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BBC suspendiert "Top Gear"-Moderator: Kult-Moderator schlägt Producer und fliegt

Jeremy Clarkson war Moderator der größten Autosendung der Welt. Mit rassistischen Sprüchen fiel er schon häufiger auf, nun soll er einen Producer geschlagen haben. Jetzt ist die Kultsendung in Gefahr.

Immer unkorrekt: Clarkson zeigt sich gern mit Zigarette oder Alkohol hinter dem Steuer.

Immer unkorrekt: Clarkson zeigt sich gern mit Zigarette oder Alkohol hinter dem Steuer.

Jeremy Clarkson ist der bekannteste Auto-Maniac der Welt. Der Brite moderiert das Magazin "Top Gear" seit 1989 - immerhin die Informationssendung mit weltweit den meisten Zuschauern. In der letzten Woche soll er auf einem Drehtermin einen Producer geschlagen haben. Clarkson wurde daraufhin von der BBC suspendiert, die angekündigten Sendungen gecancelt.

Lange Reihe von Entgleisungen

Mit den biederen Autotests, wie sie in Deutschland geschätzt sind (Topthemen: Verbrauch und Kofferraum), hat die brachiale und ungeheuer aufwändig gemachte Autoshow nichts zu tun. Bei "Top Gear" wird schon mal ein Hochhaus unter einem Pickup gesprengt, nur um zu beweisen, dass der Toyota Hilux nicht kaputt zu bekommen ist.

Doch Clarkson ist nicht nur ein Autonarr, er ist auch ein Provokateur und Schandmaul erster Güte. Koreaner sind bei ihm schon mal Hundefresser und Deutsche bauen - klar - Naziautos. Ärger gab es wegen derartiger Äußerungen schon oft, aber in der heutigen korrekten TV-Landschaft wirkt Clarkson wie ein Fremdkörper. Vor dem Vorfall, der jetzt zur Suspendierung geführt hat, leistete er sich weitere Schnitzer. In Thailand bezeichnete er einen Einheimischen als "slope" - eine abfällige Bezeichnung für Asiaten, so wie "Charlie" in Zeiten des Vietnamkriegs oder "Hadschi" für afghanische Rebellen. Für den "Slope" gab es eine Verwarnung, die aber wenig Eindruck auf Clarkson machte. Kurz danach kaufte er einen schwarzen Hund und nannte ihn nach einem dunkelhäutigen Kicker Didier Drogba. In Argentinien fuhr er einen Porsche mit dem Nummernschild "H982 FKL" - patriotische Argentinier sahen darin eine provokante Anspielung auf den Falklandkrieg und bewarfen die Fahrzeuge des "Top Gear"-Teams mit Steinen. Clarkson schwor damals allerdings Stein und Bein, mit der Wahl des Nummernschild nichts zu tun gehabt zu haben.

Fans stehen hinter Clarkson

"Top Gear" ist ohne Clarkson kaum vorstellbar, auch wenn es die beiden Co-Moderatoren James May und Richard Hammond gibt. Alles an der Show ist unkorrekt, Disziplinierungsmaßnahmen passen daher nicht zum Geist der Sendung. Unter #BringBackClarkson formieren sich bereits seine Anhänger auf Twitter.

Doch mit dem Gewaltvorwurf wurde eine Grenze in einem für die BBC sensiblen Bereich überschritten. Die jahrzehntelangen Vertuschungen der sexuellen Missbräuche und pädophilen Ausschreitungen des Starmoderators Jimmy Savile haben erst vor Kurzem zu einer schweren Glaubwürdigkeitskrise des Senders geführt.

Typischer Test: Autorennen im Eimkaufszentrum

Gernot Kramper
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