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Konkurrenz für Sonos Apples Siri-Lautsprecher kommt am 9. Februar

Der Star des Abends ist der neue HomePod. Der smarte Lautsprecher hört dank Assistentin Siri aufs Wort. Im Gegensatz zu anderen Sprachlautsprechern wie Google Home und Amazon Echo soll er dazu noch einen hervorragenden Klang bieten, der sich etwa mit den Geräten der Soundexperten von Sonos messen können soll.
Siri aus der Dose: Das ist Apples Sprachlautsprecher HomePod
© Christoph Fröhlich
Hey Siri, du bist jetzt im Wohnzimmer: Am 9. Februar ist der Verkaufsstart für Apples HomePod-Sprachlautsprecher. Deutsche Nutzer können erst etwas später zuschlagen.

Auf der Technikmesse CES in Las Vegas waren Amazons Alexa und Googles Home-Lautsprecher die Stars. Ein bekannter Technikgigant spielte dagegen keine Rolle im Kampf der Sprachlautsprecher: Apple. Das will der Konzern nun ändern. Am 9. Februar beginnt der Verkauf des Siri-Lautsprechers HomePod, wie Apple nun bekanntgab. Ab Freitag kann er vorbestellt werden. In diesem Frühjahr wird HomePod in Deutschland und Frankreich erhältlich sein.

HomePod ist Apples Sonos-Herausforderer

HomePod ist das erste komplett neue Produkt seit der Apple Watch im Jahr 2014. Optisch erinnert der 18 Zentimeter große Lautsprecher an eine Mini-Version des Mac Pro, die mit einem Metallnetz überzogen ist. Auf der Oberseite gibt es ein Display, hier erkennt man etwa, wenn Siri anspringt. Der HomePod ist in zwei Farben erhältlich, weiß und schwarz. Er kostet 349 US-Dollar und ist damit deutlich teurer als sonstige Sprachlautsprecher.

Die Ambitionen sind groß. "Wir wollen das Musikhören zuhause neu erfinden", verkündete Apples Marketing-Chef Phil Schiller vollmundig bei der Präsentation im Sommer 2017. Mit seinem Siri-Lautsprecher fordert Apple in erster Linie nämlich nicht Amazons Echo oder Googles Home heraus, sondern Sonos. Im HomePod stecken ein 20-Millimeter-Subwoofer und sieben Hochtöner, die vollen 360-Grad-Sound liefern sollen. Zum Vergleich: Im Echo stecken gerade einmal ein Subwoofer und ein Hochtöner. Ebenso sieht es beim Sonos One aus (229 Euro). Selbst das Premiummodell (Play:5, 500 Euro) hat insgesamt nur sechs (drei Hoch- und drei Tieftöner) eingebaute Lautsprecher.

Einige offene Fragen

Eine Besonderheit: Mit Hilfe einer Raumvermessung kann HomePod seine Position im Raum bestimmen und den Klang auf die Umgebung anpassen, behauptet Apple. Wie gut das klappt, werden Tests zeigen. Bislang ist die Einmessung von Räumen mit Hilfe von Smartphones (Sonos) oder speziellen Mikrofonen (Yamaha) deutlich komplizierter. Als Funkstandard greift Apple auf das neue Format AirPlay 2 zurück, das nun auch Multi-Room-Sound unterstützt. Besitzt man mehrere HomePods, können diese miteinander gekoppelt werden.

Viele Details sind bislang aber noch unklar, etwa ob neben Apple Music auch andere Streamingdienste wie Tidal, Deezer oder Spotify via Sprachbefehl unterstützt werden. Ebenfalls nicht bekannt ist, ob HomePod mehrere Benutzer anhand der Stimme unterscheiden kann.

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cf

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