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Stadtschloss in Berlin: Thierse und Wowereit wollen planmäßigen Baubeginn

Klaus Wowereit, regierender Bürgermeister von Berlin, und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse wollen am planmäßigen Baubeginn für das Berliner Stadtschloss samt Humboldt-Forum festhalten. In den vergangenen Tagen waren Gerüchte laut geworden, das Projekt könnte aus Sparzwängen verschoben werden.

Im Ringen um das Berliner Stadtschloss hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Koalitionsfraktionen im Bundestag daran erinnert, dass der Wiederaufbau beschlossene Sache ist. "Ich würde es sehr bedauern, wenn die Bundesregierung den Beschluss des Deutschen Bundestags nicht umsetzen würde", sagte Wowereit am Mittwoch. "In dem Planungsstadium, in dem wir uns jetzt befinden - da kann's nämlich bald los gehen mit dem Bau - das Humboldt-Forum nicht zu verwirklichen, das wäre absolut schade."

Wowereit fügte hinzu, dass aus konjunkturellen Gründen auch künftige Bundeshaushalte Investitionen enthalten müssten. "Und da wäre es die falsche Entscheidung, das Humboldt-Forum nicht zu bauen beziehungsweise zu verschieben oder ganz zu canceln."

Auf einen planmäßigen Baubeginn für das Berliner Stadtschloss dringt auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse. "Es wäre eine Schande, wenn Schwarz-Gelb mit falscher Prioritätensetzung beim Sparen dieses kulturpolitische Projekt von Weltbedeutung gefährden würde", sagte der SPD-Politiker in einem am Donnerstag vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift "Super Illu".

Aus Koalitionskreisen hieß es am Mittwoch, ein späterer Start des 550 Millionen Euro teuren Vorhabens sei eine der möglichen Überlegungen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sieht für eine Verschiebung allerdings "keine Anhaltspunkte", wie er der dpa sagte. Forderungen nach einem Bau-Aufschub kommen vor der am Sonntag beginnenden großen Sparklausur des Bundeskabinetts eher aus dem parlamentarischen Bereich, heißt es.

DPA/DPA
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo