HOME

Auktion Mercedes-Benz 770K: Hitlers Parade-Mercedes kommt unter den Hammer

Im Januar wird einer der teuersten Wagen der Welt verkauft: ein Mercedes-Benz 770K. In diesem Auto kutschierte Hitler den Diktator Mussolini durch München. Später feierte er den Sieg über Frankreich in dem Mercedes.

Oldtimer-Limousine: Mercedes-Benz Typ 770: Hitlers Hauptparadewagen wird versteigert

Diktator Adolf Hitler wird auf ewig mit dem Thema "Auto" in Verbindung gebracht. Das liegt am Bau der Autobahnen – auch wenn von dem geplanten Netz bis Kriegsende nur Teilstücke fertiggestellt wurde. Doch Hitler war auch persönlich ein ausgesprochener Autonarr, der den Rausch der Geschwindigkeit schätzte. Nicht von ungefähr gehörten seine persönlicher Fahrer Julius Schreck und Erich Kempka zur engsten Umgebung um Hitler.

Hitler und Mussolini fuhren in Wagen mit der Nummer 189744 durch München.

Hitler und Mussolini fuhren in Wagen mit der Nummer 189744 durch München.

Autonarr Hitler

In Propagandafilmen und den wöchentlichen Wochenschauen ließ sich Hitler am Liebsten auf eine Tribüne oder im Fond eines seiner Cabrios aufnehmen. Die beliebteste Einstellung: der "Führer" relaxed im Mercedes und grüßt das Volk am Straßenrand, das nur mit Mühe von Uniformierten zurückgehalten werden kann.

Eine von Hitlers Staatkarossen wird nun im Januar 2018 in Scottsdale, Arizona verkauft. Es handelt sich um einen Mercedes-Benz 770K Großer Offener Tourenwagen. Gebaut wurde der Wagen 1939. Angetrieben wird der Tourenwagen von einem gigantischen 7,7-Liter-Reihen-Achtzylindermotor. Der Wagen war schon damals extrem teuer, aufwändig und robust konstruiert. Gebaut wurde er mit der Hand. Denn genau genommen waren Technik und Fahrgestell festgelegt, doch die Aufbauten wurden der illustren Kundschaft individuell angepasst. Viele der damaligen Konkurrenten hatten mehr Zylinder, aber keiner konnte mit der Leistung von 230 PS mithalten, die der Kompressor entfesselte.

Automobiles Denkmal

Auch ohne den Vorbesitzer wäre der perfekt erhaltene Große Offene Tourenwagen ein Highlight der Auktion. Von den riesigen Autos wurden nur wenige gebaut und nur eine Handvoll hat die Zeiten überlebt. Außerhalb Deutschlands wurde das repräsentative Fahrzeug von Berühmtheiten wie dem vom japanischen Kaiser, dem norwegischen König, dem spanischen Diktator Franco und dem Papst benutzt.

Der Wagen befindet sich in einem perfekten Zustand.

Der Wagen befindet sich in einem perfekten Zustand.


"Selbst wenn man die Vorbesitzer beiseitelässt, dann sind die erhaltenen Exemplare des Mercedes-Benz 770 die weltweit größte Errungenschaft in Sachen Automobildesign, Ingenieurskunst und Technik", sagt Rod Egan, der Experte von Worldwide Auctioneers, der das Auto verkaufen wird.

"Dieses Fahrzeug ist eines der herausragendsten und eines der historisch bedeutendsten Autos, die jemals gebaut wurden", so Egan weiter. "Es ist viel mehr als nur ein Auto - es ist ein Artefakt, das ein einzigartiges Stück unersetzlicher lebendiger Geschichte dient und daran erinnert, dass das Böse, das Teil seiner Geschichte ist, niemals wiederkehren darf. Wir hoffen, dass es in einem Umfeld wie einem öffentlichen Museum oder einer öffentlichen Sammlung eingesetzt wird."

Kein Zweifel an der Herkunft

Wie ausgerechnet der prächtige Mercedes das abgrundtief Böse der Herrschaft Hitlers illustrieren soll, bleibt ein Geheimnis des Auktionators. Doch anders als viele Gegenstände aus der Umgebung Hitlers ist die Lebensgeschichte dieses Autos lückenlos nachgewiesen. Der Wagen trägt die Nummer 189744. Er wurde am 2. September 1938 von Hitlers Chauffeur Kempka direkt beim Mercedes-Vorstand bestellt: "Kommissionsnummer 303 305, Großer Mercedes, offener Tourenwagen W150 für den Führer und Reichskanzler, vierter Führerwagen".

Kempka, der auch als Leibwächter fungierte, legte großen Wert auf den maximalen Schutz der Insassen, soweit das bei einem Cabrio möglich war. Die Frontscheibe von 189744 bestand aus 30 mm kugelsicherem Verbundsicherheitsglas. Panzerplatten schützten die Passagiere. Eingesetzt wurde 189744 als Gastwagen für Staatsbesuche. Mit ihm kutschierte Hitler den italienischen Diktators Benito Mussolini durch München. Am 6. Juli 1940 benutze Hitler ihn für die Siegesparade in Berlin nach der Niederlage Frankreichs.

Hitlers Chauffeur Kempka orderte den Einbau von Panzerplatten an.

Hitlers Chauffeur Kempka orderte den Einbau von Panzerplatten an.

Nach den Paraden

1943 ging der Wagen zur Wartung zurück ins Werk. Von Hitler wurde er nicht mehr benutzt. Nach Stalingrad war die Zeit der prächtigen Paraden vorüber. Fahrer Kempka blieb in der Umgebung Hitlers. Er gehörte zu den letzten Vertrauten, die 1945 in der Reichskanzlei ausharrten. Zusammen mit dem Adjudanten Günsche und dem Diener Linge verbrannte Kempka die Leichen Hitlers und Eva Brauns – mit dem letzten Benzin, das er vorher aus den Tanks der verbliebenen Mercedes-Karossen abgesaugt hatte.  

Lesen Sie auch:

- Mercedes-Benz 770K - Hitlers Parade-Mercedes

Mercedes 500 K Spezial-Roadster – der Supersportwagen der Nazi-Zeit

Peugeot 504 – der Geist der 68er aus Frankreich

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(