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stern-Gespräch

"Goldene Stimme aus Prag": Er sah Reiche zerfallen und Träume zerbrechen: Karel Gott über sein Lebensglück

Krieg und Frieden, Prag und "Maja", die Liebe und Las Vegas. Kein anderer Künstler glitt so leichtfüßig durch die Weltgeschichte wie er: Karel Gott.

Was Karel Gott an "Biene Maja" nervt und an Europa begeistert

Karel Gott in der "Wohnhalle" des Hotels Vier Jahreszeiten an der Alster. Hamburg macht ihn immer ein bisschen sentimental.

Wir haben nicht viel Zeit. Herr Gott, ist es okay, wenn wir gleich zu den drei wichtigsten Dingen kommen: der Liebe, dem Leben und dem Tod?
Ein guter Einstieg, gleich mit den drei wichtigsten Themen im Leben jedes Menschen. Ich sehe schon, das wird ein längeres Gespräch. Ich nehme vorher nur noch einen Schluck Kaffee.

Sie werden im Sommer 80. Spüren Sie, dass Ihre Uhr tickt?
Natürlich. Jeden Tag.

Wo liegt denn Ihr gefühltes Alter?
Also, diese Gefühle wechseln täglich. Wenn ich weiß: Heute erwartet man von mir etwas, dann will ich meine Leistung erbringen und niemanden enttäuschen.

Das Rennpferd will noch immer los, wenn es das Signal hört.
Genau. Wenn viel los ist, dann ist das wie ein Jungbrunnen für mich. Wenn nichts los ist, entspricht mein gefühltes Alter dem tatsächlichen.

Herr Gott – also, ist Ihnen eigentlich bewusst, dass Ihr Name für uns noch immer eine Herausforderung ist?
Was glauben Sie, wie oft ich gedrängt wurde, ihn zu ändern? Die Plattenfirma sagte: Gott – das geht gar nicht! Aber meine Familie hieß immer Gott, der Stammbaum geht weit zurück.

Bedeutet "Gott" auf Tschechisch auch "Gott"?
Nein, der Gott heißt auf Tschechisch "Buh". Das Wort "Gott" gibt es im tschechischen Wortschatz nicht.

Sie sind dem Tod schon oft von der Schippe gesprungen, haben Autounfälle überlebt. Mehrfach-Salti, Knochenbrüche, Nase abgerissen ...
Nach den Überschlägen wusste ich immer, ich lebe noch. Ob Knochen gebrochen waren, war mir egal. Ich dachte, das wird wieder. Aber bei dieser bösen Krankheit, die ich hatte – das war sehr dramatisch.

Karel Gott und seine Tochter

Mit Tochter Charlotte singt Karel Gott ein Duett, das auch auf Youtube zu finden ist: "Srdce nehasnou" ("Auch wenn der Stern erlischt")

Sie hatten 2015 eine schwere Krebserkrankung. Ist sie überstanden?
Die Ärzte haben gesagt: "Noch vor 15 Jahren würden Sie schon tot sein." Ich bin also nur hier, weil heute die Technik und die Chemie und die Erfahrungen der Ärzte – auch international – mir mein unglaubliches Überleben ermöglicht haben.

War die Diagnose der Moment, in dem Ihnen bewusst wurde, jetzt sprintet die Zeit?
Ich denke, schon. Solche Gedanken sind ja auch die Essenz für viele nachdenkliche, poetische Lieder. Udo Jürgens, zum Beispiel, war ein Meister in diesem Metier.

Endlichkeit ist auch das Thema eines Duetts, das Sie jetzt mit Ihrer 13-jährigen Tochter Charlotte aufgenommen haben.
Das stimmt. "Auch wenn der Stern erlischt", heißt es da, "der Schein wird Dich lange, lange begleiten." So wie das bei Sternen eben manchmal der Fall ist.

Sie singen also Ihr eigenes Requiem?
So würde ich das nicht sehen. Eher sehe ich dieses Lied als Botschaft, den nachfolgenden Generationen etwas zu hinterlassen – Erfahrungen, Weisheiten. Meinen Töchtern und allen, die ihr Leben erst vor sich haben. Als junger Mensch hat man Träume, wenn man älter wird, werden Träume zu Erinnerungen.

