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Adventskalender im März So clever sorgt Apple trotz unspektakulärer Neuerungen für einen Hype

Adventskalender im März: Apple-Chef Tim Cook hat das Marketing von Meister Steve Jobs gelernt
Apple-Chef Tim Cook hat das Marketing von Meister Steve Jobs gelernt
© Christoph Dernbach/ / Picture Alliance
Am Montag lädt Apple zum großen Event nach Cupertino - nur Hardware soll es dort keine geben. Doch das hält Apple nicht davon ab, auf clevere Weise seine neuesten Geräte unterzubringen.

Am Montag ist es soweit: Unter dem Motto "It's Show Time" lädt Apple ins "Steve Jobs Theatre" im heimischen Cupertino ein. Der stern wird live vor Ort berichten, wenn Apple dort wohl seinen lang erwarteten Streamingdienst vorstellt. Schnell war klar: Trotz zahlreicher Gerüchte um neue iPads, Airpods und iMacs soll es bei dem Event keine neue Hardware geben. Doch Apple wäre nicht Apple, wenn man die anstehenden Neuheiten nicht trotzdem clever untergebracht hätte.

Statt die Geräte ausführlich auf der Bühne zu präsentieren, entschied sich Apple für die eigentlich unglamouröse Variante - und packte sie einfach in den eigenen Shop. Alles auf einmal auftauchen zu lassen, wäre aber zu einfach gewesen. Also entschied man sich für eine Art Adventskalender. Tag für Tag enthüllte der Konzern diese Woche neue Produkte. Am Montag kamen zwei iPads, gestern waren iMacs und heute die AirPods dran. Aus der Gerüchteküche fehlen nun nur noch der iPod Touch sowie die kabellose Ladematte AirPower, sie werden für die beiden nächsten Tage erwartet.

Clevere Strategie

Die ungewöhnliche Strategie hat für Apple viele Vorteile. Am Montag kann man sich ohne Ablenkung um den wichtigen Streamingdienst kümmern, hat viel Raum für die selbst produzierten Serien, ohne vorher einen Produktmarathon abwickeln zu müssen.

Zudem ist keines der neuen Produkte so spektakulär, dass man es auf der Bühne hätte zeigen müssen. Das neue iPad Mini etwa ist zwar das erste Update der Serie seit 2015, außer dem kleinen Formfaktor mit 7,9-Zoll-Display unterscheidet es sich aber kaum von den zuletzt gezeigten iPads. Auf der Bühne wäre das als Neuerung eher mager gewesen. Auch schnellere Prozessoren beim iMac oder Siri per Sprachaktivierung bei den AirPods sind logische Weiterentwicklungen, die keine langen Erklärungen brauchen. Die Produkte sind alle klar besser als die Vorgänger, eine neue Geschichte erzählen sie nicht.

Wohl auch deswegen entschied sich Apple, die Neuheiten eine nach der anderen im eigenen Shop auftauchen zu lassen. So bekam jedes der Produkte seine Aufmerksamkeit, während sie sonst vermutlich in einem einzelnen Aufwasch abgehandelt worden wären. Und: Jeden Tag gab es auf den einschlägigen Seiten Neues zu Apple zu lesen. Selbst die kleinen Neuerungen wurden so zum großen Thema gemacht, die Aufregung wird bis Montag am Kochen gehalten. Hype kann eben keiner so gut wie Apple. Auch jenseits der großen Bühne.

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