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Henriette Hell: Was ich über Sex gelernt habe: Romantik 2.0 - Baby, ich geb dir mein Passwort!

Früher gab man seiner Flamme als Vertrauensbweis den Haustürschlüssel, heute ist es das Passwort für Spotify oder Netflix. Acht Liebesbeweise aus der Digitalwelt - von romantisch bis gruselig.

Dem neuen Partner einen nachgemachten Haustürschlüssel überreichen – als Zeichen dafür, dass die Beziehung ein neues (Vertrauens-)Level erreicht hat? Pfff, voll oldschool. Hier kommen acht zeitgemäße Liebesbeweise von denen einige der Gipfel der und andere einfach nur zum Gruseln sind: 

1. Der Laptop deines Partners ist eins von vier Geräten, die auf deinen Spotify-Account angemeldet sind. Es ist für dich okay, dass du deine Musik nicht hören kannst, wenn "Schatzi" gleichzeitig die App nutzt. Auch stört es dich nicht, dass er deine ganzen guten Playlists versaut, indem er zum Beispiel "Fighter" von Christina Aguilera in deine "Best of Rock"-Liste schmeißt. 

2. Wenn dein neuer Partner (aka. Obertrottel) bei Facebook angibt, dass ihr "in einer Beziehung" seid, dann ist das ein absolut nachvollziehbarer und rationaler Trennungsgrund. RENN! SOFORT!

3. Dein Liebling ist extrem eifersüchtig und du hast den leisen Verdacht, dass er sich in die Kamera deines Laptops gehackt hat. Woher sollte er sonst wissen, dass du gerade eine XXL-Salamipizza mit Spargel und Anchovis in deinem Bett verputzt?! Aber es ist dir egal. Du hast nichts zu verbergen. Ist ja eher sein Problem, was er da so alles zu sehen bekommt.

4. Die Geburt deines Kindes wurde von deinem Partner (heimlich) via Snapchat aus dem Kreissaal an seine Follower übertragen. Ja, so etwas ist schon vorgekommen! Nicht gut. Gar nicht gut.

5. Dein Lieblingsmensch darf deinen Netflix-Account mit benutzen und es stört dich nicht, dass er zeitversetzt immer genau dieselbe Serie schaut wie du. Auch, wenn das bedeutet, dass du jedes Mal ewig lange vor- oder zurückspulen musst, ehe du den Punkt gefunden hast, an dem du das letzte Mal gestoppt hast.  

6. Du gibst "Schatzi" die Vollmacht über deinen neuen Vibrator, den er per App von überall auf der Welt steuern kann. Viel Spaß! 

7. Superopfer erstellen sich gegenseitig sogenannte "Instagram Stories" (kurze Geschichten aus Videos und Fotos) oder posten gruselige Filmchen, die Facebook automatisch über ihre Beziehung erstellt hat. Würg! 

8. Du verrätst deinem Lieblingsmenschen, unter welchem Pseudonym du schlüpfrige Sex-Kolumnen (über ihn) für den stern schreibst. Und er findet dich danach noch geiler! Volltreffer. 


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