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Lincoln Navigator: Mächtig, protzig und gewaltig - der fetteste SUV der Welt

Die Konjunktur brummt und in den USA verkaufen sich Riesen-SUVs wie frisches Brot. Allen voran der Trump unter den Autos: der neue Lincoln Navigator. Der 2,5-Tonnen-Panzer konnte seine Verkaufszahlen glatt verdoppeln.

Lincoln Navigator 2017

Lincoln Navigator 2017

"Let's make our SUVs great again." Der US-Präsident ist im eigenen Land umstritten, doch was Autos angeht, teilen viele US-Bürger den Geschmack ihres Präsidenten: Ein Auto kann gar nicht groß und protzig genug sein.

Der Megaseller in den USA ist der Lincoln Navigator – nun muss Ford die Fabrik in Kentucky erweitern, um der Nachfrage her zu werden. Schon zuvor wurden Investitionen in Höhe von 900 Millionen Dollar in das Werk angekündigt. Das reicht offenbar nicht aus. Die Fabrik ausschließlich Dickschiffe her. Neben dem Navigator laufen hier der Expedition-Truck und die  Super-Duty Pick-ups der F-Serie von Ford vom Band.

Vorzeigefabrik

Nach der Ankündigung von Steuererleichterungen im Dezember hat die Nachfrage noch einmal angezogen. Ford sagt die Einzelhandelsverkäufe des Navigators hätten sich anfangs des Jahres mehr als verdoppelt. Nur sieben Tage vergehen im Durchschnitt zwischen Bau des Fahrzeugs und dem Verkauf durch den Händler. Ein Auto zu bestellen und dann zu warten so wie in Deutschland, ist in den USA nicht populär. Ein Auto wird meist im Showroom gekauft und gleich mitgenommen. Fast alle Käufer entscheiden sich für die teuren Edelausstattungen Black Label und Reserve. 

Die Fabrik wurde im letzten Jahr auf einen sehr fortschrittlichen Stand gebracht, allein 400 neue Roboter wurden installiert, dazu kommen komplexe Softwarelösungen für die Fertigung. Der Navigator-SUV ist der Inbegriff des amerikanischen Gigantismus. Eine in Blech gepresste automobile Umsetzung von Donald Trumps Mantra "let's make America great again". Im letzten Jahr erhielt der Navigator auch eine umfassende Technik-Infusion, die jetzt seinen Erfolg garantiert. Typisch für die USA ist das Augenmerk auf Unterhaltungs- und Komfortfeatures. Die Massagesitze für Fahrer und Beifahrer bieten 30-fache Verstellbarkeit und Kühlungsfunktion los.

Aufstiegshilfe

Vor allem Entertainment wird im Lincoln großgeschrieben: Auf den hinteren Plätzen haben die Passagiere eine eigene Klimaanlage und genießen Filme auf zehn Zoll-Bildschirme. Der Wi-Fi-Hotspot verbindet bis zu zehn mobile Geräte miteinander. Das Gewicht liegt freilich über 2,5 Tonnen. Damit auch Unsportliche den Giganten entern können, hilft ihnen eine automatisch ausfahrende Treppe.

Kra

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.