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Kundenansturm: Bund soll Abwrackprämie aufstocken

2500 Euro für den "Alten": Die Verschrottungsprämie zeigt Wirkung, bei einigen Modellen gibt es bereits lange Wartezeiten. Laut ADAC und ZDK befürchten viele Käufer, wegen der Begrenzung der Maßnahme kein Geld mehr zu bekommen. Der Autoclub und der Händlerverband fordern deshalb von der Bundesregierung deutliche Nachbesserungen.

Angesichts des Kundenansturms auf die Autohäuser werden die Rufe nach Nachbesserungen bei der Abwrackprämie immer lauter: "Es ist schwer nachvollziehbar, warum die Bundesregierung den Fördertopf für die Abwrackprämie nicht aufstocken will", sagte der Präsident des Automobilclubs ADAC, Peter Meyer, der "Rheinischen Post". Immerhin verdiene der Staat an jedem verkauften Fahrzeug über die Mehrwertsteuer mit. Eine Deckelung ergebe daher keinen Sinn. Zudem sei es nicht hinnehmbar, dass ein Käufer befürchten müsse, etwa aufgrund längerer Lieferzeiten nicht mehr in den Genuss der Prämie zu kommen. "Damit wird der Autokauf zum Lotteriespiel", kritisierte Meyer. Deshalb fordere der ADAC eine verbindliche Zusage der Bundesregierung, die bisher vorgesehene Fördersumme notfalls zu erhöhen.

Auch den Autohändlern reicht die derzeitige Regelung nicht aus. Sie wollen, dass die Abwrackprämie bis Jahresmitte garantiert wird. "Es geht darum, den Kunden die Unsicherheit zu nehmen", sagte der Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Helmut Blümer, am Dienstag. Zurzeit gebe es "eine an Hysterie grenzende Angst im Markt." Die Kunden fürchteten, angesichts der teils mehrmonatigen Wartezeiten auf die Wagen die Prämie für ihr altes Auto doch nicht zu erhalten. Die Händler wollten deshalb "Hektik aus dem Markt nehmen". Der Verband führe bereits entsprechende Gespräche mit dem Bundeswirtschaftsministerium und hoffe auf eine baldige Einigung.

Dem ZDK, der rund 18.000 Händler in Deutschland vertritt, geht es bei seiner Forderung auch um die eigenen Mitglieder: Die Autohändler rechnen die Prämie oft fest in ihre Preise ein. Damit gehen sie ein Risiko ein, denn zahlt der Staat das Geld nicht, haben sie einen Verlust von 2500 Euro. Die Händler wollen daher erreichen, dass die Abwrackprämie nicht mehr direkt an den Tag der Zulassung des neuen Autos gebunden ist, sondern mit der verbindlichen Bestellung eines Autos für den Kunden reserviert wird. Gezahlt werden solle sie dann, wenn das Auto auch tatsächlich geliefert und zugelassen wird. Blümer betonte allerdings, das Geld für die Prämie werde voraussichtlich ausreichen.

Glos hatte Aufstockung ausgeschlossen

Die Bundesregierung hat 1,5 Milliarden Euro für die Umweltprämie zur Verfügung gestellt. Diese Summe reicht, nach Abzug der Verwaltungskosten, rein rechnerisch für rund 600.000 Fahrzeuge. Die Anträge der Neuwagenkäufer werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Die Aktion ist bis zum 31. Dezember 2009 befristet. Der inzwischen zurückgetretene Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hatte am vergangenen Freitag bekräftigt, dass es bei den maximal 1,5 Milliarden Euro bleiben soll. Bei dem für die Auszahlung der Prämie zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gingen bis zum Wochenende etwa 17.500 Anträge ein.

Die Große Koalition hat die Abwrackprämie, die offiziell Umweltprämie heißt, im Rahmen ihres zweiten Konjunkturpakets eingeführt. Wer sein mindestens neun Jahre altes Auto verschrottet, erhält 2500 Euro für den Kauf eines Neu- oder Jahreswagens. Damit soll der Absatz der Autobranche angekurbelt werden, deren seit langem bestehende Probleme durch die Wirtschaftskrise verschlimmert wurden.

Seat will Kurzarbeit verkürzen

Die Verkaufszahlen waren zuletzt drastisch eingebrochen, inzwischen melden Händler aber einen steigenden Absatz insbesondere von Kleinwagen. Dies führt teils zu mehrmonatigen Wartezeiten für ein neues Auto. Die spanische VW-Tochter Seat kündigte am Dienstag an, die im Stammwerk in Martorell für März angeordnete Kurzarbeit um zwei Tage zu verringern. Grund seien Aufträge aus Deutschland für den Ibiza, die vier Mal so hoch seien wie erwartet. Deutschland ist größter Exportmarkt für Seat.

Die Rüsselsheimer General-Motors-Tochter Opel hatte bereits vergangene Woche angekündigt, wegen der stark gestiegenen Nachfrage nach ihren Kleinwagenmodellen Kurzarbeit in den Werken in Eisenach und im spanischen Zaragossa zu reduzieren. Auch andere Hersteller profitieren von der Abwrackprämie.

DPA/AP / AP / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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