15. Mai 2012, 07:00 Uhr

SPD schwächelt weiter

Hannelore Kraft feiert ihren Triumph in NRW - aber die Bundes-SPD schwächelt weiter. Die FDP gewinnt ein Pünktchen und schafft die Fünf-Prozent-Hürde.

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Spürt noch nichts vom Wahlsieg in NRW: SPD-Chef Sigmar Gabriel©

Mag die SPD mit Hannelore Kraft bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl mit 39 Prozent ein überraschend gutes Ergebnis erzielt haben – auf Bundesebene verharrt die Partei wie schon in der Vorwoche bei 26 Prozent. Das zeigt der wöchentliche stern-RTL-Wahltrend. Zulegen konnten die FDP und die Piraten, die beide jeweils einen Punkt gewannen: Die Liberalen liegen bei 5 Prozent, die Piraten erreichen 12 Prozent.

Die Union verliert einen Punkt, sie würde derzeit 35 Prozent der Befragten wählen. Die Linken büßen ebenfalls einen Punkt ein und kommen auf 6 Prozent – der niedrigste Wert in diesem Jahr. Die sonstigen Parteien vereinen unverändert 3 Prozent der Wählerstimmen.

Keine automatische Wählerbindung

Das "schwarz-gelbe" Lager aus Union und FDP liegt mit 40 Prozent wie schon in der Vorwoche nur einen Punkt vor SPD und Grünen, die zusammen auf 39 Prozent kommen.

Angesichts des guten Ergebnisses bei der Landtagswahl in NRW wollte der stern von Forsa-Chef Manfred Güllner wissen, ob Ministerpräsidentin Kraft auch in der Lage wäre, Kanzlerin Angela Merkel herauszufordern. "Bundesweit bindet Hannelore Kraft nicht automatisch Wähler an die SPD", sagte Güllner und erinnerte an Johannes Rau (SPD). "Der gewann 1985 in NRW die absolute Mehrheit – und verlor zwei Jahre später die Bundestagswahl gegen Helmut Kohl."

Joachim Reuter
 
 
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