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Project Ara: Wieso das revolutionärste Smartphone der letzten Jahre krachend scheiterte

Ara, ein Smartphone mit austauschbaren Bauteilen, war das vielversprechendste Technik-Projekt der letzten Jahre. Doch das Experiment ist krachend gescheitert. Ein Insider erzählt nun, welche Probleme es gab - und wie große Konzerne ticken.

Das Ara-Smartphone konnte aus verschiedenen Bauteilen zusammengesteckt werden

Das Ara-Smartphone konnte aus verschiedenen Bauteilen zusammengesteckt werden

Zu wenig Speicher, eine miese Kamera, ein ausgelutschter Akku? Bislang bleibt einem dann nichts anderes übrig, als ein neues Smartphone zu kaufen. Das geht ins Geld und ist eine enorme Ressourcen-Verschwendung. Denn nur weil die Kamera kaputt ist, muss man ja nicht gleich das ganze Handy wegwerfen. Doch genau das wird meist getan.

Umso vielversprechender wirkte daher Motorolas "Project Ara", in dem das Smartphone von Grund auf neu gedacht wurde. Hier sollte man das Telefon nicht als fertiges Komplettpaket kaufen, vielmehr  konnte man Ausstattung und Gestaltung des Geräts mit Hilfe von Modulen, die aussahen wie Legosteine, selbst gestalten. Die Erwartungen waren hoch, doch das Projekt scheiterte krachend. Das US-Portal "VentureBeat" hat die Geschichte vom Aufstieg und Fall des wohl revolutionärsten Smartphones der letzten Jahre nun in einem lesenswerten Bericht nacherzählt.

Motorola unter Druck

Die Geschichte des modularen Smartphones beginnt am 10. September 2013. An jenem Dienstag stellt Apple das iPhone 5s vor. Alle Augen sind nach San Francisco gerichtet. Dabei ist die wahre Revolution auf Youtube zu sehen, als der niederländischen Jung-Designer Dave Hakkens sein College-Abschlussprojekt "Phonebloks" hochlädt. Zu sehen ist darin die Vision eines Lego-Smartphones, in dem sich alle Teile - vom Bildschirm bis zum Prozessor - austauschen lassen.

"Phonebloks": Ein Handy zum Selberbauen

Das Video geht in den sozialen Netzwerken durch die Decke, innerhalb von 48 Stunden hat es Millionen Abrufe. Auch Dan Makoski, Lead-Designer bei Motorolas ATAP-Team (Advanced Technology and Projects), schaut sich den Clip an - und er traut seinen Augen kaum. Sein Team arbeitet seit einem Jahr unter strikter Geheimhaltung an einem ähnlichen Gerät.

Plötzlich steht er unter Druck: Geht er an die Öffentlichkeit oder hält er lieber die Füße still? Doch sieht er dann nicht wie ein dreister Ideendieb aus? 48 Tage später lässt Motorola schließlich die Katze aus dem Sack und stellt Project Ara vor. "Gäbe es Dave Hakkens virales Video nicht", sagt Makoski im Gespräch mit "Venturebeat", "hätten wir Ara mindestens ein Jahr später angekündigt."

Das Gegenteil von Apple

Makoski prägt das Ara-Projekt wie wenige andere. Der Goldstandard der Smartphone-Branche war für ihn immer das iPhone. "Ich liebe Apples Design, aber die Maker-Bewegung zeigte, dass es auch ein anderes Modell gibt. Apple will das perfekte Objekt erschaffen. Für mich ist es der ultimative Ausdruck von Henry Fords Vision, ein Objekt eine Million Mal perfekt zu bauen", erklärt Makoski. "Aber meine Frage ist: Was, wenn wir exakt das Gegenteil tun?"

Motorolas damaliger Chef Dennis Woodside ist allerdings nicht begeistert von Project Ara. "Er sagte 'Ja, cool Leute, das ist interessant. Aber ihr wisst, dass dieses Maker-Zeug eine Nische ist. Niemand wird sich dafür interessieren", so Makoski.

Als Google Motorola im August 2011 für 12,5 Milliarden US-Dollar übernimmt, weht ein anderer Wind im Konzern. Die Aufmerksamkeit des Entwicklungs-Teams verlagert sich deshalb auf das Moto X. Iqbal Arshad, der eine leitende Position in Motorolas Ingenieurs-Team innehatte, sagt: "Ich habe keine Zeit für dieses verrückte Modular-Ding. Das ist architektonischer Wahnsinn."

