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WDR-Dokumentation: Die miesen Tricks der Autowerkstatt: So werden Kunden abgezockt

In einer Autowerkstatt soll eigentlich nur der Wagen wieder fit gemacht werden. Doch der WDR enthüllt mit geheimen Tests die dreisten Tricks der Autowerkstätten. Die Mechaniker schwatzen den Kunden überflüssige Reparaturen auf.

Tricks der Autowerkstatt: WDR prüft KFZ-Reparatur

Wer Kunden von ihrer Autowerkstatt abgezockt?

Klapper, klapper, klapper: Bärbel Schlömer rappelt mit ihrem kleinen Corsa über Kopfsteinpflaster. Neben dem normalen Geklapper, hört die Frau aber noch ein anderes Geräusch. Gar nicht gut, ab zur Werkstatt. Dort wird der Kleinwagen geprüft. Schnell findet der Mechaniker die vermeintliche Ursache für das Geklöter. Der Vorderreifen soll defekt sein. Aber kein Thema, den wechselt er doch gerne aus. Für 160 Euro.

Frau Schlömer zahlt - doch das Geklapper auf unebenen Fahrstrecken bleibt. In der Werkstatt heißt es nun, dass die Bremsen an dem Geräusch Schuld sein sollen. Kostenpunkt: 400 Euro. Und wieder zahlt die Frau, und wieder bleibt das Geräusch. Die nächste Werkstatt, die den Kleinwagen untersucht, empfiehlt neue Stoßdämpfer. Gesagt, getan - doch das Geklapper bleibt auch nach dem Stoßdämpferwechsel. Bärbel Schlömer ist inzwischen reichlich genervt - und deutlich ärmer.

Abgezockt in der Autowerkstatt 

Den Fall greift der "WDR" in der Sendung "Aufgedeckt - Die Tricks der Autowerkstätten" auf. Nachdem Frau Schlömer viele hundert Euro in unnötige Reparaturen investiert hat, findet sich schließlich der Schuldige: Eine lockere Schraube an der Lenkradsäule. Der Fall zeigt eindrücklich das größte Problem bei Autowerkstätten: Kunden haben keine Ahnung von ihren Autos. Und so können Mechaniker munter Teile ein- oder ausbauen, Dinge reparieren, die gar nicht defekt sind und zu vollkommen unnötigen Maßnahmen raten. Der ahnungslose Kunde zahlt am Ende ja sowieso brav die Rechnung. 

Erster Test der Reporter: Einen vollkommen funktionstüchtigen Golf zur Sommer-Inspektion bringen. Sechs von acht Werkstätten fanden Mängel - die eigentlich gar nicht da waren. Gut für den Kunden: Der Check-up ist bei den meisten Werkstätten kostenlos - doch die gefundenen Probleme bringen Folgekosten mit sich. Bei ATU findet ein Mechaniker einen zu hohen Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit. Auch die Klimaanlage müsse dringend gewartet werden und der Keilriemen ausgetauscht werden. Das alles soll 300 Euro kosten. Dabei gibt es beim Golf gar keine Mängel. Auch andere Werkstätten wollten gerne abkassieren: Gleich drei Werkstätten (eine frei geführte Werkstatt, eine First Stop sowie eine Vertragswerkstatt) wollten zwingend die Radlager austauschen. Allerdings an ganz unterschiedlichen Rädern. Und ein Meister bei Euromaster wollte den Zahnriemen erneuern. Das Problem: Der Golf verfügt gar nicht über ein solches Teil, sondern läuft mit einer Steuerkette. Nur ein Mechaniker beanstandete nichts. Eine traurige Bilanz. 

Die Tricks der Mechaniker

Kunden wollen immer noch gerne an den netten Mechaniker von nebenan glauben, der nur repariert, was dringend gemacht werden muss - und dann auch noch einen guten Preis macht. Doch inzwischen gibt es große Ketten, die deutschlandweit vertreten sind. Der "WDR" schaut daher genauer auf ATU, Deutschlands größte unabhängige Werkstatt mit fast 600 Filialen und rund 10.000 Mitarbeitern. Das Versprechen der Kette: Es wird nur das getauscht, was wirklich kaputt ist. Ein ehemaliger ATU-Mitarbeiter kratzt an dem Image. Es gebe "Wochenziele", die erfüllt werden müssten. Sein Fazit: "Ein vernünftiger Meister, der ehrlich ist, hat bei ATU keine Chance", so der Insider. "Da laufen Dinge, die sind einfach nicht ehrlich." ATU weist die Vorwürfe des "WDR" zurück. 

Teurer Ölwechsel

Zum Ölwechsel müssen alle Autos regelmäßig. Ein kleiner Handgriff für den Mechaniker - und eine lukrative Einnahmequelle. Als Test-Auto soll bei einem Corsa C das Öl gewechselt werden. Bei ATU kostet das 29,99 Euro - zunächst. Denn für den Corsa sollen plötzlich 49,99 Euro fällig werden. Das liege an einem anderen Öl, das nun verwendet werde. Bei ATU setze man auf das teure 5w-40 und nicht mehr das billige 10W-40. Der Hersteller des Wagens empfiehlt übrigens die günstige Öl-Variante. 

Doch es geht noch teurer. Die Opel-Vertragswerkstatt verlangt bis zu 150 Euro. Das Schnäppchen im Test war das Angebot von Pit-Stop: Für 38 Euro wird das Öl gewechselt. ADAC-Experte Heinz-Gerd Lehman rät Kunden, alle Aufträge schriftlich zu fixieren, eine Obergrenze für den Preis festzulegen und die ausgetauschten Teile mitzunehmen. Und wer beim Ölwechsel sparen will, soll einfach Öl kaufen und mit zur Werkstatt bringen. Das sehen die Automechaniker nicht gerne, doch so wird der Ölwechsel garantiert zum Schnäppchen. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(