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Finanztest Nicht billig, aber attraktiv: Das bieten die "Young"-Tarife der Mobilfunk-Anbieter wirklich

Das Smartphone ist für viele junge Menschen längst nicht mehr wegzudenken (Symbolbild)
Das Smartphone ist für viele junge Menschen längst nicht mehr wegzudenken (Symbolbild)
© pixelfit
Nahezu alle Provider bieten Tarife, die sich speziell an Menschen unter 28 wenden. Lange galten die als Spartipp. "Finanztest" hat sich die Tarife nun vorgeknöpft – und erklärt, warum viele junge Leute woanders günstiger wegkommen.

Chatten bei Whatsapp, am Leben der Freunde bei Instagram teilhaben, Serien streamen bei Netflix, alles untermalt vom Soundtrack bei Spotify: Für die meisten junge Menschen ist das Smartphone ein essenzieller Begleiter. Gleichzeitig ist das Budget für den Mobilfunk-Tarif oft klein. Kein Wunder, dass die Mobilfunk-Provider die so wichtige Zielgruppe mit speziellen "Young"-Tarifen zu ködern versuchen. Doch lohnt sich das wirklich? "Finanztest" hat sich die Tarife angeschaut - und antwortet mit einem klaren "Jein".

Denn obwohl die großen Anbieter Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 ihre Angebote für Kunden unter 28 Jahren als besonders günstig bewerben, sind sie das im Vergleich oft gar nicht. Vor allem gegenüber der Konkurrenz der Discounter sind diese "Young"-Tarife recht teuer. Sieht man von Rabatten für die ersten Monate ab, kostet der günstigste von "Finanztest" entdeckte Tarif immer noch knapp 20 Euro - und bietet dafür magere zwei Gigabyte Datenvolumen. Soviel gibt es bei Discountern teilweise schon für sechs Euro im Monat.

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Der Vergleich lohnt

Trotzdem kann man mit den Tarifen teilweise kräftig sparen - wenn man genau vergleicht. Tatsächlich bieten die Provider oft ihre größeren Tarife mit zusätzlichem Datenvolumen oder einem dauerhaften Rabatt auf die Grundgebühr an. Zudem enthalten alle gelisteten Tarife die schnelle Datenverbindung über LTE, das es bei Discountern oft nur gegen Aufpreis gibt. Als Schnäppchen taugen die Tarife laut "Finanztest" daher dann, wenn man als Kunde viel schnelles Datenvolumen benötigt.

So gibt es bei der Telefónica etwa schon für 20 Euro ganze 20 Gigabyte Datenvolumen. Auch 1&1, Vodafone und die Vodafone-Tochter Otello haben für unter 30 Euro Tarife mit über 10 Gigabyte Volumen und mehr im Gepäck. Dabei muss man aber auf die Geschwindigkeit achten: Während etwa bei Vodafone die Nutzer mit bis zu 500 Mbit die Sekunde surfen, sind die 1&1-Tarife bei 21,6 Mbit gedeckelt.

Wer wegen einzelner Dienste noch mehr Volumen braucht, sollte sich sogenannte "Zero Rating"-Tarife bei Telekom ("StreamOn") und Vodafone ("Vodafone Pass") anschauen. Die erlauben es, bestimmte Angebote wie Netflix oder Instagram aus dem Datenvolumen auszunehmen. Schaut man ständig unterwegs Videos, belasten die dann nicht das Datenvolumen. Eine Alternative sind echte Flatrates ganz ohne Volumenbegrenzung. Die gibt es bei Telekom und O2, die Kosten sind mit mindestens 60 Euro monatlich aber recht hoch.

Kostenfalle Geburtstag

Ein Stolperstein ist in der Regel die Altersbegrenzung: Wird man während der Tarif-Laufzeit 29 Jahre alt, entfallen die Rabatte bei der automatischen Verlängerung, danach werden die normalen Preise fällig. "Finanztest" empfiehlt daher, die Tarife rechtzeitig zu kündigen.

Den vollständigen Test inklusive eines ausführlichen Vergleichs der Tarife finden Sie gegen Gebühr bei test.de


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