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Hintergrund: AMI 2006: Heimspiel

Die Messe Auto Motor International (AMI) in Leipzig ist vor allem eine Veranstaltung fürs Publikum - denn die großen Neuheiten sind auch dieses Jahr nicht mehr ganz so neu. Die meisten standen als Premieren schon in Genf.

In punkto Neuigkeitswert hat die AMI seit ihrer Geburt schon einen schweren Stand. Und in diesem Jahr kommt es besonders dick: Der Genfer Salon ist erst seit knapp drei Wochen vorbei. Kein Wunder, dass die Hersteller die Frage nach echten Neuheiten meist mit einem Kopfschütteln quittieren müssen. Alles schon gezeigt – am Genfer See.

"Neue" Automodelle gibt es im modernen Leipziger Messegelände zwar an allen Ecken. Doch die Neuigkeiten sind national - rund 100 Deutschlandpremieren locken denn auch zwar das Publikum, sorgen jedoch nicht für das so wichtige internationale Image und Medienecho, wie es Weltpremieren nun einmal tun.

Dabei ist die diesjährige AMI zusammen mit der am Jahresende stattfindenden Tuningmesse in Essen immerhin unbestritten die wichtigste deutsche Messe. Schließlich setzt die IAA in ihrem Zweijahres-Rhythmus aus und findet erst im September 2007 wieder statt.

Auf der 16. AMI werden bis zum 9. April mehr als 270.000 Zuschauer erwartet. Und die bekommen auch rund um die Neuheiten sehr viel geboten. Viele der neuen Modelle kann man rund um das Messegelände sogar gleich testen.

Echte Highlights müssen Autoexperten dagegen mit der Lupe suchen. Da ist zum Beispiel die Elektroversion des gebeutelten Smart. Oder der Peugeot 307 HDI 90. Beide sind lobenswert - aber nicht gerade die großen Knaller. Aber mit ihnen stehen so immerhin zwei Weltpremieren auf der Habenseite.

Die Stars der nächsten Tage heißen Porsche 911 GT3, Porsche 911 Turbo, Opel GT oder Ford Focus Coupé-Cabrio. Alles schön und sehenswert - doch eben keine Weltpremieren. Das merkt man auch am Andrang der Journalisten zum Pressetag: International verirren sich gerade mal zwei handvoll Schreiber und Fotografen in die fünf Messehallen. Die meisten ausländischen Berichterstatter kommen aus Polen und Tschechien. Ansonsten: Man schreibt Deutsch. Auch beim Publikum spielt Osteuropa eine große Rolle. Im vergangenen Jahr kamen rund 30.000 Zuschauer über die Ostgrenzen nach Leipzig um einen Blick auf die aktuellsten Automobile zu werfen.

Gerade die deutschen Premiummarken stehen auch auf der diesjährigen AMI im Fokus. Audi Q7, Audi Allroad oder S6 – gerade die Ingolstädter trommeln mächtig. Doch auch die Franzosen glänzen. Wer es klein mag, kann sich sicher für den neuen Peugeot 207 begeistern. Größer und stärker sind Modelle wie der Peugeot 407 HDI oder der Citroen C5 – beide mit bärkenstarken Biturbo-Diesel-Aggregaten. Als Diesel und Benziner lieferbar sind die neuen Ford-Mannschaftswagen S-Max und Galaxy. Beide bieten Platz für jeweils sieben Personen.

Eine kräftige Brise kommt aus Norditalien über den Alpenkamm geweht. Alfa Romeo will es mit dem neuen Gefühls-Trio 159 SW, Spider und Brera wissen. Ebenfalls sehenswert, aber eine ganze Ecke praktischer, der neue Skoda Roomster oder das Zwillingspaar Fiat Sedici und Suzuki SX4.

Die neuen Trends der Autobranche sind auch in Leipzig klar zu erkennen. Individualität steht über allem. Günstige Modelle sind wichtig – stehen aber nicht in den ersten beiden Reihen. Wer es ökologisch mag, sollte einen Blick auf Modelle wie den Honda Civic Hybrid werfen. Deutlich bodenständiger sind die Alternativantriebe von Saab oder Opel mit Äthanol und Gasantrieb. Erdgas und Flüssiggas sind auf der AMI seit Jahren ein wichtiges Thema – mehr als auf allen anderen Messen.

Pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.