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Spionagesoftware: NSA steckt hinter dem Trojaner "Regin"

Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky liefert jetzt ein handfestes Indiz dafür, das "Regin" von der NSA stammt. Der Code ist identisch mit dem eines anderen Programms, welches der Geheimdienst verwendet.

Mit dem komplexen "Regin"-Programm wurden jahrelang Unternehmen und Behörden vor allem in Russland und Saudi-Arabien ausgespäht

Mit dem komplexen "Regin"-Programm wurden jahrelang Unternehmen und Behörden vor allem in Russland und Saudi-Arabien ausgespäht

Hinweise auf eine Verbindung zwischen dem US-Abhördienst NSA und der Spionage-Software "Regin" gab es schon länger, jetzt gibt es ein weiteres handfestes Indiz dafür.

Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky stellte fest, dass "Regin" und ein von westlichen Geheimdiensten verwendetes Programm den selben Softwarecode für das Mitschneiden der Tastatur-Anschläge haben.

"Regin" spähte vor allem in Russland und Saudi-Arabien

Über das Spähprogramm "QWERTY", das von der Geheimdienst-Allianz "Five Eyes" eingesetzt wird, hatte vor kurzem das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Es hat Unterlagen dazu aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden. Zu der "Five Eyes"-Allianz gehören die Geheimdienste der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australien und Neuseelands.

Mit dem komplexen "Regin"-Programm wurden jahrelang Unternehmen und Behörden vor allem in Russland und Saudi-Arabien ausgespäht. Elemente von "Regin" sollen aber auch bei Angriffen der NSA und ihres britischen Partnerdienstes GCHQ auf EU-Institutionen und den belgischen Telekom-Konzern Belgacom festgestellt worden sein. Ende Dezember war "Regin" zudem auf einem Computer einer Mitarbeiterin im Europareferat des Kanzleramts entdeckt worden.

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