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Passat: Leitwolf mit bissiger Schnauze

Volkswagen wird spendabel. Für das Mittelklassen Modell Passat gibt es ab nächsten März eine große Portion vom Flaggschiff Phaeton. Bereits die Maße sprengen die alten Dimensionen.

Vorn prangt ein markanter Chromgrill. Mit Stolz trägt der Passat als erstes Serienfahrzeug das neue Markengesicht. Der Auftritt des Wagens wird dadurch deutlich bulliger und im besten Sinne eindrucksvoll. An den Seiten fließen die Linien unübersehbar über das Blechkleid. Sportlich und kräftig wirkt die Limousine, einen deutlichen Generationensprung hat das Mittelklassemodell vom sachlichen Zweckmobil hin zu mehr Fahrspaß und Dynamik hingelegt. Stärker betont sind die auch die Linien auf der Haube, den Rückabschluss besorgen die LED-Leuchten in Rundoptik. Von Wolfsburger-Langeweile also keine Spur, insbesondere wenn man sich den rundlichen Vor-Vorgänger vor Augen führt, der einst in einem Trendmagazin den - unsachlichen - Titel "Die Kotzknolle" erntete. Dieser Passat darf nun erstmals als "atemberaubend" bezeichnet werden.

GTI, Golf Plus und jetzt der neue Passat. Was sagen Sie zur Entwicklung bei Volkswagen?

Die frische Formensprache verblüfft in Anbetracht der keineswegs "zierlichen" Maße. Sechs Zentimeter mehr Länge und mehr als sieben Zentimeter mehr Breite führen zu großzügigen Platzverhältnissen. Nun hat die Limousine 4,77 Meter Länge, 1,82 Meter Breite und 1,47 Meter Höhe, der Kofferraum misst 565 Liter, ein Plus von 90 Litern. Bis auf die Einstiegsmotorisierung mit 75 kW / 102 PS sind alle Benziner FSI-Direkteinspritzer. Die Vierzylinder-FSI leisten 115 PS, 150 PS und 147 200 PS. Im vierten Quartal des Jahres 2005 wird als Topaggregat der 3,2-Liter V6-FSI mit 250 PS nachgereicht, der bereits im Audi A6 eingesetzt wird. TDI-Diesel kommen mit den Leistungen 105 PS, 140 PS und 170 PS zum Einsatz. Die beiden stärkeren TDI können wahlweise auch mit dem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ausgestattet werden. Der Allradantrieb 4MOTION für alle Modelle folgt später.

Als Schmankerl besitzt der Passet serienmäßig eine elektronische Parkbremse. Sie ist auf Knopfdruck mit einem Anfahrassistent am Berg verbunden und ermöglicht eine Auto Hold-Funktion. Damit steht man sicher an der Ampel, ohne stets auf das Bremspedal treten zu müssen. Auf Wunsch und gegen Aufpreis gibt es ein Keyless-Entry-System. Ebenfalls optional ist die automatische Distanzregelung. Der Wagen bremst dabei automatisch aus einer zuvor via Tempomat eingestellten Geschwindigkeit ab, sobald ein bestimmter Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unterschritten wird. Ist die Fahrbahn wieder frei, beschleunigt der Passat auf die zuvor eingestellte Geschwindigkeit. Mitlenkende Bi-Xenon-Scheinwerfer und eine zugfreie Zwei-Zonen-Klimaautomatik zählen zu den Extras.

Zu den Preisen gibt es noch keine offiziellen Angaben, der Einstiegspreis für den kleinen Benziner dürfte etwa bei 22.000 Euro liegen. Der Variant folgt im Herbst 2005.

Kra

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.