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Schönheits-OPs: Mit 35 alt: Warum sich im Silicon Valley immer mehr Männer unters Skalpell legen

Beim Silicon Valley denken wohl die wenigsten an Jugendkult und perfekte Körper. Trotzdem steigt dort die Zahl der Schönheits-Operationen bei Männern stetig an. Vermeintliches Altsein kann man sich dort einfach nicht leisten.

Botox und andere Antifalten-Behandlungen sind besonders beliebt (Symbolbild)

Botox und andere Antifalten-Behandlungen sind besonders beliebt (Symbolbild)

Getty Images

Ewige Jugend und ein perfekter Körper: Was vor allem Frauen nur wenige Hundert Kilometer entfernt in Hollywood seit Jahrzehnten als gesellschaftlichen Druck gewohnt sind, verbindet niemand mit den Technologie-Konzernen des Silicon Valley. Doch die Zeiten der muffigen Programmierstuben voller pickliger Nerds sind längst vorbei. Und im Valley steigt die Zahl der Männer, die den eigenen Körper auch mit ärztlicher Hilfe optimieren.

Dabei geht es aber weniger als in Hollywood um das Einhalten von Schönheits-Idealen, berichtet die "Washington Post". "In Meetings bemerken Männer mittleren Alters schnell, dass alle um sie herum jünger und frischer aussehen. Sie erklären mir, dass sie unangenehm auffallen", erklärt Schönheits-Chirurg Larry Fan von den Wünschen seiner vermehrt männlichen Kunden.

Alt mit 35

Dabei geht es den Männern nicht nur um den eigenen Look: "Im Silicon Valley glaubt man, dass es ab einem Alter von 35 bergab geht", so Fan. "Die Menschen hier schätzen die Jungen für ihre Leidenschaft und die Fähigkeit, Dinge auf neue Weisen zu betrachten." Zu alt auszusehen, wird auch mit einem Mangel an frischen Ideen und Durchhaltevermögen verbunden - und kann so die Chance auf gute Stellen kosten.

"Ende der Neunziger, Anfang der Zweitausender interessierte es niemanden, wie man aussieht", erzählt Daniel, der sich als Enddreißiger für Botox und leichtere Eingriffe entschied. "Aber nun ist da eine völlig neue Generation. Die hat völlig andere Erwartungen und das fängt auch beim Aussehen an. Man sieht mehr Leute, die in Form sind und modischer gekleidet sind. Und wenn dann die anderen bei der Arbeit wissen, dass man älter ist, kann das bei der Verteilung von Posten schnell schaden."

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"Man ist umgeben von Leuten, die frisch aus der Uni kommen und sehr ambitioniert sind. Und man spürt den Druck, sich da anzupassen", pflichtet ein weiterer Entwickler bei. "Man will nicht, dass die Leute vermuten, dass man, nur weil man nicht mehr in den Zwanzigern ist, nicht mehr so lange arbeiten oder einen erfolgreichen Lebensstil führen kann."

Die Angst, als älterer Bewerber schlechtere Job-Chancen zu haben, ist nicht unbegründet. Google zahlte beispielsweise 230 Bewerbern eine Summe von insgesamt 11 Millionen Dollar aus, weil diese wegen Altersdiskriminierung im Bewerbungsprozess gegen den Internetgiganten geklagt hatten.

Investment Schönheits-OP

Viele sehen die Schönheits-Maßnahmen auch als Investition. Nick, ebenfalls über 40, steckt etwa alle paar Monate 500 Dollar in Botox-Behandlungen. "Es gibt viele Studien, nach denen besser aussehende Menschen auch mehr verdienen. Aus meiner Sicht ist das ein Investment von 2000 Dollar im Jahr, das sich wirklich auszahlt."

Ein wichtiger Faktor dürfte sein, dass auch die Top-Manager der erfolgreichen Unternehmen längst nicht mehr die Nerds aus alten Zeiten sind. Früher war Bill Gates trotz merkwürdiger Frisur und schlecht sitzender Kleidung ein Vorbild. Heute sind die milliardenschweren Valley-Bosse wie Apple-Chef Tim Cook schlank und gut gekleidet, strahlen wie Elon Musk gutaussehend und selbstbewusst von der Bühne.

"Die Leute hier wollen alles", erklärt Fan. "Sie wollen sich fühlen, als ob sie hart arbeiten und Großes erreichen, dabei aber eine hohe Lebensqualität genießen, die gutes Essen, Sportlichkeit, Geld und Reisen beinhaltet. Wenn man die Welt verändern kann - warum sollte man dann nicht sein Äußeres verändern?"

Auffallen darf das natürlich nicht. Besonders beliebt sind daher Behandlungen wie Injektionen, Faltenreduzierung oder "Cool Sculpting", bei dem Fettzellen erfroren werden, was die Figur strafft. Die meisten Behandlungen erlauben es laut der "Post" nach einigen Tagen wieder im Büro zu sitzen.

Das Problem setzt sich fest

Von dem Schönheitskult sind aber nicht nur die Älterwerdenden betroffen. "Männer kommen immer jünger zu uns", erzählt Schönheits-Expertin Lavanya Krishnan. "Manchmal kommen welche in ihren Zwanzigern und wollen Injektionen und Laserkorrekturen." Sie würde diese Kunden dann als zu jung ablehnen. 

Das Problem wird sich nicht ohne Weiteres lösen lassen. "Der Druck ist mittlerweile sozusagen im Trinkwasser", befürchtet Therapeutin Celeste Hirschman. "Die Leute vergleichen sich mit Milliardären, also fühlen sie sich als Versager. Wenn du dich immer mit Steve Jobs vergleichst und dann noch ständig die Anerkennung deiner Umgebung erhoffst, wirst du niemals glücklich."

Quelle: Washington Post

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