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Porsche unter Desktop-Computern "Solange der Vorrat reicht": Warum Apple nun den iMac Pro einstellt

Der iMac Pro wurde 2017 vorgestellt
Der iMac Pro wurde 2017 vorgestellt
© Picture Alliance
Er war der Porsche unter den Desktop-Rechnern aus Kalifornien, nun stellt Apple den iMac Pro ein. Seine  Stärke war das schicke Design - doch das war zugleich seine größte Schwäche.

"Solange der Vorrat reicht" - das ist eine Formulierung, die man aus den Wochenangeboten der Discounter kennt, aber eher nicht von Apple. Doch wer im Online-Shop der Kalifornier den iMac Pro aufruft, stößt auf ein begrenztes Angebot. Erhältlich ist nur noch das rund 5500 Euro teure Basismodell. Varianten mit mehr Speicher, RAM oder schnelleren Chips - die sogenannten Build-to-Order-Modelle, die je nach Ausstattung bis zu 16.000 Euro kosten konnten - werden bereits nicht mehr angeboten. Der iMac Pro ist ein Auslaufmodell - und es zeichnet sich ab, dass bald neue iMacs vorgestellt werden dürften.

Vorgestellt wurde der iMac Pro 2017. Er sollte zwei Welten vereinen: Mit seinem dunkelgrauen Finish sollte er ein Hingucker sein, zum anderen musste er auch anspruchsvollen Aufgaben gewachsen sein. Dafür integrierte Apple etwa Intels rechenstarke Workstation-Xeon-CPUs und ein effizientes Kühlsystem. Zuletzt wurde der Rechner im August 2020 mit neuen Prozessoren und Grafikchips aktualisiert, ansonsten blieb alles beim Alten.

Design war die Stärke und Schwäche des iMac Pro 

Sein schickes Design war der Blickfang und zugleich die Achillesferse des Rechners: Denn Profis sind darauf angeboten, ihre Geräte an eigene Bedürfnisse anpassen und aufrüsten zu können, ohne ständig neue Geräte kaufen zu müssen. Das ist beim iMac Pro nicht möglich. Für viele Profi-Anwenderinnen und -Anwender - etwa aus den Bereichen Musik- und Filmschnitt, Grafikbearbeitung, 3D-Visualisierung oder Spiele-Entwicklung - ist der 2019 vorgestellte, modular aufgebaute Mac Pro deshalb eine bessere Wahl. 

Das Ende des iMac Pro befeuert erneut die Gerüchteküche, die eine neue iMac-Reihe voraussagt. Erwartet wird neben der Integration von Apples hauseigenen M1-Chips, die im vergangenen Jahr in den Notebooks ihre Premiere feierten (mehr dazu hier und in unserem Test des Macbook Air mit M1-Prozessor) auch ein neues Design, welches sich an Apples Pro Display XDR anlehnen könnte. Womöglich werden die neuen Desktop-Computer zeitnah mit einem überarbeiteten iPad Pro vorgestellt.

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