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Genesis G70: Mitten ins europäische Herz

Der koreanische Hyundai-Konzern macht mit seiner neuen Edelmarke Genesis Ernst. Nach den großen Modellen G80 / G90 kommen jetzt neue SUV und ein ernsthafter Konkurrent für BMW 3er, Audi A4 und Mercedes C-Klasse.

Genesis G70 - auch Audi A4 und Mercedes C-Klasse sind direkte Wettbewerber

Genesis G70 - auch Audi A4 und Mercedes C-Klasse sind direkte Wettbewerber

Natürlich hätte man den Genesis G70 auch auf der Frankfurter IAA präsentieren können. Doch wie schon vor knapp zwei Wochen Nissan mit seinem Elektromodell Leaf II, wählten die Koreaner einen anderen Weg, um den weltweiten Markenauftakt mit dem Mittelklassemodell Genesis G70 zu zelebrieren. "Der Genesis G70 ist unser neuester Beweis, dass wir innovative, kundenorientierte Fahrzeuge auf den Markt bringen", sagt Dr. Woong-Chul Yang, verantwortlicher Entwicklungs-Chef des Hyundai-Konzerns, "wir werden uns weiterhin auf Forschung sowie Entwicklung fokussieren und die Marke Genesis ausweiten." Während am Entwicklungsstandort Namyang der G70 erstmals offiziell enthüllt wurde, feierten 15.000 Koreaner im Olympiapark von Seoul zeitgleuch die Weltpremiere und den offiziellen Start der Marke Genesis mit verschiedenen bekannten Künstlern wie Gwen Stefani. Genesis ist bisher nur in Korea sowie den USA auf dem Markt und soll in den kommenden drei Jahren weltweit ausgerollt werden. "Die Premiere des Genesis G70 ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Marke", so Manfred Fitzgerald als Chef der Genesis-Division.

Mitten ins europäische Herz
Genesis G70 - auch Audi A4 und Mercedes C-Klasse sind direkte Wettbewerber

Genesis G70 - auch Audi A4 und Mercedes C-Klasse sind direkte Wettbewerber

Mit dem G70 stößt Genesis, Nobelableger von Hyundai, mitten ins europäische Autoherz. "Bei dessen Entwicklung ist der BMW 3er für uns der Maßstab, an dem wir uns orientieren", ergänzt Alfred Biermann mit Blick auf seinen alten Arbeitgeber, die Garchinger M GmbH. Das Design mit kurzen Überhängen und einer langen Haube ist betont sportlich und gefällig, während man sich bei den Antrieben im Konzernregal bedienen durfte. Neben einem 3,3 Liter V6-Topmodell wird der G70 mit einem Zweiliter-Turbo und einem 2,2 Liter großen Commonraildiesel verfügbar sein. Marktstart in seiner Heimat Korea ist noch in diesem Monat; andere Regionen wie die USA sollen zeitnah folgen. Topmodell des dynamisch anmutenden Genesis ist der G70 Sport, der von einem aufgeladenen 3,3-Liter-V6 mit 370 PS und 520 Nm Drehmoment angetrieben wird, das ihn 270 km/h schnell macht. Die beiden Vierzylinder leisten 255 PS / 360 Nm ( Benziner) sowie 202 PS / 450 Nm ( Diesel). Gerade die kleineren Triebwerke sollen auch dem europäischen Markt schmecken.

Auch wenn Design und Antriebe stimmen, wird der später geplante Markeneinstieg in Europa und speziell Deutschland kein Selbstläufer. Daher will Markenchef Manfred Fitzgerad warten, bis die rechten Produkte verfügbar sind und ein Markenimage positioniert ist. "Ende 2019 / Anfang 2020 werden wir über ein komplett neues Portfolio verfügen. Dann werden wir starten", gibt es für Fitzgerald aktuell keinen Grund zur Eile. So wird die Luxuslimousine G90 als Konkurrent von BMW 7er und Mercedes S-Klasse bis dahin eine gründliche Modellpflege bekommen und der kommende G80 komplett neu entwickelt sein. Zu groß ist selbst bei dem frisch aufgelegten Genesis G80 Sport mit seinem 3,3 Liter großen V6-Doppelturbo und 370 PS das Minus gegenüber Klassenprimus BMW 5er und der Mercedes E-Klasse.

Um auf dem europäischen Markt bestehen zu können, kommt dem Einstiegsmodell des Genesis G70 eine zentrale Bedeutung zu. Doch mit G70, G80 und G90 allein ist weder in den USA, noch in China oder den USA gegen die übermächtige Konkurrenz etwas zu holen. Desweiteren wird es zum Jahrzehntewechsel zwei SUV geben, deren größere Version GX80 sich mit einem Audi Q7 messen soll, während der kleine Bruder GX70 es mit den kommenden Generationen von BMW X3 / X5 oder Mercedes GLC / GLE aufnehmen wird. Hybridmodelle wird es nicht geben, da Genesis ab 2021 / 2022 zwei Elektroplattformen präsentieren wird, die SUV und Limousinen eine elektrische Heimat geben sollen.

Ebenso sehenswerte wie technisch zeitgemäße Fahrzeuge sind dabei das eine. Bleibt die Frage, wie die Modelle selbst bei entsprechender Markenpositionierung unter die Leute gebracht werden sollen. Hier setzt Genesis in den meisten Ländern und so auch in Deutschland, England oder der Schweiz auf einen Direktvertrieb. Dazu wird es in einigen Metropolen im Stadtzentrum schicke Markenshops mit Boutique-Charakter geben. Noch sind keine Entscheidungen getroffen, doch München, Zürich und London scheinen dabei als Startpunkte gesetzt. "Die Suche nach den richtigen Objekten läuft gerade", berichtet Manfred Fitzgerald. Wartung, Reparaturen und Testfahrzeuge stehen dann in einer Niederlassung weiter außerhalb. Der Rest läuft ohne Händler - ebenso komplett online vernetzt wie die Autos selbst. Zwei Jahre hat Hyundai noch Zeit, den Genesis-Start in Europa vorzubereiten. Es gibt viel zu tun, denn die Aufgabe, die Premiummärkte in der alten und neuen Welt im Gleichschritt zu erobern, könnten größer nicht sein.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.