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Audi A1 quattro: Vorsprung durch Rabatz

Dem konturlosen A1 will Audi mit der Brechstange zu mehr Statur verhelfen: 256 PS und Allradantrieb sollen das Gespött vom Polo mit Audigrill zum Schweigen bringen.

Audi zieht die Samthandschuhe aus: Eine auf 333 Fahrzeuge limitierte A1-Sonderserie bietet eine ultimative Fahrmaschine im Kleinformat an. Dabei besinnt man sich bei Audi auf alte Tugenden: mächtig Dampf und Allradantrieb. Der verbaute zwei Liter große Vierzylinder-Turbo befeuert im Volkswagen-Konzern mittlerweile alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Nachdem der Direkteinspritzer mit Turboaufladung in nahezu jedem Audi-Modell zu bekommen ist, folgt nun der kleine A1. Dank Turboaufladung und verstellbarer Einlassnockenwelle stehen bei dem Einstiegs-Audi eindrucksvolle 256 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Nm zur Verfügung.

Damit die Vorderräder nicht nur Gummirauch produzieren, bekommt der verkappte S1 serienmäßig einen Allradantrieb – mehr als sinnvoll. Die Fahrleistungen lassen dann auch keine Wünsche offen: 0 auf Tempo 100 schafft der A1 quattro in 5,7 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 245 km/h. Das eigentliche Revier der Maschine dürfte aber nicht die Autobahn sein, die Herausforderung liegt in der Kurvenfahrt. Wer den Winzling ausfahren möchte, sollte gelegentliche Ausflüge auf eine Rennstrecke einplanen.

Die Kraft des 2.0-TFSI-Vierzylinders gelangt über ein manuelles Sechsganggetriebe zum permanenten Allradantrieb. Die Ölbad-Lamellenkupplung an der Hinterachse wird elektronisch angesteuert und hydraulisch betätigt. Im normalen Fahrbetrieb wird der Großteil der Leistung an die Vorderachse übertragen. Tritt hier Schlupf auf, wird die üppige Motorleistung innerhalb von Millisekunden an die Hinterachse verteilt, indem die Lamellenpakete zusammengepresst werden. Dabei unterstützt ein Druckspeicher die elektrische Pumpe beim Aufbau des Öldrucks. Dort, wo das Rad durchdreht, wird es durch die elektronische Differenzialsperre abgebremst.

Serienausstattung kann sich sehen lassen

Entsprechend der gestiegenen Motorleistung wurden nicht nur Lenkung und Allradantrieb, sondern auch das Fahrwerk angepasst. McPherson-Vorderachse und Vierlenker-Hinterachse des 3,99 Meter langen Audi A1 quattro sind deutlich straffer als bei den anderen A1-Modellen.

Serienmäßig gibt es nicht nur die obligatorische Farbe Gletscherweiß mit schwarzem Dach und 18-Zoll-Gussräder, sondern ein ESP mit einem zusätzlichen Sportmodus. Auch im Innenraum zeigt sich der bis auf weiteres sportlichste Audi A1 überaus dynamisch. Sitze und Armauflagen sind mit Nappaleder bezogen. Die Sportsitze vorn haben ausgeprägte Wangen, integrierte Kopfstützen und an ihrer Rückseite eine Lehnenabdeckung mit quattro-Schriftzug. Serienmäßig bietet der Audi A1 quattro unter anderem Details wie Bildschirmnavigation, Xenon-Scheinwerfer, Licht- und Regensensor, abblendbare Spiegel, Einparkhilfe, Komfortschlüssel und Geschwindigkeitsregelanlage.

Und was kostet der Spaß? Die Preise für den A1 quattro sind noch nicht bekannt, für den kleinen Flitzer wird man aber deutlich über 30.000 Euro berappen müssen.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

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