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Mazda BT-50: Das rohe Fleisch

Mazdas neuer Pick-up soll nicht nur Holzfäller in die Berge transportieren, sondern bisherige PKW-Fahrer mit dem Hauch von Freiheit und Abenteuer locken. Aber auch der neue Mazda Pick-up sieht nicht nur nach Abenteuer aus, er ist auch eines.

Von Gernot Kramper/Athen

Der Deutsche ist kein echter Kerl mehr. Keiner, der noch zupacken kann, sondern einer, der lieber am Kamin hockt, anstatt die Wildnis zu erkunden. Und die Frauen? Auch nicht besser, alles Modepüppchen, die Landhauslook Schlamm und Matsch vorziehen. Wie wäre es sonst zu erklären, dass sich die wahren Boten der Wildernis, die Pick-ups, so ganz generell in Deutschland an Privatleute nicht verkaufen. Dabei kann man ja - wie die Anbieter dieser Fahrzeuggattung immer aufs Neue behaupten - ganz tolle Sachen mt ihnen anstellen. Etwa die Sättel und das Zelt auf die Ladefläche werfen, den Pferdeanhänger ankoppeln und dann in die Wildnis aufbrechen. Die Rocky Mountains und den Wilden Westen gibt es nicht, aber der Mazda BT-50 wäre ja auch schon zufrieden, wenn es in den Wilden Osten ginge.

Nischensegment

Dass es der Pick-up in Deutschland als Freizeitbegleiter nicht leicht hat, erkennt man daran, dass es weder einen X-5 noch eine ML-Klasse mit Ladefläche gibt. Aber weil die Dinger international produziert werden, kommen sie auch nach Deutschland und starten immer wieder den Versuch, unbändige Freizeitgelüste im muffigen Publikum zu wecken.

Pick-ups werden meist für den gewerblichen Einsatz gekauft, Wachstum sehen die Hersteller jedoch vor allem als Freizeitfahrzeug bzw. bei Dual-Use-Anwendern. Wie sieht es da mit dem BT-50 aus? Auf den ersten Blick gut, man schwingt sich gewaltig in die Höhe, um den Sitz zu erklimmen, sitzt dann aber gar nicht so hoch wie erwartet. Das Cockpit erreicht Limousinen-Werte, nicht mit überragendem Chic, doch mit soliden Materialen und vielen netten Ablageideen. Eine ausziehbare Schublade über dem Handschuhfach etwa dient zum Abstellen von bis zu 10 Kilogramm schweren Gegenständen. Rundumsicht und Blick nach hinten sind okay. Über 5 Meter Länge und ein Wendekreis von 13,6 Metern werden trotzdem für unvergessliche Minuten beim Rangieren sorgen. Die Sitze sind akzeptabel, auf langen Strecken können sie sich mit Limousinen-Gestühl aus der Vectra- oder Passat-Liga natürlich nicht messen.

Kabinen-Fragen

Die Kabine gibt es in drei Größen. Nur mit Vordersitzen ausgerüstet, taugt der Wagen für gewerblichen Einsatz. Das sogenannte Freestyle-Cab - mit gegenläufig öffnenden Türen - erlaubt es immerhin, Taschen und Gepäck, welches nicht Wind und Wetter auf der Ladefläche ausgesetzt werden soll, auf der zweiten Reihe zu deponieren. Der Sitzkomfort dort hinten ist unterirdisch - eben gerade auf dem - kurzen - Weg zur Baustelle zu ertragen. Anstelle echter Sitze werden "Sitzkissen" verwandt, sie bieten Komfort wie im Fußballstadion und Seitenhalt "Null". Wer den Wagen ernsthaft privat nutzen möchte, wird auf die größte und teuerste Kabinenlösung (XL-Cab) verwiesen. Hier hat man hinten ausreichend Platz. Interessenten sollten immer daran denken: Ein Pick-up verfügt über keinen Kofferraum. Bei vier Passagieren müssen Aktentaschen, Laptop und Mäntel entweder auf dem Schoß oder auf der Ladefläche transportiert werden.

