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Wissenschaftler warnen: Mehr Selbstmorde als in Statistiken auftauchen

Letzter Ausweg Suizid: Hunderttausende Menschen nehmen sich weltweit jedes Jahr das Leben. Forscher glauben, dass die offiziellen Zahlen die Wirklichkeit nicht einmal ganz erfassen.

Die Zahl der Menschen, die sich selbst töten, wird nach Meinung von Wissenschaftlern weltweit deutlich unterschätzt. Bei weiblichen Jugendlichen sei dies inzwischen häufigste Todesursache, bei männlichen Jugendlichen stehe Selbstmord an dritter Stelle hinter Verkehrsunfällen und Gewaltverbrechen, fanden Wissenschaftler aus mehreren Ländern heraus. Die britische Wissenschaftszeitschrift "The Lancet" veröffentlicht in ihrer aktuellen Ausgabe mehrere internationale Studien zum Thema Selbstverletzungen und -tötungen.

Offizielle Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO gehen davon aus, dass sich weltweit fast eine Millionen Menschen pro Jahr das Leben nehmen. Während die Zahl der Suizide in Deutschland seit den 1970er Jahren deutlich gesunken ist, stieg sie im weltweiten Durchschnitt nach Angaben der Forscher stark an. In einigen Ländern, darunter Brasilien, Singapur, Litauen und Irland, erhöhten sich die Selbstmordraten vor allem unter jungen Männern deutlich, fand eine Forschergruppe unter Leitung von Alexandra Pitman vom University College London heraus.

Suizid oft zum Schutz der Angehörigen verheimlicht

Einer zweiten Studie von Professor Keith Hawton und Kate Saunders vom Suizid-Forschungszentrum an der Universität Oxford zufolge liegen die offiziellen Schätzungen vor allem bei Jugendlichen noch weit unter der Wirklichkeit. In Weltregionen, wo Selbstmord als Verbrechen gewertet wird, würden viele Suizide verheimlicht, um die Angehörigen zu schützen. Zudem hätten sich zehn Prozent der Jugendlichen schon einmal absichtlich selbst verletzt.

In Indien sei Selbstmord gerade dabei, Todesursache Nummer eins bei Frauen zu werden. Die höchsten Selbstmordraten gibt es dort in der jungen, weiblichen und gebildeten Bevölkerungsgruppe. "Durch Suizid sterben fast genauso viele männliche Inder im Alter zwischen 15 und 29 Jahren wie bei Verkehrsunfällen und fast genauso viele junge Frauen wie durch Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt", sagte Vikram Patel von der London School of Hygiene and Tropical Medicine.

Verwitwete oder geschiedene Inderinnen und Chinesinnen haben Patel zufolge eine vergleichsweise geringere Selbstmordrate als verheiratete. In vielen anderen Ländern wie etwa den USA sei dies umgekehrt. In jedem Fall sollte in Indien der Zugang zu Insektenvernichtungsmitteln erschwert werden, schlagen die Forscher um Patel vor.

Zugang zu möglichen Suizid-Quellen erschweren

Die Wissenschaftler bemängelten die geringe Datenlage über die Ursachen. So gebe es auch kaum ein wissenschaftliches Verständnis darüber, warum vergleichsweise viele junge Menschen zur Selbstverletzung neigen und wann die Grenze überschritten wird, die sie in den Selbstmord treibt.

Der Kampf gegen den Selbstmord ist schwierig. Die Verschreibung von Antidepressiva habe sich nicht immer als wirksam erwiesen, heißt es in der Studie von Hawton und Saunders, die sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Rory O'Connor von der Universität Stirling erstellt haben. Professor Paul Yip von der Universität Hongkong schlägt ebenfalls vor, den Zugang zu möglichen Suizid-Quellen zu erschweren, etwa mit Barrieren an Brücken. "Die meisten Leute glauben: Wer Selbstmord begehen will, der findet ein Mittel", sagte Yip. Die Forschung zeige aber, dass die Beschränkung des Zugangs, etwa auch zu Giften, die Selbstmordrate signifikant reduzieren könne.

nw/DPA / DPA

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.