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5er BMW: Zurück auf der Erfolgsspur

BMW braucht den Erfolg und der neue 5er bringt die richtigen Zutaten dafür mit. Er findet zurück zu alten Tugenden, zu eleganter Schlichtheit ohne den "Bananen-Look" des Vorgängers.

Von Peter Weyer

Im Krisenjahr 2009 darf es keine Patzer geben. Auch bei BMW nicht und schon gar nicht beim neuen 5er. Denn er ist besonders wichtig, weil er zu den Kernmodellen von BMW zählt, die rund die Hälfte des Unternehmensgewinns bringen.

"Ein Fünfer muss zu 120 Prozent ein echter BMW sein. Ohne jegliche Kompromisse", so Chefdesigner Adrian van Hooydonk bei der ersten Präsentation des Münchner Wunderkindes. Der 5er vertritt die gehobene Mittelklasse und genau hier konnte Konkurrent Audi mit dem A6 in den letzten Jahren Punkte sammeln.

Beinahe hätte BMW die Weltpremiere der neuen 5er-Limousine verschieben müssen. Kurz vor dem Vorserienstart wurden die Crashtest-Normen des Europäischen Neuwagen Bewertungsprogramms (EuroNCAP = New Car Assessment Programme) geändert. Nach den neuen Standards hätte die neue Mittelklasse aus München die begehrte Fünf-Sterne-Auszeichnung nicht geschafft. "Keine Frage", so Projektleiter Josef Wüst, "dass wir dieses Ziel schaffen wollten." Mit großen Tempo und hohem Aufwand verpassten die Entwickler dem neuen Fünfer eine geänderte Frontpartie und eine neue Motorhaube, damit der Wagen beim Fußgängerschutz mustergültig wurde. Zeitplan trotzdem eingehalten. Nun zeigten die Bayern erstmals öffentlich die Neuauflage ihres Klassikers, der ab Frühjahr bei den Händlern steht.

Keine optische Revolution, eher ein Weg zurück zu alten Tugenden, zu eleganter Schlichtheit ohne den "Bananen-Look" des Vorgängers. Was Design-Chef Adrian van Hooydonk in blumiger Blechschneider-Lyrik als "Vorwärtsdynamik" zusammenfasst, bedeutet im Klartext: längerer Radstand, weniger Karosserieüberhänge vorne und hinten sowie eine schmale und geschwungene Dachlinie, die einem Coupé ähnelt.

Liebe auf den ersten Blick

Für Klaus Draeger, Vorstand für Forschung und Entwicklung, ist Design ebenso wichtig wie die Technik darunter, denn: "Der erste Eindruck entscheidet." Beim neuen 5er besonders wichtig, weil er zu den Kernmodellen von BMW zählt, die rund die Hälfte des Unternehmensgewinns bringen.

Einsteigermodell bei den Dieseln wird der 520d mit 135 kW/184 PS sein, der mit 39.950 Euro in der Preisliste steht. Der Top-Diesel heißt 530d, leistet 180 kW/245 PS und kostet 49.300 Euro. Die Benziner starten mit dem 523i (150 kW/204 PS) zu 41.900 Euro und enden bei 550i, der für 70.500 Euro 300 kW/407 PS auf die Straße bringt.

Besonders stolz ist der oberste BMW- Ingenieur Draeger über die Spritspar-Erfolge der neuen 5er. Die Diesel schlucken im Normverbrauch bei erhöhter Leistung bis zu 0,4 Liter weniger, der Sechszylinder-Benziner 535i soll sogar glatte 1,3 Liter Super weniger verfeuern. Was diese Werte im Alltagsverkehr bringen, steht allerdings noch nicht fest. Die ersten Testwagen rollen erst Mitte Januar aus dem Labor.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.