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Federweißer-Zeit Zwiebelkuchen ohne Hefe: So einfach gelingt das herzhafte Gericht

Zwiebelkuchen gelingt auch ohne Hefe
Ein klassischer Zwiebelkuchen kann mit und ohne Speck zubereitet werden
© Lilechka75 / Getty Images
Mit Beginn der Weinlese startet in Deutschland die Federweißer-Zeit: Dabei handelt es sich um ungefilterten Traubenmost, der sich noch im Gärprozess befindet. Dadurch schmeckt er unheimlich süß – und passt perfekt zu einem deftigen Gericht wie Zwiebelkuchen.

Je nachdem, wann die Traubenernte hierzulande beginnt, landet der frische Federweißer zwischen Anfang September und Ende Oktober (der Zeitraum kann durchaus variieren) in den Regalen vieler Supermarktketten. Das auch als "neuer Wein" bezeichnete Getränk wird vielerorts zusammen mit Zwiebelkuchen serviert, der aufgrund seiner Hauptzutaten – nämlich Zwiebeln, Sauerrahm und Speck – an einen Flammkuchen erinnert. Der Unterschied besteht jedoch in der Zubereitung: Wie Sie das traditionelle Gericht ohne Hefe zu Hause ganz einfach nachmachen können, wird in diesem Artikel Schritt für Schritt erläutert.

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Rezeptvorschlag: Zwiebelkuchen mit Mürbeteig

Anders als beim Elsässer Flammkuchen, der ausschließlich mit rohen Zwiebeln belegt wird, enthält der traditionelle Zwiebelkuchen nur gedünstete Zwiebeln. Der Teig kann mit Triebmittel zubereitet werden, damit er schön dick und fluffig wird – aber auch eine extrem sättigende Wirkung hat. Die etwas "leichtere" Variante ist deshalb ein Zwiebelkuchen ohne Hefe. Wie das Gericht im Handumdrehen gelingt, wird in der folgenden Anleitung für eine Springform schrittweise erklärt.

Für den Teig benötigen Sie diese Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 150 g kalte Butter
  • 60 ml Wasser
  • Salz

Geben Sie alle Zutaten in eine Rührschüssel und verkneten diese miteinander, bis eine homogene Masse entsteht. Wichtig bei der Zubereitung eines Mürbeteiges ist, dass Sie diesen nur kurz (mit den Händen) kneten, damit er eben "mürbe" bleibt und nicht zu elastisch wird, wie zum Beispiel ein Pizzateig oder Strudelteig. Anschließend formen Sie aus dem Teig eine Kugel, wickeln diese in Frischhaltefolie ein und lagern sie für mindestens eine Stunde im Kühlschrank.

Und noch ein Tipp:
Sie können die Wassermenge auch mit Weißwein kombinieren, sprich Sie nehmen von beidem 30 Milliliter statt 60 – das verleiht dem Mürbeteig eine spritzige Note.

Für den Belag benötigen Sie diese Zutaten:

  • 2 Eier
  • 1 kg Zwiebeln
  • 50 g Butter
  • 125 g Speck
  • 200 ml saure Sahne
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 1 TL Kümmel
  • Salz & Pfeffer 
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Dann geht es an die Zubereitung

  1. Schritt: Zuerst werden die Zwiebeln geschält, halbiert und in feine Streifen geschnitten. Alternativ können Sie auch dünne Ringe schneiden, das spielt am Ende keine große Rolle. Da es recht müßig ist, ein ganzes Kilo Zwiebeln klein zu schneiden, können Sie auch einen Gemüsehobel oder eine Allzweckreibe mit entsprechendem Aufsatz verwenden – das spart Ihnen nicht nur Zeit, sondern auch tränende Augen.
  2. Schritt: Geben Sie die Butter in eine große Pfanne und erhitzen diese auf dem Herd. Sobald das Fett geschmolzen ist, gießen Sie das Öl und die geschnittenen Zwiebeln dazu. Lassen Sie die Zwiebeln in der Pfanne zehn bis 15 Minuten andünsten, bis sie goldgelb und glasig sind – aber nicht braun, sonst schmecken sie schnell zu bitter!
  3. Schritt: Jetzt ist der Speck an der Reihe, der im Idealfall gewürfelt ist – er wird zusammen mit dem Kümmel (ob gemahlen oder als Korn, bleibt Ihrem Geschmack überlassen) unter das Butter-Zwiebel-Gemisch gerührt und kurz mit angebraten. Danach nehmen Sie die Pfanne vom Herd und lassen den Inhalt für den Zwiebelkuchen kurz auskühlen.
  4. Schritt: Nehmen Sie eine Springform, legen den Boden mit Backpapier aus (den Rest einfach abschneiden) und fetten den inneren Ring gut ein. Legen Sie Zweidrittel des Mürbeteiges auf dem Boden aus und formen den Rest zu einer langen Rolle – und drücken diese anschließend an den Seiten fest. Zum Schluss wird der Teig mit einer Gabel gleichmäßig eingestochen.
  5. Schritt: Geben Sie die beiden Eier zusammen mit der sauren Sahne, dem Salz und dem Pfeffer (je nach Gusto mehr oder weniger Gewürze) in eine Schüssel und verrühren alles miteinander. Danach vermengen Sie das Ganze mit der Speck-Zwiebel-Mischung und kippen den gesamten Inhalt über den fertigen Mürbeteig in der Springform.
  6. Schritt 6: Zu guter Letzt muss der rohe Zwiebelkuchen ohne Hefe im vorgeheizten Backofen für 40 Minuten (die Zeit kann je nach Ofen variieren) bei 200 Grad Ober-/Unterhitze zubereitet werden. Ist er fertig gebacken, sollte er auf dem Kuchengitter kurz auskühlen und anschließend von den Seitenwänden befreit werden, damit er in Ruhe durchziehen kann.
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Wer mag, kann den fertigen Zwiebelkuchen auch noch mit frischem Kümmel oder geriebenem Käse dekorieren – dazu passt auch ein frischer Feldsalat.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Das Gericht funktioniert auch ohne Speck, sollten Sie eine vegetarische Variante bevorzugen. Noch mehr Rezepte finden Sie hier.

Bon Appétit!

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