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Kia Rio Glace: Eiseiliger

PS-Geprotze ist eigentlich nicht die Sache koreanischer Autobauer. Kia macht vor, dass das nicht so bleiben muss. Die Koreaner nehmen an Eisrennen teil.

PS-Geprotze ist eigentlich nicht die Sache koreanischer Autobauer. Eigentlich. Kia macht vor, dass das nicht so bleiben muss. Die Koreaner nehmen mit einem brutalen Rio an Eisrennen teil und lassen die traditionellen Marken alt aussehen.

Technische Daten

Motor

Sechszylinder-Motor

Hubraum

3 Liter

Länge

4.100 Millimeter

Breite

1.900 Millimeter

Gewicht

950 Kilo

Die kälteste Art des Motorsports

Spektakuläre Drifts, brüllende Motoren und Duelle bis aufs Blech - Eisrennen sind in Frankreich und Skandinavien echte Großereignisse. Zwölf dieser Veranstaltungen sind zur so genannten Tropheé Andros zusammengefasst. Für Fans ist die kälteste Art des Motorsports eine prima Sache. Die Strecken sind klein und übersichtlich, die Fahrzeuge durch den "Fahrbahnbelag" aus Eis nicht allzu schnell, die Zuschauer kommen ganz nah ans Geschehen. Garniert wird die Tropheé Andros durch prominente Fahrer. Neben Alain Prost fegt auch der britische Tourenwagen-Meister Yvan Muller übers blanke Eis.

400 PS und Allrad-Lenkung

Letztgenannter sitzt am Steuer eine Kia Rio und hat nach vier Rennen die Konkurrenz im Griff. Mullers Qualitäten sind bekannt, den kompakten Koreaner kannte man bisher allerdings eher als biederes Beförderungsmittel. Mit einem Kia von der Stange hat der Eis-Rio allerdings nur noch wenig zu tun. Aufgebaut von Kias Haus- und Hoftuner K-Motorsport, wird der Rio von einem 400 PS starken Sechszylinder übers Eis gezogen. Übertragen wird die Kraft über alle vier Räder, die zusätzlich noch mit Metallstiften, so genannten Spikes, ausgerüstet sind.

Schnelle Kurvenfahrten sind dennoch undenkbar. Auf der Suche nach Haftung, wo es eigentlich kein Halten gibt, ist der Drift die bevorzugte Gangart. Unterstützt werden die Piloten von einer Hinterachse, die mitarbeitet. Ab einem bestimmten Lenkradeinschlag lenken die hinteren Räder mit.

Finale in Paris

Am 7. Februar hat die eiskalte Raserei ein Ende. Dann trifft sich die Szene zum Saisonfinale in Paris, wo im "Stade de France" eigens für diese Veranstaltung eine künstliche Eispiste angelegt wird.

Der Kia Rio Glace ist ein Einzelstück. Eine Allradlenkung ist alles andere als alltagstauglich. Am restlichen Paket könnten Korea-Freaks aber garantiert ihre Freude haben. In der Zwischenzeit muss der Rio Glace reichen, den Kia Frankreich derzeit im Programm hat - als Modellauto für den Schreibtisch.

Jochen Knecht
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Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.