HOME

Renault Latitude: Unverkäufliche Mittelklasse

Der Latitude ist ein multikultureller Biedermann und birgt technisch keine Überraschungen. Nur beim Vertrieb zeigt Renault Eigensinn: In Deutschland darf man ihn nicht kaufen. Renault bietet nur Leasingverträge an.

Für die Rückkehr in die gehobene Mittelklasse greift Renault auf ein Auto zurück, dessen Entstehung eine echte Multikulti-Geschichte ist: Der Latitude wird im Werk Pusan in Südkorea gebaut, wo er bereits seit einiger Zeit als Samsung SM5 auf der Straße fährt. Dass an der Entwicklung Ingenieure aus Frankreich, Südkorea und Japan mitwirkten, wird beim Blick auf das Fahrwerk deutlich: Die Hinterachse stammt vom Allianz-Partner Nissan, die Vorderachse entspricht jener des Renault Laguna.

Man mag sich fragen, wer hierzulande einen 4,90 Meter langen, eher unauffälligen Wagen aus Frankreich kaufen könnte. Die einfache Antwort: Niemand, da man den Latitude nämlich gar nicht kaufen kann. "Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dafür entschieden, unser neues Top-Modell ausschließlich im Rahmen eines Leasing-Angebots zu vertreiben – alles inklusive", erklärt Nadine Meier, bei Renault für das Marketing der Mittel- und Oberklasse-Modelle verantwortlich. Ein erfreulicher Nebeneffekt dieser eigenwilligen Absatzstrategie ist es, dass die bei französischen Fabrikaten erfahrungsgemäß eher dürftigen Restwerte so wesentlich besser zu kontrollieren sind . Der Verfall der Gebrauchtwagenpreise wird gebremst.

Eine Ausstattung und zwei Farben

Bei der Wahl der Ausstattungen wird es dem Kunden leicht gemacht: Es gibt keine. Renault liefert den Latitude ausschließlich voll ausgestattet aus - innen mit schwarzem Leder und teilweise recht billig wirkendem Kunststoff. So bleibt allein die Wahl zwischen schwarzem oder silbergrauem Lack außen. Für den nötigen Vortrieb sorgen ein handgeschalteter Zweiliter-Benziner mit 103 KW / 140 PS aus dem Nissan-Regal sowie zwei Renault-Selbstzünder mit vier oder sechs Zylindern. Bei einem Vergleich der Dieselmotoren, die beide mit einer Sechsstufen-Automatik kombiniert sind, zeigte sich der 173 PS starke Vierzylinder dCi 175 für die 1,7-Tonnen-Limousine als vollkommen ausreichend. Der V6-Diesel dCi 240 mit drei Litern Hubraum und 241 PS verrichtet seinen Dienst allerdings hörbar unauffälliger.

Ab 399 Euro im Monat

Anstelle eines Verkaufspreises verrät Renault bisher nur die monatliche Leasingrate für die Einstiegsmotorisierung: Ab 399 Euro monatlich wird der Latitude als Benziner über eine Laufzeit von vier Jahren und einer Laufleistung von 40.000 Kilometern angeboten. "Sämtliche anstehende Wartungen und eine entsprechende Garantieverlängerung sind bereits enthalten", hebt Nadine Meier die Vorzüge des Komplettpakets heraus. Die Raten für höhere Laufleistungen und die beiden Dieselmodelle stehen noch nicht fest. Der Latitude, dessen schärfste Wettbewerber Peugeot 508, Citroën C5, Skoda Superb und Opel Insignia sein dürften, erlebt seine deutsche Markteinführung Mitte Januar. Von den rund 1300 Renault-Standorten in Deutschland wird es allerdings nur fünfzig erlaubt sein, den Latitude zu vertreiben.

Ernesto Singer/Press-Inform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.