Hart geschrotet

Über das Raumangebot im BT-50 wird kaum jemand zuerst klagen, da gibt es ganz andere Mängel. Trotz blumiger Aussprüche, der BT-50 sei ein "Zoom-Zoom"-Pick-up, fährt sich der Wagen nämlich keinesfalls so, wie man es von irgendeinem Pkw gewohnt ist. Eigentlich darf man das Raubein dafür nicht kritisieren. Der BT-50 wird in Thailand für den harten Kampf auf Ackerflächen, Schotterstraßen und versumpften Waldwegen zusammengebaut. Um dort auf Dauer bestehen zu können, wurden alle modernen Weichmacher konsequent weggelassen. Statt dessen: knallharter Stahlrahmen, Blattfedern hinten und konventioneller, weil unverwüstlicher Allradantrieb. Kann dieser Arbeiter im Acker des Herren etwas dafür, das man ihn als Fun-Machine verkaufen will? Das ist in etwa so, als würde man ein belgisches Kaltblut zum Galopper umfrisieren. Die Tücken fangen bereits mit der Gangwahl an, anstelle eines Hebels wird der Unkundige von zwei Metallhebeln verstört. Einer wählt wie üblich den Gang - ausreichend präzise mit langen Schaltwegen. Der andere, kleinere wählt zwischen Zwei- und Vierradantrieb und einer echten Geländeuntersetzung. Das war beim Ur-Jeep ähnlich und natürlich kann man keineswegs in jeder Situation beliebig zwischen den Fahrstufen wählen. Dass sich der Geländeknüppel gegen das Fahrerknie bohrt, sei nur nebenbei erwähnt. Lenkung und Kurvenverhalten möchte man als "vorhanden" bezeichnen. Die Lenkung reagiert - verglichen mit einem Pkw - indifferent und träge, in die Kurven legt sich der Wagen wie ein Schiff und mahnt mit bedrohlicher Neigung zu Tempoverzicht.

Wenn der BT ausschlägt

Zu Recht, denn Esp gibt es für den BT-50 nicht. Wie alle Pick-ups hat der BT-50 unbeladen kaum Gewicht auf der Hinterhand. Leicht neigt dann das Heck zum Ausbrechen. Während es sonst nur mutwillig möglich ist, einen Kompaktwagen in den Grenzbereich zu manövrieren, gelingt das beim BT-50 ruck-zuck. Beschleunigen in engen Kurven, abrupte Bremsmanöver oder unziemliche Korrekturen am Lenkeinschlag sollte man tunlichst unterlassen.

Ein Unfall passiert gottlob eher selten, das Fahrwerk muss der Besitzer jeden Kilometer erdulden. Auf glattem Boden und mit hohen Geschwindigkeiten fährt sich der BT-50 ganz prächtig. Bei mittlerem und niedrigem Tempo schlagen dafür alle Wellen und Löcher gewaltig zu. Die Blattfedern hinten jagen Welle um Welle durchs Fahrzeug, alle brechen stets direkt in den Bandscheiben. Sollte man auf die Idee kommen, auf den griechischen Landstraßen, auf denen der Wagen vorgestellt wurde, Frau und Kindern einmal 500 km BT-50-Feeling am Stück zu spendieren, wird die Familie das Fahrzeug freiwillig nie wieder betreten.

Kräftiger Motor

Ein Glanzstück steckt unter der Haube, der Motor ist durchzugsstark, vergleichsweise ruhig und verfügt über mehr als ausreichende Reserven. Die Spitzengeschwindigkeit von etwa 160 km/h wird bei einem Pick-up kaum kaufentscheidend sein, immerhin kann man 140 km/h als Reisegeschwindigkeit akzeptieren. Der Turbodiesel schöpft aus 2,5 Litern 143 PS und 330 Nm Drehmoment. Der Motor schafft die Euro 4-Abgasnorm - gilt aber als Nutzfahrzeug, mit den bekannten Einschränkungen.

Am Ende schlägt der ruppige Bursche ein mächtiges Loch ins Budget: Mit großer Kabine, besserer Ausstattung und zusätzlicher Klimaanlage kostet er fast 30.000 Euro. Hinzu kämen dann noch Ausgaben für Abdeckplanen, Chromgeröhr oder einen geschlossenen Aufbau der Ladefläche.

Nicht gezähmt

Der BT-50 ist ein echtes Heavy-Duty-Fahrzeug, da ändert auch der Ipod-Adapter nichts. Ein Milizionär, der in Somalien einen mobilen Untersatz für seinen 82 mm-Mörser sucht, wird von dem Wagen sicher nicht enttäuscht. Bis zu 1.225 Kilogramm kann man hintendrauf packen. Der Slogan "Transport for people who work and play hard" sagt eigentlich alles. Im schweren Einsatz bewähren sich sein strammer Motor und die unverwüstliche Basistechnik. Wer den Wagen aber nicht dauer-knechtet, sondern nur ab und zu ein Boot an den Haken nimmt, muss für die BT-50-Grundausrichtung zu hohe Kosten und zu viele Einschränkungen vor allem beim Komfort und der Sicherheit in Kauf nehmen.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(