01.01.2010, 01:46 Uhr)
Ahja!
Vor Kurzem wurde doch gefordert: kein Alkohol mehr in DB, S- und U-Bahnen! Ja nicht mal mehr transportieren sollte man ihn dürfen. War das nicht auch die GdP? Jetzt kommen die Duty-Free-Shops dran! Von wegen Gefahr durch Bombenbastler mit Alk.! (Denen empfehle ich das Interview: "Glücklicherweise haben Terroristen keine Ahnung von Pysik"; auf Heise! Polizisten anscheinend auch nicht!) Kommt mir eher so vor als wenn sie die Forderung von damals jetzt auf dem Umweg übers Knie ins Auge durchsetzen wollten
Wann werden sie wohl erkennen, daß Kugeschreiber und Buntstifte auch als Waffe eingesetzt werden können. Ebenso Gürtel, Hosenträger, Schnürsenkel, Schlüssel, BHs, Schals, usw. Wird lustig wenn die Passagiere demnächst ohne all diese Utensilien an Bord gehen. Kann man sich auch gleich den Nacktscanner sparen! Ach ja, Brillengläser hab' ich noch vergessen!
MichaF (31.12.2009, 23:06 Uhr)
Warum denn nicht gleich so:
Billiger wäre es statt dieser teuren Terahertzwellen-Geräte einfach Kabinen am Terminal einzurichten an denen sich die Passagiere vor dem Besteigen des Flugzeugs ausziehen müssen.
.
Damit es dann mit der Kontrolle schneller geht dürfen die Passagiere dann das Flugzeug auch nur noch in Bademantel und Sandalen betreten.
SchobelGrott (31.12.2009, 20:07 Uhr)
Aua!
Polizisten sind ja schon blöd und Gewerkschafter sowieso, aber die Kombination ist ja beinahe unerträglich.

Wie wäre es mit folgender Idee: Alle Passagiere werden vor dem Flug in ein künstliches Koma versetzt.

Keine Flugbegleiter mehr, kein Essen, keine Toilette sparen dazu noch Geld und außerdem kann man dann viel mehr Passagiere transportieren, da man sie ja platzsparend stapeln kann.
jomimo (31.12.2009, 19:32 Uhr)
Hätte denn die CIA nicht geschlafen ...
wäre uns das erspart geblieben.

Hat sie geschlafen oder tut sie nur so ?

Bei dieser Organisation ist jede Konstellation möglich.

Unvermögen gepaart mit mit Angst heißt: raus aus diesem Land !

Einige Jahre ohne Besatzungsmächte und Afghanistan reorganisiert sich selbst.
Oder vernichtet sich.
fidi (31.12.2009, 17:36 Uhr)
Duty Fee FRA
Von welchen DutyFre Shops ist denn hier eigentlich die Rede??? In allen DutyFree Shops in Frankfurt gibt es keine Rasierklingen! Nicht einmal Einweg-Rasierer werden dort verkauft. Angst machen gilt nicht !!!!!
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