VG-Wort Pixel

YouTube, Facebook, TikTok und Co. Online Geld verdienen: Ein Familienvater verrät, wie er über 20.000 US-Dollar im Monat einnimmt

Ein Mann sitzt vor einem Laptop. Er arbeitet vermutlich Online.
Ein Mann verdient Online mit YouTube und Co. mehr als 20.000 US-Dollar monatlich und arbeitet nicht mal Teilzeit (Symbolbild)
© Westend61 / Imago Images
Ein einst alkoholabhängiger Mann aus den USA hat es geschafft: Er verdient mit dem Internet eine ansehnliche Geldsumme. Für maximal zehn Stunden Online-Arbeit pro Woche bekommt er mehr als 20.000 US-Dollar im Monat. Der Familienvater gibt nun Tipps zur passiven Einnahmequelle.

YouTube, Facebook, TikTok: Wer sich intelligent anstellt, kann im Internet viel Geld verdienen. Das hat Judd Albring aus der US-Großstadt Chicago bewiesen. Aufgrund seines Alkoholproblems konnte der heute 50-Jährige lange Zeit keinen festen Job finden. Dann bekam er sein Konsumverhalten jedoch in den Griff und arbeitete als Taxifahrer. Zusätzlich putzte er am Wochenende Fenster.

Damit war Albring nicht zufrieden. "Ich wollte mein eigenes Ding machen. Ich wollte nicht nur entscheiden, wann und wie lange ich Urlaub nehme, sondern auch meinen eigenen Gehaltsscheck ausstellen", schreibt er auf seinem YouTube-Kanal. Also fing er 2017 an, zu recherchieren, wie man online Geld verdienen kann. "[Ich] brachte mir digitales Marketing bei, weil ich von zu Hause aus zusätzliches Geld verdienen und mich gleichzeitig um meine Jungs kümmern wollte", erzählt er dem "Businessinsider". Denn seine Frau ist Lehrerin, sodass er die Rolle des Hausmannes hatte.

Der Familienvater erstellte einen YouTube-Kanal und veröffentlichte sein erstes Video, um Tipps für einen Remote-Job, Arbeitsmöglichkeiten von zu Hause aus und Affiliate-Marketing-Ratschläge zu geben. Als Ziel setzte er sich einen monatlichen Verdienst von 1000 US-Dollar. Doch es folgte die Enttäuschung: Albring erhielt lediglich 0,13 US-Dollar für die Weiterempfehlung eines Buches.

Aber er gab nicht auf, was sich auszahlte: Im Folgejahr nahm die Zahl seiner Abonnenten zu und er verdiente ein paar Dollar pro Tag mit Google AdSense, ein Online-Dienst zur Schaltung von Werbung auf Websites. Als die Corona-Pandemie im September 2021 bereits im vollen Gange war, suchten viele Menschen plötzlich nach Möglichkeiten, aus der Ferne Geld zu verdienen, erinnert sich der Familienvater. Dabei stießen zahlreiche Nuterzinnen und Nutzer auf ein Video des 50-Jährigen. Es kam schließlich auf 5,2 Millionen Aufrufe und nun hat er 305.000 Abonnenten auf Youtube – und gibt in seinen Videos Tipps rund um das Thema Arbeiten. "Ich begann, mehrere hundert Dollar pro Tag mit dem YouTube-Partnerprogramm zu verdienen und noch mehr mit den Produkten, die ich in meinen Videos empfahl", erinnert er sich.

"Nicht alles auf eine Karte setzen"

Inzwischen erhält Albring dank seines Bekanntheitsgrades Provisionen von Software- und Schulungsunternehmen, die Menschen bei der Gründung und dem Ausbau von Online-Geschäften unterstützen. Zudem verdient er Geld mit der Vermarktung von Job-Websites. Neulich habe er angefangen, einminütige Rezensionsvideos für das "Amazon Influencer-Programm" zu erstellen, wofür ihm in 60 Tagen über 2000 Dollar pro Monat gezahlt werden. Nach eigenen Angaben arbeitet er acht bis zehn Stunden pro Woche und verdient im Monat über 20.000 US-Dollar – Zahlen, die der "Businessinsider" geprüft hat.

"Es geht vor allem darum, qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen – nicht Quantität – und sie den richtigen Leuten zukommen zu lassen", erklärt der erfolgreiche YouTuber und Online-Marketing-Manager. Er rät: "Setzen Sie nicht alles auf eine Karte, indem Sie nur eine Social-Media-Plattform nutzen." Er selbst veröffentlicht seine Videos also nicht nur bei YouTube, sondern auch auf Facebook, Instagram und TikTok. Das bringe ihm zusätzliche Einnahmen ein. Wichtig für den Erfolg im Internet ist demnach auch das Formulieren eines guten Titels. Albring verwendet in seinen Inhalten den Hashtag "workfromhome".

Und er empfiehlt, soziale Medien nicht zur Unterhaltung sondern als Geschäft zu sehen. "Als ich aufhörte, mir Gedanken darüber zu machen, was andere Leute posten und was sie von mir denken, ging alles ganz schnell", sagt der 50-Jährige. Und weiter: "[Ich] verfolgte alles, was ich konnte, und lernte von denen, die das hatten, was ich wollte." So beschäftige er sich etwa mit dem Vermarkter und Unternehmer Russell Brunson und las sein Buch "Expert Secrets". Außerdem verfolgt er den Podcast "Smart Passive Income".

Online Geld verdienen erfordert Geduld

Heute lässt Albring 80 Prozent seiner Arbeit von Freelancern aus der ganzen Welt ausführen. Aktuell hat er auch einen Google Ads-Spezialisten eingestellt, welcher seine YouTube-Videos in einminütige Clips für Tiktok, Instagram und Facebook umgestaltet. Der 50-Jährige stellt klar: "Man muss geduldig und beständig sein." Denn es brauche Zeit, bis die in den sozialen Medien operierenden Algorithmen die Inhalte kennenlernen und schließlich der passenden Zielgruppe anzeigen.

Der Influencer empfiehlt unbedingt, eine E-Mail-Liste aufzubauen. Denn: "Den Großteil meines Geldes verdiene ich mit Emails." Mithilfe des Tools "ActiveCampaign" plane und verschicke er alle seine E-Mails. Dabei geht es darum, verschiedene Produkte und Schulungen zu empfehlen und sein Wissen zu vermitteln. Außerdem enthalten seine Mails Affiliate-Links, welche ihm Provisionen einbringen, wenn seine Leserinnen und Leser über den Link etwas kaufen. Er sagt aber: "Was in E-Mails nicht funktioniert, ist der Versuch, in jeder E-Mail etwas zu verkaufen."

Mittlerweile hat sich der frühere Alkoholiker also ein passives Einkommen aufgebaut und verbringt seine "Arbeitszeit" nur noch damit, online nach Videoideen zu recherchieren und Kurzfilme aufzunehmen, wie er berichtet.

QuellenBusinessinsider, YouTube

Mehr zum Thema

Newsticker