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Zenos E10: Recycling-Geschoss

Der großbritannische Sportwagenhersteller Zenos dreht an der Gewichtsspirale. Das Ergebnis ist ein ultraleichter Zweisitzer namens E10.

E10 - das Kürzel steht nicht für einen Treibstoff mit zehnprozentigen Bio-Ethanol-Anteil, sondern für den Namen eines zweisitzigen Roadsters. Trotz des exotischen Namens ist der Zenos E10 kein PS-protzender Super-unbezahlbarer Super-Sportwagen, sondern ein Flitzer, der mit einem Kaufpreis von 30.260 Euro auch in einer Garage eines Zweifamilien-Reihenhauses Platz hat.

Das bedeutet aber nicht, dass der Zenos E10 auch bei den Fahrleistungen einem Golf entspricht. Ganz im Gegenteil. Das Chassis besteht Aluminium und die Fahrgastzelle aus recyceltem Carbon. Zweimal leicht ergibt ultraleicht: Also wiegt der Zweisitzer nur 650 Kilogramm. Da braucht es auch kein 800-PS-Kraftwerk, um richtig Spaß zu haben. Das Triebwerk des Mittelmotorsportwagens ist ein Zweiliter-Vierzylinder-Benziner von Ford, der mit 200 PS und einem maximalen Drehmoment von 210 Newtonmetern genug Schmackes auf der Kette hat. Geschalten wird mit einem Fünfganggetriebe. Optional ist auch eine Sechsgangschaltung erhältlich.

Die Massenware im Antriebsstrang verspricht dennoch ziemlich sportliche Fahrleistungen. In nur 4,5 Sekunden sollen aus dem Stand die 100 km/h erreicht werden. Da muss sich mancher Porsche ziemlich strecken. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 217 km/h. Damit sich der Gewichtsvorteil auch in eine dementsprechende Agilität niederschlägt, hat das Fahrwerk hat doppelte Querlenker und Bilstein-Stoßdämpfer. Für die Verzögerung sorgt eine Sport-Bremsanlage mit 285er Scheiben.

Wer den Zenos E10 rennstreckentauglich machen will, kann noch ein Sperrdifferential, einen Querstabilisator hinten, ein noch strafferes Gewindefahrwerk, gelochte Bremsscheiben und ein abnehmbares Lenkrad ordern. Das LED-Display hingegen ist serienmäßig, genauso wie die Sportsitze aus Verbundwerkstoff.

Hört sich ja alles ganz ordentlich an. Aber wie oft sind solche vielversprechenden Projekte nie über den Status von Design-Skizzen, die auf mehr oder weniger gut funktionierenden Webseiten die Runde machten, hinausgekommen. Die Köpfe hinter dem britischen KTM-XBow-Verschnitt sind alte Bekannte: Ansar Ali und Mark Edwards waren bisher Top-Manager bei dem Renault-Ableger Caterham Cars und wissen, wie der Hase läuft. "Das Design soll dynamische Sportlichkeit ausdrücken, ohne in eine überbordende Aggressivität abzugleiten", erklärt Ali.

Der nur 3,56 Meter lange Zenos E10 soll in den nächsten Monaten auf den Markt kommen und der Auftakt einer Mini-Modell-Offensive sein. Mit dem Zenos E11 (kommt 2018 auf den Markt) und dem E12 (ebenfalls 2018) planen Ali und Edwards zwei weitere Sportwagen.

Press-Inform / pressinform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.