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Studie Smart Forvision Der Winzling schlägt zurück


Auf der IAA kann man den Smart der Zukunft sehen. Seine Kennzeichen sind extreme Leichbauweise und wagemutige Oberflächen. Neben dem Urvater der Mini-Autos sehen die Nachahmer plötzlich ganz alt aus.

Der Smart Forvision entspricht nicht der kommenden Smart-Generation, sondern gibt einen Vorgeschmack auf die ferne Zukunft. Er wurde zusammen mit dem Technologiekonzern BASF entwickelt. Entsprechend visionär sieht der Fortvision aus und gibt mit weiterentwickelten Designkomponenten indirekt einen weiteren Ausblick auf die kommende Generation III. Ähnlich wie die Studie des Smart Forspeed vom Genfer Salon 2011 wirkt er kraftvoller und nicht mehr derart hochbeinig wie das aktuelle Serienfahrzeug. Die große Frontscheibe ist etwas flacher geneigt und den rundlichen Leuchtmodulen in LED-Technik wird beim kommenden Smart wohl sowohl vorne als auch hinten eine zentrale Bedeutung zukommen.

Während Front oder die ausgestellten Radhäuser der Studie mit organischen Formen glänzen, zeigen Türen oder Heckklappe selbstbewusst eine kantige Wabenstruktur, die eine besonders große Stabilität in die Teile bringen soll. Obligatorisch gibt es vier an allen Ecken des Fahrzeugs angebrachte Räder und die signifikante Tridion-Sicherheitszelle. Die ist bei der Studie des Smart Forvision erstmals nicht aus Stahl sondern Kohlefaser-Verbundstoff. "Insgesamt sparen die Hightech-Materialien an dem Fahrzeug 120 bis 150 Kilogramm", erklärt Smart-Entwickler Martin Hülder, "die Tridion-Sicherheitszelle hat daran den größten Anteil. Sie spart 50 Prozent im Vergleich zu Stahl und 30 Prozent zu Aluminium."

Radikale Gewichtsreduktion

Technologiezulieferer BASF hat für das IAA-Messemodell eine völlig neu entwickelte Felge aus Kunststoff konzipiert. Während die baugleiche Alufelge zehn Kilogramm auf die Waage bringt, schwingt der Zeiger bei der Kunststofffelge nur bis zur Zahl sieben aus. "Diese drei Kilogramm Gewichtsersparnis pro Rad bringen auf das ganze Auto gerechnet zusammen nicht nur 12 Kilogramm", so Christian Fischer, bei BASF verantwortlich für Polymer-Entwicklung, "da es bei den Rädern um ungefederte Massen geht, kann man das Ganze mit dem Faktor 1,5 multiplizieren. Das macht unter dem Strich gefühlte 18 Kilogramm weniger."

Besonders stolz sind die Entwicklungsteams von Smart und BASF jedoch auf den Bereich Thermomanagement. Der neue entwickelte Textilwerkstoff für den Sitzbezug mit dem sechseckigen Muster sieht nicht nur ansehnlich aus, sondern er absorbiert Feuchtigkeit und ist zudem noch überaus strapazierfähig. Spezielle Sitzschalen aus Kunststoff holen weiteres Gewicht aus dem Fahrzeug heraus. Der Innenraum des Smart Forvision zeigt sich ebenso wie der hitzeabweisende Lack in einem strahlenden weiß. Eine neu entwickelte Folie in dem doppellagigen Glas sorgt dafür, dass die UV-Strahlen und somit die Hitze draußen bleiben.

Mit luftigen Formen soll das Interieur der nächsten Smart-Generation besonders großzügig wirken. Hartmut Sinkwitz, Leiter des Innenraumdesigns bei Daimler: "Das war und ist bereits eine Stärke der ersten beiden Smart-Generationen. Aber wir sehen hier noch Potenziale. Und auch zukünftig wird sich Smart zum Thema sichtbare Kunststoff bekennen." Kontaktfolien an Sitzen und Verkleidungen sind mit wenig Energie beheizbar, sodass besonders schnell ein wohliges Gefühl im Smart Forvision aufkommen soll.

Unterstützt wird das neuartige Thermomanagement von einem kleinteiligen Panoramadach mit organischer Fotovoltaik. Die kleinen Prismen im Dach lassen Licht durch und produzieren ganz nebenbei auch noch Energie. So wird die Kühlung des Fahrzeugs im Stand mit Energie versorgt und der Wagen heizt sich nicht derart auf. Ein überdimensionaler Ventilator hinter dem futuristisch anmutenden Armaturenbrett sorgt für einen steten Luftzug, der die Wärme über das Innenleben der Rückleuchten nach außen trägt. Die technologischen Aussichten für die nächste Smart-Generation sind vielversprechend. Jetzt muss nur beizeiten einmal ein neues Serienmodell kommen.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

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