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Powerbox Ecoflow River 2 Pro – kleine Powerbox mit "ewiger" Akkulebenszeit

Auch die "große" Pro der Serie bleibt übersichtlich. Wie gewohnt lassen sich DC und AC gesondert ein- und ausschalten.
Auch die "große" Pro der Serie bleibt übersichtlich. Wie gewohnt lassen sich DC und AC gesondert ein- und ausschalten.
© stern
Die River-2-Serie ist klein und kompakt. Die neue Version überzeugt mit ihrer fünfjährigen Garantie und Akkus, die 3000 volle Zyklen durchhalten sollen. Im Privatgebrauch kann man das mit "lebenslang" übersetzen.

Ecoflow erneuert sein Angebot an "kleinen" Powerboxen und brachte zum November die River-2-Serie heraus. Das sind drei Geräte: Die River 2,River 2 Max und River 2 Pro. Im Vergleich zur Delta-2-Serie sind die Boxen deutlich kleiner, günstiger und sie haben weniger Kapazität. Das Modell River 2 bringt es auf 256 Wattstunden, die Max auf 512 Wattstunden und die größte Station der Serie, die Pro, immerhin auf 768 Wattstunden. Die River-2-Serie hört also da auf, wo die Delta-2-Serie beginnt. Wie haben uns das Topmodell angesehen.

Klein und leicht

Diese kleinen Geräte eignen sich für spezielle Anwendung. Etwa wenn man LED-Licht haben möchte, dazu das Smartphone aufladen und mal den Laptop. Oder auch wenn ein Fotograf eine leichte Drohne wieder startklar machen möchte. Sie sind aber keine Alleskönner, an die man Föhn, Kochplatte oder Schlagbohrer anschließen kann, dafür sind sie zu schwach auf der Brust. Doch sind sie leicht und transportabel. Die Modelle der Serie liegen zwischen 3,5 und 7,5 Kilogramm – ein "Alleskönner" mit 2000 Wattstunden bringt über 20 Kilogramm auf die Waage. Die Geräte bleiben in der gleichen Klasse wie die Vorgänger, in den Details ist alles besser geworden. Die Geräte kommen – wenn sich der Kunde registriert – nun mit fünfjähriger Garantie ins Haus. Das wirkt beruhigend. Der TÜV Rheinland hat die River-2-Serie geprüft, seine Auszeichnung "Zuverlässiges Ladegerät" schafft Vertrauen.

Die neuen LFP-Akkus sollen 3.000 volle Ladezyklen überstehen, bis die Restkapazität auf 80-Prozent gesunken ist, verspricht Ecoflow. Wenn die Box jeden Werktag komplett leergesaugt wird, sind das zehn Jahre Betrieb. In privater Nutzung kann man das auch mit "ewig" übersetzen. Auch wichtig für den mobilen Einsatz: Die Boxen laden in etwa einer Stunde komplett auf.

Sicherheit durch Garantie 

Wir haben uns die größte Box der Serie genauer angesehen, die River 2 Pro. Hier kann man ehesten "normale" Stromverbraucher anschließen. Die Box hat drei 230-Volt-Wechseltstrom-Anschlüsse. Sie können 800 Watt Dauerleistung abgeben und kurzfristig 1600 Watt im sogenannten X-Boost-Modus. Diese Box braucht zum Aufladen 70 Minuten. Während die Delta-Modelle die Form eines hochgestellten Quaders haben, hat die Pro eine kompakte Würfelform. Die kleineren Modelle der Serie sind flacher. An der Rückseite ist ein Tragegriff integriert. Er steht nicht heraus, zum Anfassen wurde das Gehäuse ausgespart. Die Box lässt sich kompakt unterstellen und gut tragen. Das Gewicht von etwa acht Kilo stellt auch keine besondere Herausforderung da. Das Gehäuse hat abgerundete Ecken. Das Material ist robust und fühlt sich dennoch angenehm an. Es ist – wie bei allen Ecoflow-Geräten – in zwei Anthrazit-Tönen gehalten, die Box sieht dadurch sehr edel aus und würde sich auch in eine stylishe Wohnung integrieren. Anders als Geräte von Hersteller, die auf Signalfarben setzen.

