Rooooobärrt, Luxus und ganz viel Familie: Seit inzwischen 15 Jahren nehmen Millionär Robert Geiss (61), Ehefrau Carmen (60) und die Kinder Davina (22) und Shania (21) die Zuschauer mit durch ihr turbulentes Leben zwischen Dubai, Monaco und Saint-Tropez. Am 3. Januar 2011 lief die erste Folge "Die Geissens - Eine schrecklich glamouröse Familie" bei RTLzwei. Das Jubiläum seiner beliebten Millionärssippe feiert der Sender mit einem "Die Geissens Spezial: Der Überfall" am 5. Januar um 20:15 Uhr sowie einer Folge zur Jubiläumsparty am 12. Januar (20:15 Uhr).
Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählen Carmen und Robert Geiss ebenfalls über den dramatischen Moment, als im vergangenen Juni vier inzwischen festgenommene Männer ihrer Villa in Ramatuelle in Südfrankreich überfielen und Carmen verletzten. "Wir lassen uns unser Leben von diesen Deppen nicht kaputtmachen", betonen sie im Gespräch. Außerdem spricht das Paar über den Preis des Ruhms und ihre liebsten Erinnerungen aus 15 Jahren "Die Geissens".
15 Jahre "Die Geissens" - wie fühlt sich dieses Jubiläum für Sie an?
Robert Geiss: Es ist schon Wahnsinn, wenn man zurückblickt. 15 Jahre sind eine lange Zeit - und wir sind immer noch da. Das macht uns stolz und dankbar.
Carmen Geiss: Vor allem, weil die Zuschauer uns all die Jahre begleitet haben. Das ist alles andere als selbstverständlich.
Wie kam es damals überhaupt zu Ihrer eigenen Sendung?
Robert: Ganz ehrlich: Das war nie groß geplant. Wir haben einfach unser Leben gelebt und irgendwann hieß es: "Das wollen wir zeigen."
Carmen: Wir haben von Anfang an gesagt: Wenn wir das machen, dann nur so, wie wir wirklich sind. Und genau das hat funktioniert.
Können Sie sich vorstellen, wie Ihr Leben ohne die Serie verlaufen wäre?
Carmen: Natürlich wäre unser Leben auch ohne die Sendung gut gewesen - aber ganz sicher anders.
Robert: Die Serie hat uns viele Möglichkeiten eröffnet, vor allem als Familie unglaublich viel gemeinsam zu erleben. Darauf hätten wir sonst vielleicht verzichten müssen.
Gibt es einen Serienmoment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Carmen: Ich kann gar nicht so sehr einen einzelnen Moment sagen. Aber für mich sind es die frühen Jahre, als Davina und Shania noch klein waren und wir gemeinsam auf Weltreise gegangen sind. Daran denke ich gerne zurück.
Robert: Diese Zeit war etwas ganz Besonderes - das vergisst man nie. Dafür bin ich als Vater auch sehr dankbar. Viele Väter verbringen gezwungenermaßen wenig Zeit mit ihren Kindern, ich hatte aber großes Glück und habe meine Kinder aufwachsen sehen.
Gab es im Nachhinein Momente, in denen Sie sich gefragt haben, ob Sie zu viel gezeigt haben?
Carmen: Nein, am Ende gehört Ehrlichkeit zu unserer Sendung dazu. Wir zeigen das echte Leben, mit den positiven und auch negativen Seiten. Wir haben nie etwas gespielt und das spüren die Zuschauer auch.
Davina und Shania sind vor der Kamera groß geworden. Wann wurde ihnen das so richtig bewusst?
Robert: Wir waren immer sehr transparent mit unseren Kindern und haben oft mit ihnen darüber gesprochen. Deswegen war den beiden das von Anfang an bewusst.
Gab es auch einen Preis, den Sie für Ihren Erfolg zahlen mussten?
Carmen: Ich glaube, für jeden Menschen hat in der Öffentlichkeit stehen auch Schattenseiten. In Deutschland könnten wir nicht einfach so zum Bäcker laufen, ohne erkannt zu werden. Das schränkt natürlich ein. Als bekannte Person wird man ständig bewertet, kritisiert oder auch falsch verstanden. Aber wir haben gelernt, damit umzugehen und sind auch sehr dankbar dafür, dass uns die Sendung und unsere Bekanntheit viele Türen geöffnet hat!
Robert: Ich würde durchaus auch sagen, dass durch unsere Bekanntheit auch Leute in unser Leben getreten sind, die uns von Anfang an betrügen wollten. Und auch immer noch gegen uns schießen. Ich glaube, ohne solche Menschen wäre es auch vielleicht gar nicht zu einem Einbruch gekommen. Wer weiß... Aber man trifft auch gute Leute, tolle Geschäftsleute und neue Partner, die man vielleicht, ohne bekannt zu sein, niemals getroffen hätte.
Was glauben Sie, fasziniert die Zuschauer auch nach 15 Jahren noch an Ihnen?
Robert: Wir sind, wie wir sind - mit Ecken, Kanten, Luxus, Chaos und Familie. Das ist echt. Am Ende des Tages sind viele Zuschauer ja auch mit uns gewachsen.
Und wie viele Jahre planen Sie noch, vor der Kamera zu stehen?
Robert: Solange wir Spaß daran haben - und den haben wir definitiv noch.
Carmen: Wir denken da nicht in Zahlen. Wenn es sich richtig anfühlt, machen wir weiter. Wobei man bei 15 Jahren schon mal feiern kann (lacht). Am 12. Januar gibt es die Spezialfolge "Die Jubiläumsparty" - wir haben für die 15 Jahre "Die Geissens"-Feier in Dubai keine Kosten und Mühen gescheut. Nerven hat es trotzdem gekostet, aber es war jede Minute wert!
Viele sehen in Ihnen das Sinnbild von Luxus. Stört Sie diese Reduktion?
Robert: Luxus gehört zu unserem Leben, das stimmt. Aber das ist auch das Ergebnis harter Arbeit. Wer die Sendung regelmäßig schaut, sieht, dass wir ständig neue Projekte haben und auch viel arbeiten, um uns dieses Leben leisten zu können.
Carmen: Aber wir sind mehr als Autos, Yachten und Handtaschen. Im Kern geht es bei uns immer auch um Familie.
In einer Spezialfolge geht es um den Überfall auf Sie. Haben Sie die Geschehnisse inzwischen verarbeitet?
Robert: Wir haben im Anschluss an den Überfall viel als Familie darüber gesprochen, um das Erlebte zu verarbeiten. Außerdem haben wir unsere Villa Geissini wie ein zweites Fort Knox gesichert. All das zeigen wir in der Spezialfolge "Der Überfall", inklusive bisher unveröffentlichter Aufnahmen von unseren Überwachungskameras. Fakt ist: Wir lassen uns unser Leben von diesen Deppen nicht kaputtmachen.
Haben Sie sich seit dem Überfall auch persönlich verändert?
Robert: Man wird natürlich etwas vorsichtiger.
Carmen: Aber wir lassen uns unser Leben nicht von Angst bestimmen. Wir genießen es bewusster - und lassen uns von solchen Erlebnissen nicht unterkriegen.