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Charity-Rallye: Mit der Gurke durch die Wüste

Mit dem Auto von Dresden nach Banjul in Afrika? Eine schöne Herausforderung – vor allem, wenn der fahrbare Untersatz nicht mehr als 500 Euro kosten soll und die ganze Aktion einem guten Zweck dient.

Von Andrea Voigt-Neumeyer

"Dresden-Dakar-Banjul" – so lautet das Motto einer Charity-Rallye. Innerhalb von knapp drei Wochen versucht eine Gruppe von 22 Teams mit Ur-Alt-Gebrauchtwagen über knapp 8.000 Kilometer durch sechs Länder Banjul, die Hauptstadt Gambias zu erreichen. Dort werden die Fahrzeuge der Teilnehmer für karitative Zwecke versteigert. Im Vorjahr erzielte die erste Auflage der Rallye einen Erlös von 47.000 Euro.

700 Kilometer Pisten und Wüste

Vollbeladen mit Reisegepäck, Zelten, Lebensmittel und Ersatzteilen für die betagten Autos und Kleiderspenden und Spielzeug für Kindergärten in Schwarzafrika machten sich die Teilnehmer im Schneeregen von Dresden auf die Reise nach Banjul. Auf vielen Dachgepäckträgern waren Ersatzreifen und Reservekanister verzurrt – denn in Afrika werden 700 Kilometer auf Wüstenpisten und Wegen in der Sahelzone zurückgelegt.

Doch bis dahin ist es noch weit: Auf der ersten Tagesetappe von Dresden nach Mulhouse unweit der deutsch-französischen Grenze war erstmal das Kennenlernen unter den Teilnehmern angesagt.

"Schon mein erstes Auto war ein Lada", erklärt Gunter Jäckel, 57 Jahre, der als ehemaliger Maschinist zur See fuhr. "Ich hoffe, dass mein Lada Baujahr 1978 mich zuverlässig aus dem nebeligen Deutschland ins sonnige Gambia bringt. Ich bin besonders neugierig auf Mauretanien, vor dessen Küste ich jahrlang unterwegs war."

Wozu Heizung?

Mit einem Isuzu Trooper Baujahr 1987 sind Lasse und Andi aus Aachen unterwegs. Nach der ersten Etappe von Dresden nach Mulhouse können beide über das getagte Fahrzeug scherzen. "Die ehemals 72 PS beeindrucken bei 1,7 Tonnen Leergewicht vor allem an Autobahnsteigungen", lachen sie. "Und der vom Rost zerfressene Unterboden sorgt über eine Belüftung des Innenraums."

Auch Britta Marx vom Team "Drive for Kids" wurde es auf der ersten Etappe nicht warm. Mit klammen Fingern und schlotternd vor Kälte erreichte sie Mulhouse: "Wir haben unseren Passat Kombi super für die Wüstentage vorbereitet", erklärt die TV-Journalistin, die ihr Fahrzeug für das SOS Kinderdorf in Banjul spenden will. "Aber an die Reparatur der Heizung haben wir überhaupt nicht gedacht. Bei Schneeregen hat sich das bitter gerächt. Aber in den nächsten Tagen wird das Wetter ja hoffentlich besser."

Letzte Hilfe naht

Über die französische Atlantikküste und Spanien führt die Route in den nächsten Tagen nach Algeciras in Südspanien, von dort geht es auf die Fähre nach Marokko. Entlang der afrikanischen Küste bewegt sich der Rallyetross durch die menschenleere Westsahara in Richtung Mauretanien. Dort – diesem Abenteuer fiebern die meisten Teilnehmer entgegen – geht es einige Tage lang über 700 Kilometer offroad durch die Wüste bis in die mauretanische Hauptstadt Nouakchott. Auf dieser Strecke sind Fahrer mit ihren klapprigen Fahrzeugen auf sich allein gestellt: Ohne Tankstellen, ohne Hotels und ohne Läden müssen sie in Wüstencamps zelten, auf tief ausgefahrnen Sandpisten notfalls ihre Fahrzeug wieder ausgraben und sich gegenseitig helfen. "Feststecken, so sonst niemand hinkommt", so lautet das Motto eines Teams. "Allrad ist feige", wiederum ist die Antwort der Fronttriebler-Fraktion gegenüber den Fahrer von Fahrzeugen mit vier angetriebenen Rädern.

Generation Praktikum

Über die senegalesische Hauptstadt Dakar erreicht der Rallyetross in drei Wochen Banjul in Gambia. Damit dort Ende April möglichst viele Autos für verschiedene karitative Einrichtungen versteigert werden können, setzt der Veranstalter, der Verein Breitengrad aus Dresden, ein Hilfsfahrzeug, das "Besenfahrzeug" mit geübten Mechanikern ein, die die Teilnehmer bei Pannen unterstützen können. Idealismus, Liebe zur Wüste – aber auch die Gelegenheit einer großen Tour durch Afrika in Gesellschaft. "Wir wohnen beide in der Nähe von St. Pölten", schreiben der Schlosser Thomas und die Studentin Barbara aus Österreich in ihrer Team-Beschreibung. "Und wie sich jeder vorstellen kann, erlebt man dort nicht gerade viel. Wir sehen die Rallye als Start für einen sechsmonatigen Aufenthalt in Westafrika." Während ihre Mitstreiter von Banjul Ende März nach Hause fliegen, wechseln die "Wüstlinge" – so die Teambezeichnung von Barbara und Thomas - das Verkehrsmittel: per Bus und Zug geht es nach Ghana, wo beide ein Praktikum absolvieren wollen.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.