Laden auch per Solar, KFZ-Buchse und USB-C

Neben den drei 230-Volt-Dosen gibt es 3 USB-A und einen USB-C-Anschluss. Über USB-C kann die Box auch aufgeladen werden. Dazu kommen DC-Gleichstrom-Ausgänge – darunter der bekannte Kfz-Stecker mit 12,6 Volt. Der Strom geht "rein" über ein 230-Volt-Kabel. Das Netzteil ist in der Box integriert und muss nicht extra mitgenommen werden. Wir empfinden es als Vorteil, kein zweites Gerät mitnehmen zu müssen. Schnelle Ladezeit und integriertes Netzteil führen aber dazu, dass der Lüfter beim Stromtanken merklich arbeitet. Neben dem USB-C-Eingang gibt es einen Anderson-Port. Hier kann man mit einem mitgelieferten Kabel während der Fahrt aus der Kfz-Buchse aufladen oder ein Solarpanel anschließen. Die Solar-Aufnahme ist auf 220 Watt begrenzt. Kompatibel sind die eigenen Panel von Ecoflow – aber auch die von zahlreichen anderen Herstellern. Das 220W Bifaziales Solarpanel von Ecoflow kostet 549 Euro. Für ein Markenpanel ist das in Ordnung, es geht aber auch günstiger. Mit 200 Watt Solarpower kann man mit der Pro durchaus einen Campingurlaub autark verbringen. Bei Sonnenschein dürfte man die Box an jedem Tag zweimal komplett laden können.

Leistungsfähige aber optionale App

Wie nicht anders zu erwarten, arbeiteten alle Features klaglos im Praxistest. Das ist bei Markengeräten auch nicht anders zu erwarten. Neben den Basisfunktionen hat die kleine River 2 eine Besonderheit: Sie kann als Zwischengerät Ausfälle im Netz ausgleichen. Das heißt, im Normalbetrieb lässt sie den Strom aus dem Netz nur durchfließen. Fällt er aber aus, gleicht die Box das innerhalb von 30 Millisekunden mit eigenem Akkustrom aus. Dieses Feature ist in Ländern interessant, in der das Stromnetz häufiger mal einen Schluckauf hat. Bislang war das in Deutschland eher selten, das könnte sich aber ändern. Angesichts der Kapazität der Box kann man nicht erwarten, einen stärkeren Stromverbraucher über lange Blackout-Zeiten speisen zu können. Wer so etwas plant oder gar lebenserhaltende Geräte versorgen will, kommt mit einer Box im Format eines Schuhkartons nicht weiter. Für ihn bietet Ecoflow die Delta Pro an, sie speichert 3600 Wattstunden – ist aber deutlich schwerer und auch teurer.

Typische Campingfeatures wie eine eingebaute Lampe oder berührungsloses Laden gibt es in der Serie nicht. Dafür bietet Ecoflow eine sehr leistungsfähige App an. Sie kann man nutzen, muss es aber nicht. Die Box arbeitet auch, ohne dass man die App auch nur ein einziges Mal installiert hat. Mit der App lassen sich umfangreiche Einstellungen vornehmen. Praktisch ist auch, dass man die Box aus der Ferne abschalten kann. Denn auch im Stand-by-Betrieb saugt ein aktivierter 230-Volt-Wechselrichter den Strom aus dem Akku.

Unser Fazit

Die River-2-Serie ist eine konsequente Weiterentwicklung der Vorgänger. Insbesondere die kleineren Modelle sind für bestimmte Anwendungssituationen gedacht, sie ersetzen nicht einfach eine Steckdose. Auch die "große" Pro ist kein "One Size Fits All"-Modell, obwohl sie viele 230-Volt-Geräte speisen kann. Wenn die Dimension passt, überzeugt die Box mit ihren Features und der 5-Jahres-Garantie ohne Aufpreis. Die versprochene Standfestigkeit der Akkus ist ein wichtiger Punkt. Letztlich macht die lange Lebenserwartung derartige Boxen sehr viel günstiger als kurzlebigere Modelle.

Angesichts der Nachfolger kann man die Vorgänger günstiger erhalten. Der Unterschied zur zweiten Serie ist aber so gewaltig, dass wir immer die River-2 zum regulären Preis einer River-1 mit Rabatt vorziehen würden. Die River 2 Pro kostet 799 Euro, wenn man sie denn bekommt. Das ist deutlich billiger als die etwas stärkere Delta 2. Die hat mehr Power und mehr Features, kostet aber auch 1199 Euro. Die kleinste River 2 kostet nur 299 Euro – auch sie kann für Campingfreuden reichen, wenn man kein oder kaum 230-Volt-Wechselstrom verbraucht und mit einem Solarpanel nachlädt.

Obwohl Powerboxen derzeit den Herstellern aus der Hand gerissen werden, gibt es gelegentliche Rabatt-Aktionen. Vor allem Bundle mit einem Solarpanel werden dann günstiger angeboten.

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