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Nach Motorola-Kauf: Wie Lenovo Apple und Samsung herausfordert

Lenovo gehört IBM und Medion, nun kauft das chinesische Unternehmen Motorola. Es ist der Auftakt einer globalen Expansion: In diesem Jahr könnten die Smartphones auch nach Deutschland kommen.

Von Christoph Fröhlich

Kennen Sie Yang Yuanqing? Nein? Das ist kaum verwunderlich: In Deutschland ist der Chinese nahezu unbekannt. Selbst sein Unternehmen Lenovo (Chinesisch für "Neue Legende") kennen viele nur aus dem Elektromarkt, die Strahlkraft der Marke ist nicht vergleichbar mit der von Apple oder Samsung. Im Land der Mitte dagegen kennt jedes Kind die Firma und ihren Chef. Er ist ein Pop-Star, eine Art Steve Jobs des fernen Ostens. Sein Unternehmen hat ihn zu einem mächtigen Mann gemacht: Fast jeder fünfte Computer auf der Welt wird von Lenovo verkauft, der chinesische 30.000-Mann-Betrieb ist damit offiziell die Nummer eins am PC-Markt.

Was die meisten Menschen nicht wissen: In vielen deutschen Wohnzimmern stehen über Umwege bereits Lenovo-Produkte unter den Schreibtischen, das Unternehmen hält 87 Prozent der Anteile des Essener Betriebs Medion, der durch seine Aldi-PCs bekannt wurde. Während der gesamte PC-Markt seit Jahren eine Talfahrt erlebt, gelang Lenovo das Kunststück, in der Krise noch weiter zu wachsen. Mit ansehnlichen Geräten zu günstigen Preisen erarbeitetet der Konzern sich einen guten Ruf. Branchenschwergewichte wie Acer und HP können nur chancenlos zusehen.

Ashton Kutcher hilft mit

Doch was nützt der Platz auf einem Thron, der bereits wegbröckelt? Nicht viel, das weiß auch Yuanqing. Denn statt Computern wandern zunehmend Smartphones und Tablets über die Ladentheken. Doch die Zeichen stehen gut, dass Lenovo auch in diesem Markt in den kommenden Jahren mitmischen wird. Mit dem Yoga-Tablet, dass von Hollywoodstar Ashton Kutcher mitentwickelt wurde, feierte Lenovo im Herbst vergangenen Jahres einen Achtungserfolg. Das Gerät überzeugte nicht nur mit einem innovativen Design, sondern auch mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Auch im Smartphone-Bereich ist Lenovo bereits einer der Big Player. Weltweit liegt das Unternehmen vor Mitbewerbern wie Sony, HTC oder Blackberry, sie sind mittlerweile auf Augenhöhe mit LG oder den chinesischen Konkurrenten Huawei angekommen. Im dritten Quartal 2013 war Lenovo auf Platz drei hinter Samsung und Apple. Und das, obwohl die Lenovo-Smartphones in weiten Teilen der Welt nicht einmal verkauft werden. In Europa startet der Verkauf der Telefone laut Branchenkennern vermutlich erst in diesem Jahr, in den USA sind die Geräte ebenso Mangelware. Das soll sich nun ändern.

Neue Märkte im Visier

Mit dem #link;www.stern.de/wirtschaft/news/29-milliarden-dollar-deal-google-verkauft-handy-geschaeft-von-motorola-an-lenovo-2086594.html;spektakulären Kauf von Motorola# für knapp 2,9 Milliarden US-Dollar können die Chinesen ihre internationale Expansion weiter vorantreiben und sich für den Weltmarkt rüsten. Mit einer bekannten Marke wie Motorola könnte der Einstieg in westliche Märkte erleichtert werden: Denn solche Erfolge aus China, das provoziert bei vielen Nutzern immer auch Angst. Vor zwei Jahren warnte etwa der US-Kongress vor Huawei und dem ebenfalls chinesischen Telekommunikationsunternehmen ZTE, beide Firmen wurden als Sicherheitsrisiko eingestuft. Angeblich würden in deren Technik Einfallstore für Hacker und Spione eingebaut sein, hieß es in einem Bericht. Diese Vorwürfe wurden nach einer Untersuchung des US-Präsidialamts fallengelassen, doch das Misstrauen blieb bei vielen Nutzern.

Langfristig muss Lenovo die Transformation vom PC-Marktführer zum Smartphone-Riesen gelingen: Gut die Hälfte des Umsatzes wurden nach jüngsten Quartalszahlen mit Notebooks erwirtschaftet, weitere knapp 28 Prozent mit Desktop-Computern. Der Anteil des Smartphone-Geschäfts lag bei gerade einmal 15 Prozent. Hier ist noch Luft nach oben: Im Jahr nach dem Abschluss der Übernahme wolle Lenovo 100 Millionen Telefone weltweit verkaufen. "Wir wollen ein Global Player im Smartphone-Bereich werden", sagte Lenovo-Chef Yang Yuanqing dem "Wall Street Journal". "Der Motorola-Deal ist eine Abkürzung in die Vereingten Staaten." Ob diese Rechnung aufgeht, muss sich zeigen: Die letzten Motorola-Handys verkauften sich in den USA schlecht.

Turnübungen und plappernde Amerikaner

Dass Lenovo den Schritt von der chinesischen Computerklitsche (das Startkapital der Firma betrug lediglich 25.000 Dollar) zum internationalen Konzern mit Bravour bestanden hat, zeigt die jüngste Entwicklung des Unternehmens. Der Kauf der PC-Sparte von IBM für 1,75 Milliarden Dollar vor einigen Jahren war nicht nur der vielleicht wichtigste Meilenstein des Unternehmens, sondern auch seine größte Herausforderung. Denn viele Probleme der Übernahme waren kultureller Natur, schreibt das Schweizer Medienunternehmen SRF: "So sollen sich die amerikanischen Mitarbeiter an vorgeschriebenen Pausen für Turnübungen gestört haben oder daran, dass Zuspätkommen an Sitzungen nun öffentlichen Tadel nach sich zog", heißt es in dem Bericht. Im Gegenzug seien die chinesischen Angestellten nur schwer damit zurechtgekommen, "dass die Amerikaner auch dann noch redeten, wenn sie eigentlich gar nichts mehr zu sagen hätten".

Gelöst wurden diese Probleme dadurch, dass sich Lenovo mehr und mehr von dem Führungsstil eines chinesischen Unternehmens verabschiedet hat. Neben der Zentrale in Peking eröffnete Lenovo nach der Übernahme von IBM eine weitere im US-amerikanischen Bundesstaat North Carolina. Die offizielle Firmensprache ist seit Jahren Englisch.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.