HOME

Markenstart Infiniti: Ein Schiff wird kommen

Infiniti kommt nach Europa. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit startet der Edel-Ableger des Nissan-Konzern ab Sommer auf dem alten Kontinent. Der Markenaufschlag am Rande des Genfer Salons war jedoch zurückhaltender als erwartet.

Nach rund 20 Jahren ist Infiniti in Europa angekommen. In den USA ist man seit langem ein harter Konkurrent von Marken wie Cadillac, BMW, Audi, Lexus und Mercedes; kämpft hier gegen die sportlichen und luxuriösen. Auf dem 78. Genfer Salon feierten die asiatischen Franzosen ihre offizielle Markenpremiere. Carlos Ghosn machte zum Auftakt gewohnt große Gesten und sprach vom Aufbruch in ein neues Zeitalter. Infiniti ist da und man will insbesondere eines sein als die bekannte Premiumkonkurrenz: einfach anders, edel und chic. Muss man auch, denn es wird ein echter Nullstart. Innerhalb der nächsten 12 Monate sollen europaweit 25 Händler für eine Erstversorgung mit Fahrzeugen der Modellreihen FX, EX und G sorgen. Bis 2010 sollen dann weitere 65 Händler hinzukommen. In Deutschland sollen die ersten Infiniti-Modelle im Frühjahr 2009 verkauft werden.

Da einer Markenpremiere ohne ein neues Modell die rechte Würze fehlt, feierte man nicht nur den Startschuss in ein europäisches Zeitalter, sondern auch die Premiere des neuen Infiniti FX50. Der präsentiert sich ganz im Stile seines sehenswerten Vorgängers. Die lange Motorhaube, die flache Frontscheibe und kraftvolle Flanken lassen einen zunächst an ein Sportcoupé denken. Doch der FX 50 ist der bekannt sportliche SUV mit einer luxuriösen Ausstattung und zahlreichen netten Details. Die spitz zulaufenden Haifischaugen wirken sicher eindrucksvoll im Rückspiegel und lassen ihn auf Augenhöhe mit dem neuen BMW X6 stehen.

Auf den Spuren der großen Brüder

Der neue FX 50 wandelt dabei auf den Spuren des kleinen Bruders EX 35. Im Gegensatz zu ihm hat er es diesseits und jenseits des Atlantik jedoch nicht mit BMW X3 oder Mercedes GLK, sondern mit den großen Brüdern BMW X5 / X6, Porsche Cayenne oder Mercedes ML zu tun. So glänzt der FX 50 nicht nur mit einem intelligenten Spurhalteassistenten und Abstandstempomat, sondern auch einem Rundum-Kamera-System (Around View Monitor). Vier kleine am Dach angebrachte Kameras geben dem Fahrer beim Einparken einen genauen Einblick über die Größe der Parklücke und den Abstand zum Nebenmann. Der zentrale Multifunktionsbildschirm erleichtert das Einparken somit insbesondere auf engstem Raum. Wenn es doch einmal einen Fremdkontakt geben sollte, hilft ein neuer Hightech-Lack, der kleine Beschädigungen verkraften kann.

Angetrieben wird der 50er Infiniti von einem fünf Liter V8-Benziner mit kraftvollen 390 PS, 500 Nm maximalem Drehmoment und einer neu entwickelten Siebengang-Automatik. Damit die Motorleistung auch auf den Boden kommt, ist der FX mit technischen Finessen wie einer Vierradlenkung, elektronischen Dämpfern und einem variablen Allradantrieb ausgestattet. Zu einem späteren Zeitpunkt soll speziell für den europäischen Markt eine V6-Version folgen, die sich am knapp 300 PS starken Motor des EX 35 orientiert. Das europäische Infiniti-Portfolio wird von den SUV-Modellen FX und EX sowie dem Coupé G 37 bestritten.

Stefan Grundhoff; press-inform / press-inform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.