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Kampf der TV-Hersteller: Samsung dominierte den Markt für Premium-TVs - nun brachte eine Technik den Absturz

Samsung war lange Zeit der König der Fernseher-Welt. In den letzten anderthalb Jahren konnte jedoch LG vorbeirauschen. Am Absturz des einstigen Primus ist eine spezielle Technik Schuld.

Wollte man einen Fernseher kaufen, kam man lange kaum an vorbei. Die Südkoreaner dominierten das TV-Geschäft viele Jahre, in dem sie unzählige Modelle in allen Formen, Größen und Preisklassen in den Markt spülten. Aber auch im Premium-Segment (Fernseher jenseits von 2500 US-Dollar), wo es vor allem auf Innovationen und Spitzentechnik ankommt, blieb Samsung immer am Ball.

Mit Erfolg: 2015 lag der Marktanteil laut dem südkoreanischen Portal "The Investor", das sich wiederum auf Zahlen von IHS Markit bezieht, noch bei 57,7 Prozent. Doch nur ein Jahr später krachte er auf 20,3 Prozent. Und es gibt keine Anzeichen, dass sich Samsung davon erholt hat. Für den Absturz gibt es mehrere Gründe.

OLED sticht QLED aus

Der große Gewinner ist LG: Der Marktanteil wuchs im selben Zeitraum von 17,5 auf 43,1 Prozent. Auch Sony und Panasonic konnten zulegen. Alle drei Hersteller setzen auf Fernseher mit der sogenannten OLED-Technik. Im Vergleich zu herkömmlichen Fernsehern benötigen OLEDs (organische LEDs) keine Hintergrundbeleuchtung. Die Geräte können deshalb dünner und leichter gebaut werden, außerdem erzeugen sie ein tiefes, satteres Schwarz.

Samsung wollte mit seinen SUHD- und später QLED-Geräten dagegen halten, blieb aber chancenlos: In Vergleichstests haben meist die aktuellen OLED-Spitzen-Fernseher die Nase vorn. Marktforscher rechnen damit, dass OLED-Fernseher im Segment über 1000 Dollar bis 2019 um mehr als 50 Prozent zulegen werden.

Preisnachlässe und neue Technik

Die Prognose zwingt Samsung zu zwei Schritten: Zum einen senkt der Hersteller die Preise aktueller Modelle drastisch, um die Verkäufe anzukurbeln. Zum anderen treibt er die Entwicklung einer völlig neuen Technik voran. Koreanischen Berichten zufolge denkt Samsung über TV-Geräte mit neuartigen Micro-LED-Displays nach.

Für die Micro-LED-Technik wird keine Hintergrundbeleuchtung benötigt. Im Unterschied zu OLEDs werden aber keine organischen Materialien verwendet, sondern anorganische. Die Bildschirme sind zudem noch dünner und energieeffizienter als herkömmliche OLED-Displays und bieten schnellere Schaltzeiten. Dadurch reduzieren sich etwa Bewegungsunschärfen bei schnellen Bewegungen.

Bis zur Marktreife dürfte aber noch einige Zeit vergehen. Vermutlich wird die Technik zunächst in Geräten mit kleineren Displays Einzug halten - etwa in Smartphones oder Smartwatches. Auf der Technikmesse CES im kommenden Jahr erwarten Experten deshalb zunächst weiterentwickelte QLED-Modelle.  Ob Samsung damit Marktanteile zurückgewinnen kann, wird sich zeigen.

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