HOME

Peugeot 907: Krass und elegant, so will ich sein

Zum Autosalon will Peugeot zeigen, wer in Paris der Platzhirsch ist. Bestes Mittel: das Super-Coupé 907 mit einem glasgeschützten V 12 und 500 PS.

Peugeot gilt als "die" sportliche französische Marke. Zeit den Turbo-Anspruch auch in der Oberklasse zu untermauern. Dafür erweitern die Franzosen sogar ihre heilige Nummern-Serie: Das Concept-Car trägt stolz den Namen "907", vielleicht ein Versprechen, der Show auch die Fertigung folgen zu lassen.

Der Männer-Versteher

Der V12 wird aus zwei Sechszylindern gefertigt, das hört sich mysteriös an, bringt aber 500 PS. Der Front-Mittelmotor überträgt seine Kraft über ein Sechsgang-Getriebe auf die Hinterräder. Unter dem Schaudach einer Glasvitrinen wird der Motor zur Schau gestellt, Ferrari stand bei der Idee Pate. Peugeot, sonst auf zeitlose Eleganz bedacht, hatte dieses Mal keine Scheu vor Macho-Zierrat. Seitliche Haifisch-Kiemen grinsen in den Kotflügeln, ein ausfahrbarer Heckflügel thront auf dem Kofferraum. Und das Beste: Aus den Türschwellern lugen jeweils zwei Auspuffendrohre. Also Vorsicht mit hellen Tennissocken beim Aussteigen.

Desing-Motto: Alles was Männern Spaß macht. Das ist fast ein wenig zu viel des Guten geworden, dagegen ist ein Z4 fast zurückhaltend. Das Fahrzeug wirkt aber ausgewogener, als die Zutaten verraten. Peugeot selbst spricht verschmitzt davon, dass das Gran-Tourismo-Coupé durch seine "skulpturalen und rassigen Formen" überzieht, aber die edlen Materialen würden den Eindruck dezent dämpfen.

Der Radstand des GT-Coupés beträgt 2,50 m, es ist 4,37 m lang, 1,88 m breit und im höchsten Punkt 1,21 m hoch. Absichtlich wurde die Fahrgastzelle weit nach hinten verschoben, damit die Motorhaube bis zum Horizont reichen kann. Sämtliche Interieurverkleidungen sowie die Sitze sind mit braunem Leder und hellgrauem Alcantara bezogen. Damit die Gran Tour Freude macht, hat Peugeot eigens eine Gepäckserie für den 907 entwickelt.

Gernot Kramper

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.