Visionär gestartet, im Alltag durchgefallen

Doch dann veröffentlicht Hakkens das Phonebloks-Video, und das Netz dreht durch. Zahlreiche Firmen melden sich bei dem Niederländer, unter anderem Google. Von Rotterdam aus fliegt Hakken zum Motorola-Campus in Sunnyvale. Der Suchmaschinenriese versucht ihn anzuheuern, doch er will unabhängig bleiben. Am Ende einigen sie sich darauf, dass Hakken als Botschafter für das Bastel-Smartphone fungiert.

Die nächste Wende kommt 2014, als Google Motorola an den chinesischen Hersteller Lenovo verkauft. Die ATAP-Labors, in denen Ara entwickelt wird, behält der Konzern aber für sich. Der Plan: Das Basispaket des Ara-Phones soll gerade einmal 50 US-Dollar kosten und damit für Menschen in Entwicklungsländern erschwinglich sein. Premium-Modelle mit schnelleren Prozessoren und besseren Kameras wären für einen Aufpreis erhältlich gewesen. Angepeilt wurde ein Marktstart im Februar 2015.

Abstimmung

Ein Smartphone mit austauschbaren Bauteilen - würden Sie das kaufen?

Makoski verlässt nach nur zwei Jahren das ATAP-Labor. Die Entwicklung läuft aber auch ohne ihn vielversprechend weiter, auch wenn der Zeitplan nicht mehr zu halten ist. Im Oktober 2014 wird der erste funktionierende Prototyp gezeigt, im Januar 2015 die ersten Module. Doch dann tauchen immer mehr Probleme auf: Die Magnete, welche die Module an ihrem Platz halten sollen, sind nicht stark genug, und die Verhandlungen mit Partnern kommen ins Stocken. Dennoch wird ein kommerzielles Pilotprojekt in Puerto Rico geplant.

Doch es kommt, wie es kommen musste: Viele Probleme lassen sich nicht beheben, der Test wird abgeblasen. Der Ara-Release wird auf 2016 verschoben. Im Juni 2015 geht ein weiterer Chef von Bord. "Ich erinnere mich, dass Phonebloks als 10-Jahres-Vision geplant war", sagt Hakkens gegenüber "Venture Beat". "Und dann kam Google und verkündete 'Okay, wir machen es in zwei Jahren'. Das war viel zu ambitioniert."

Neuanfang als Premium-Phone

Die Vision vom 50-Dollar-Smartphone war am Alltag gescheitert. Unter der neuen Leitung peilt man nun das andere Extrem an: Ara soll ein Highend-Phone werden und zeigen, zu was ein Smartphone imstande ist. Man erträumt sich ein Business, wie es Apples App Store ermöglicht hat - von spezialisierten, nachrüstbaren Kameras bis hin zu Premium-Lautsprechern.

Eine besonders ungewöhnliche Idee ist die einer Technologieagentur, die ein Modul entwickeln will, in dem ein winziges Aquarium mit lebenden Mikroorganismen und Mikroskop verbaut ist, durch das man per App hindurchschauen kann. Google ist angetan von der Idee, und die Begeisterung elektrisiert das Ara-Team. Es gibt immer mehr Neuzugänge. Es scheint, als würde es im zweiten Anlauf klappen.

Ara scheitert endgültig

Auf das Hoch folgt das nächste Tief. Die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergej Brin erschaffen den Mutterkonzern Alphabet und strukturieren das Unternehmen neu. Sundar Pichai übernimmt das Ruder bei Google, ihm untersteht das ATAP-Labor und damit Project Ara. Um weitere Rückschläge wie die gescheiterten Projekte Google Glass und Nexus Q zu verhindern, wird Motorola-Chef Rick Osterloh als neuer Leiter installiert.

Und man will den großen Knall. Ara soll der Star der Entwicklermesse Google I/O im Sommer 2016 werden. Doch im April wird Regina Dugan, Leiterin der Motorola-Abteilung für innovative Forschung, überraschend von Facebook abgeworben. Damit fehlt nicht nur viel Expertise, sondern auch ein bekennender Fürsprecher des Ara-Projekts. Am Ende wird das Selberbau-Telefon nicht wie geplant auf der I/O gezeigt.

Das Klima verschlechtert sich zunehmend: LG setzte bei seinem Flaggschiff-Smartphone G5 ebenfalls auf austauschbare Module, doch bei den Kunden konnte das Konzept nicht punkten. Das G5 wird ein Flop. Zugleich wird die Auslieferung der Ara-Entwicklergeräte auf 2017 verschoben. Schließlich legt Osterloh das Projekt ganz auf Eis.

Ungewisse Zukunft

Die existierenden Prototypen sind weggesperrt, das Ara-Team arbeitet längst an anderen Projekten. Die Zukunft ist ungewiss. Vielleicht verkauft Google eines Tages die Ara-Lizenz an einen anderen Hersteller, doch spruchreife Pläne gibt es noch nicht.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.