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Bayerischer Filmpreis 2013 Komödie "Oh Boy" räumt ab


Gleich in zwei Kategorien konnte der Film "Oh Boy" von sich überzeugen: Die Komödie wurde für das beste Drehbuch geehrt und Tom Schilling als bester Schauspieler ausgezeichnet.

Die Komödie "Oh Boy" hat beim Bayerischen Filmpreis gleich in zwei Kategorien gewonnen. Jan Ole Gersters Film über einen Endzwanziger, der nach abgebrochenem Jurastudium in den Berliner Tag hinein lebt, gewann den Preis für das beste Drehbuch. Hauptdarsteller Tom Schilling wurde zudem als bester Schauspieler ausgezeichnet, wie die Bayerische Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Die Jury lobte das reduzierte "und doch unglaublich präsente Spiel" des 30-Jährigen. Das Drehbuch biete dabei die Grundlage für Schillings begeisternde Leistung.

Auch Michael Haneke sammelt weiter Preise für sein Drama "Liebe": Der Österreicher erhielt vom Freistaat den "Pierrot" für die Regie in dem nach Ansicht der Jury gleichzeitig beklemmenden und berührenden "Meisterwerk" über Liebe bis in den Tod. Der Film hatte bereits vor wenigen Tagen den Golden Globe als bester "Fremdsprachiger Film" gewonnen und ist zudem für fünf Oscars nominiert.

Margarethe von Trotta für Lebenswerk ausgezeichnet

Regisseurin Margarethe von Trotta wurde für ihr Lebenswerk geehrt. "Margarethe von Trotta ist eine der engagiertesten Filmemacherinnen in Deutschland", hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die 70-Jährige bereits zuvor gelobt. Aktuell ist Trottas Biografie über "Hannah Arendt" in den Kinos zu sehen. Hauptdarstellerin Barbara Sukowa gewann als deutsch-jüdische Philosophin den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin.

Für Tom Tykwers 100-Millionen-Projekt "Cloud Atlas" bekam Stefan Arndt den mit 200 000 Euro dotierten Produzentenpreis. Der bildgewaltige Film mit Tom Hanks und Halle Berry in den Hauptrollen sei ein großes Wagnis gewesen, das die Produktionsfirma aber "grandios gemeistert" habe, erklärte die Jury.

Den Publikumspreis erhielt Bora Dagtekins Patchwork-Familien-Film "Türkisch für Anfänger" nach der gleichnamigen Serie mit Josefine Preuß und Elyas M'Barek. Sabin Tambrea wurde für seine Verkörperung von Märchenkönig Ludwig II. als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet.

ds/DPA DPA

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