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Neuvorstellung: Ford Ka: Gutes Karma

Frisch, frech und funky: So kündigt Ford den neuen Ka an, der im Oktober auf dem Pariser Autosalon Premiere feiert. Der Kölner Kleinling will auf der Erfolgswelle des Fiat 500 surfen – ganz ohne Retro-Bonus.

Der Fiat 500 ist das richtige Auto zur richtigen Zeit. Sparsame Kleinstwagen sind die passende Antwort auf kletternde Spritpreise und Parkplatznot in verstopften Innenstädten. Dass der Cinquecento mit seinem Durchschnittsverbrauch von 5,1 Litern Benzin pro 100 Kilometer gar nicht mal so geizig mit dem Sprit umgeht – andere Autos dieser Klasse erreichen locker eine 4 vor dem Komma – macht die italienische Knutschkugel mit ihrem Retro-Charme wieder wett.

Dem neuen Ford Ka, der auf der gleichen Plattform wie der Fiat aufbaut und zusammen mit ihm im polnischen Tichy vom Band rollt, geht dessen Klassiker-Bonus völlig ab.

Auch die unverwechselbare Kugelform des Vorgängers, von dem es selbst eine Cabrio-Version namens Streetka gab, hat die Neuauflage nicht zu bieten. Stattdessen bauen die Kölner ganz auf Fords Gestaltungssprache Kinetic Design. "Dabei setzt das neue Modell mit seiner markanten Frontpartie und muskulösen Proportionen ganz eigene, individuelle Akzente", heißt es bei Ford.

Der Wagen sieht ein wenig wie ein gequetschter Fiesta aus, mit einer steil ansteigenden Seitenlinie, kleinen hinteren Dreiecksfenstern und dramatisch geschlitzten Scheinwerfern. Auf der schmalen Heckklappe mit dem winzigen Scheibenwischerchen prangt das neue Ka-Logo.

Da der Trend zu genügsamen Cityflitzern in den nächsten Jahren kaum abreißen wird, dürfte sich Ford trotz des fehlenden Retro-Charmes sein Stück vom Kleinstwagen-Kuchen abschneiden können.

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Hingucker

Die Motorenpalette soll laut Informationen aus der Branche teilweise mit der des Fiat 500 identisch sein. Zur Auswahl stünden dann zwei Benziner (1.2 mit 69 PS und 1.4 mit 100 PS). Statt des Fiat-Diesels 1.3 Multijet (75 PS) soll dann allerdings Fords 1.4 TDCI unter der Haube stecken. Die Kölner versprechen für den neuen Ka "dynamische Fahreigenschaften", Fahrwerk und Lenkung dürften also recht straff abgestimmt sein.

Ein Hingucker ist das Interieur des neuen Autos. Die ersten Bilder zeigen ein frech gestyltes und in vier verschiedenen Farben gehaltenes Cockpit mit einer V-förmigen Mittelkonsole, originellen Lüftungsdüsen und Multifunktionslenkrad. Die Sitzpolster tragen farbliche Akzente passend zum Lack des Autos. Da die Möglichkeiten zur Individualisierung einen wesentlichen Anteil am Erfolg des Fiat 500 haben, dürfte bei Ford für den Ka ein ähnliches Baukasten-Konzept in der Schublade liegen.

Die Preise für den neuen City-Floh will Ford noch bekannt geben. Sie dürften jedoch mit denen des Fiat 500 vergleichbar oder sogar etwas günstiger sein. Den kleinen Italiener gibt es mit dem 1,2 Liter Benziner (69 PS) ab 10.900 Euro – den ursprünglichen Einstiegspreis hat Fiat damit um 400 Euro erhöht. Der aktuelle Ka, der wie der auslaufende Fiesta laut Ford nur als Lagerfahrzeug erhältlich ist, kostet um 9000 Euro. Der Wagen wurde seit seiner Markteinführung 1,4 Millionen mal gebaut. Das neue Modell steht ab Februar 2009 bei den Händlern, der Vorverkauf startet im Oktober.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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