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Fitness: Apple Watch 4 gegen Polar Vantage V - Duell der Sportuhren

Mit der Vantage V hat Polar gerade eine neue Sportuhr der Spitzenklasse vorgestellt. Doch wie schlägt sie sich im Vergleich zur Apple Watch, der mit Abstand beliebtesten Sportuhr? Wir haben es getestet. 

Trainiere ich im korrekten Bereich? Wie hoch war der Puls bei Kilometer drei? Und wann laufe ich am besten? Was einst nur Profisportler quälte, ist mit dem Siegeszug der digitalen Fitness-Messgeräte längst auch für Hobby-Sportler interessant. Mit der Vantage V hat Polar gerade seine beste Sportuhr vorgestellt (hier finden Sie unseren Test). Doch wie schlägt sie sich im Vergleich zur Apple Watch?

Natürlich ist der Vergleich etwas schief: Während es sich bei der Apple Watch (ab etwa 430 Euro) um eine Smartwatch handelt, die auch über Fitness-Funktionen verfügt, ist die Vantage V (ab 420 Euro) eine waschechte Sportuhr. Zudem funktioniert sie auch mit Android-Smartphones und theoretisch sogar ganz ohne Smartphone, wenn die Daten mit einem Computer ausgelesen werden. Bei der Apple Watch ist dagegen immer ein zusätzliches iPhone gefordert. Trotzdem werden sich viele potenzielle Käufer fragen, welche der Uhren besser für sie geeignet ist. Hier erfahren Sie es. 

Funktion gegen Fashion-Statement

Die Unterschiede fangen schon beim Design an. Während sich die Vantage V trotz Touchscreen und fünf Funktionsknöpfen klar am Design einer klassischen Uhr orientiert, ist die Apple Watch eher ein kleines Display am Handgelenk. Trotz des relativ wuchtigen Gehäuses verschwindet die Polar-Uhr im Alltag eher, ist weniger Hingucker als die Apple Watch. Dass Apple-Watch-Träger ihre Uhr mit bunten Armbändern noch besser zum Outfit kombinieren können, passt dazu. Die Apple Watch ist deutlich mehr Modestatement.

Das hat auch seine praktischen Gründe. Besitzer einer Apple Watch werden im Alltag deutlich öfter auf das Handgelenk schauen. E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, Termine und andere Benachrichtigungen poppen dort ständig auf und fordern Aufmerksamkeit. Die Polar-Uhr bietet diese Features nicht. Im Alltag ist sie schlicht ein Zeitmesser.

Sport-Star

Das ändert sich schlagartig, wenn man mit dem Sport anfängt. Während die Apple Watch nur 14 ausgewählte Sportarten unterstützt, hat die Polar-Uhr rund 130 vorinstallierte Sportprofile - von Aerobik bis Zirkeltraining. Während die Apple Watch nur Puls, verbrauchte Kalorien, Distanz und Höhenunterschiede misst, kommen bei der Vantage noch weitere Daten wie die geschätzte Fettverbrennung sowie die live gemessene Leistung in Watt hinzu. Gerade letzteres ist nützlich: So kann man gezielt die eigene Leistung an das Trainingsziel anpassen, etwa beim Intervall-Training oder wenn eine sehr gleichmäßige Belastung gefragt ist.

Die Abweichungen gingen bei einem Vergleichstest beim Laufen kaum auseinander. Bei Kalorienverbrennung und Puls zeigten die Uhren nur geringe Unterschied, zudem maß die Polar-Uhr auf drei Kilometer Laufstrecke etwa zwanzig Meter mehr Distanz als die Apple Watch. Bei der Auswertung in der App bietet sie allerdings deutlich umfangreichere Daten, etwa wie lange man genau in welchem Leistungsbereich war. Auch die Geschwindigkeitsanalyse ist deutlich ausgefeilter. Während die Apple Watch nur die gelaufene Zeit für jeden einzelnen Kilometer zeigt, kann man in der Polar-App genau aufschlüsseln, wann man wie schnell war und bekommt sogar aufgeschlüsselt, wie viele Minuten man welches Tempo halten konnte.

Für die meisten Hobby-Sportler dürften diese Informationen eine nette Dreingabe sein, benötigt werden sie aber eher nicht. Sie sind in erster Linie für Profis oder sehr ambitionierte Amateure wie etwa Triathleten gedacht, die ihr Training möglichst genau auswerten wollen. Die von der Apple Watch gelieferten Messungen dürften für die allermeisten Nutzer völlig ausreichen.  

Smartfeatures oder Akkulaufzeit

Polars Zurückhaltung bei den Smartfunktionen hat übrigens einen sehr deutlichen Vorteil: Vierzig Stunden Trainingszeit verspricht Polar. Im reinen Uhr-Modus hatte sich der Batterie-Stand auch nach einer knappen Woche kaum bewegt. Davon können Apple-Fans nur träumen. Die Apple Watch muss im Alltag in der Regel nach zwei Tagen ans Kabel, mit langen Trainings kann es noch schneller gehen.

Wer beim Sport auf das Handy verzichten, aber trotzdem erreichbar sein will, findet das bei der Apple Watch mit LTE. Sie kann auch ohne iPhone telefonieren, SMS verschicken und sogar Musik streamen. Die reguläre Apple Watch kann, gemeinsam mit Bluetooth-Kopfhörern, immerhin noch gespeicherte Musik abspielen und macht es so möglich, den MP3-Player zuhause zu lassen. 

Eine Besonderheit der Apple-Uhr ist zudem der Bezahldienst Apple Pay. Er ermöglicht es in nahezu jedem Geschäft oder Restaurant, das kontakloses Bezahlen unterstützt, direkt mit der Apple Watch zu bezahlen. Wer also beim Training schnell eine Flasche Wasser kaufen möchte, kann das auch ohne Portemonnaie tun. Das gilt allerdings nur, wenn die eigene Bank das unterstützt. Hier erfahren Sie alles, was man zu Apple Pay wissen muss.

Fazit: Profi-Werkzeug gegen Alltags-Hilfe

Wer zwischen den beiden Uhren schwankt, sollte sich zuallererst die eigene Nutzung vor Augen führen. Will man regelmäßig intensiv trainieren und eine möglichst umfangreiche Analyse des Trainings, kommt man um die Polar Vantage V kaum herum. Treibt man dagegen nur gelegentlich Sport, ist sie schlicht überdimensioniert. Dann bietet die Apple Watch mit Benachrichtigungen am Handgelenk und Apple Pay im Alltag einfach einen deutlich höheren Mehrwert. Kann man sowohl auf die intensive Analyse und die Smart-Funktionen verzichten, sollte man sich eventuell eine günstigere Sportuhr anschauen. Etwa die Vantage M, die knapp 230 Euro kostet.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.