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Neuvorstellung: Peugeot 407 Coupé: Der Löwe brüllt

So richtig hat das Peugeot 407 Coupé des Kultstatus des Vorgängers nie erreicht. Vielen ist der 407er nicht filigran genug. Ein zartes Facelift soll neuen Schwung für das Peugeot Coupé bringen.

Leicht hat man es als französischer Autohersteller im Chor der Nobelmarken nicht. Kann man sich in den unteren Ligen noch mit Fahrzeugen wie 206+, 207, 308 oder 3008 gut in Szene setzen und die deutsche Konkurrenz hinter sich lassen, so sieht es in der Region darüber deutlich schwieriger aus. Der durchschnittliche Coupéfahrer hat meist das Rentenalter erreicht, ist enorm markentreu, mag Leistung und das Leben. Mit einem Coupé zeigt man, dass man anders ist.

Im Coupe-Segment hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Platzhirsche sind das elegante 3er-Coupé von BMW und der schicke Audi A5. Mercedes hat mit dem E-Klasse Coupé nachgezogen und die Italiener bei Alfa Romeo haben ebenso Schönheit im Angebot. Schwere Zeiten für ein Peugeot 407 Coupé, das sich gegen die starke Konkurrenz seit seinem Marktstart kaum in Szene setzen konnte.

Dabei ist auch er ein Schönling mit anerkannten inneren und äußeren Werten. Zum neuen Modelljahr 2010 gibt es an der Optik wenig Neues. Doch ebenso wie bei Jaguar, wo man den 2,7-Liter-Diesel im XF und XJ ersetzte, ist auch das Peugeot Coupé künftig mit mehr Leistung unterwegs.

Der von PSA und Ford gemeinsam entwickelte Commonrail-Diesel leistet ebenso wie im Jaguar XF nun auch im Peugeot 177 kW/240 PS und 450 Nm maximales Drehmoment. Die ebenfalls entwickelte 275-PS-Variante, die bei den britischen Kollegen verfügbar ist, bleibt beim Peugeot 407 wegen des Frontantriebs außen vor.

Trotzdem ist der elegante Zweitürer das stärkste Serienfahrzeug aus dem Hause Peugeot – und dann noch als Diesel. Als Peugeot 407 Coupé HDi 240 erreicht der Viersitzer aus dem Stillstand die 100 km/h-Marke binnen 7,7 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 243 km/h.

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20% mehr Kraft, 15% weniger Durst

Anders als bei der Konkurrenz ist das Triebwerk mit einem sequenziellen Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Peugeot verspricht für das 1,8 Tonnen schwere 407 Coupé einen Durchschnittsverbrauch von 7,2 Litern Dieselkraftstoff auf 100 Kilometern. Damit sinkt der Durst des Franzosen im Vergleich zum bislang angebotenen 2,7 Liter V6 HDI Motor um 15 Prozent – bei einem gleichzeitigen Leistungsplus von knapp 20 Prozent. Als erstes Fahrzeug bei Peugeot wird das 4,81 Meter lange 407 Coupé mit einem regenerativen Bremssystem angeboten, das den Verbrauch weiter reduziert.

Wer es etwas zahmer angehen lassen möchte, kann sich im gleichen Modell für den kleinen Diesel 407 Coupé 2.0 HDI entscheiden. Der ebenfalls zusammen mit Ford entwickelte Vierzylinder leistet 120 kW/165 PS und 340 Nm. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der 1,6 Tonnen schwere Fronttriebler in 9,1 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h. Das Triebwerk ist mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Im Drittelmix verbraucht der Turbomotor 5,4 Liter Kraftstoff.

Eine Start-Stopp-Automatik bleibt bis auf weiteres bei beiden Modellen außen vor. Das Topmodell Peugeot 407 Coupé 3.0 HDI startet inklusiv kompletter Sicherheitsausstattung, beheizter Ledersitze und Soundsystem bei 43.100 Euro. Der kleinere 165-PS-Diesel kostet mindestens 35.000 Euro. Ein Benzinmotor hat Peugeot beim Peugeot 407 Coupé nicht im Programm.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM

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