Man spürt Abschied, wenn man sie beide in dem Youtube-Video sieht.
Ich wollte immer, dass mir jemand zum Ende meiner Karriere ein Lied schreibt, wie Frank Sinatra es mit 50 hatte: "My Way". Und das ist das Duett jetzt geworden, mein ganz eigenes "My Way".

Ihre jüngsten Töchter sind 11 und 13. Was möchten Sie – als später Vater – ihnen für den eigenen Lebensweg mitgeben?
Ich sage: Bereitet euch darauf vor, dass es nicht immer so bleibt, und genießt, dass es jetzt so ist. Genießt den Augenblick, jeden neuen, schönen Tag.

Werden Sie mit Ihrer Tochter auftreten?
Für alles, was Erfolg hat, gibt es natürlich Anfragen. Aber ich weiß nicht, ob Charlotte das will. Ich will sie nicht dazu drängen.

Das Duett hatte in Rekordzeit über sieben Millionen Aufrufe.
Der erfolgreichste Video-Clip tschechischer Produktionen aller Zeiten.

Wird alles zu Gold, was Sie anfassen?
Nein. Das würde auch langweilig.

Gutes Stichwort. Sie haben mit 68 zum ersten Mal geheiratet. Hatten Sie Angst vor der Langeweile einer Ehe?
Ja. Ehe, das hieß für mich immer: Karel, du musst die Stromrechnung noch bezahlen, Karel, hast du eingekauft? Ich dachte, das ist nichts für mich, dieses Alltägliche, das Normale.

Sie wollten im Zustand dauernder Verliebtheit bleiben.
Genau. Das war der Balsam für meine Seele.

Weltstar mit Fliege und Biene. Bis heute saust sein "Maja"-Hit durch Kinderzimmer und Partyzelte.

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Manchmal hatten Sie sogar mehrere Freundinnen gleichzeitig.
Das ist lange her, aber es stimmt.

Womit haben Sie die Mädchen eher rumgekriegt – mit Ihrer sanften Tenorstimme oder mit Ihrem Schlafzimmerblick?
Darüber habe ich mit vielen klugen Menschen geredet. Auch mit Psychologen. Ich glaube, ich habe das Mütterliche in den Frauen angesprochen, das Herz. Meistens waren es ja Frauen, die meine Konzerte besuchten. Die tun oft so, als wollten sie den harten Typen mit den Muskeln, aber in Wahrheit suchen sie nach dem zärtlichen Mann. Nach einem, der sie umsorgt.

Oh, wirklich?
Ich glaube, das war mein Geheimnis, oder wie sagt man? Das Versprechen.

Und wie ist es heute? Seit elf Jahren sind sie verheiratet.
Zu meiner Überraschung kann man auch in einer Ehe verliebt sein. Meine Frau Ivana ist mein Glück. Seit wir verheiratet sind, hat für mich eine neue Zeitrechnung begonnen.

Wissenschaftler behaupten, die Ehe sei eine lebensverlängernde Maßnahme. Stimmt das?
Für mich auf jeden Fall. Bei dieser Diagnose, die ich vor ein paar Jahren hatte, sagten mir die Ärzte, sind viele Paare schnell auseinander. Weil sie es nicht verkraften. Aber meine Frau ist perfekt und sehr praktisch. Sie hat mich ganz selbstverständlich zu Hause gepflegt, als ich aus dem Krankenhaus kam. Hat zu mir gehalten auch in den schwersten Zeiten meines Lebens.

Ist ein gelungenes Leben – und das frage ich den Sänger der "Schicksalsmelodie" – ist das eher Schicksal oder Zufall?
Ich glaube nicht an Zufälle. Natürlich ist Glück ein Punkt. Glück, die richtigen Leute zu treffen; Glück, Gelegenheiten zu bekommen und die Gelegenheiten zu nutzen. Vieles in meinem Leben war, so mag es auf den ersten Blick erscheinen, Glück, aber Zufall war das nicht. Ich vertraue eher der Kraft der Gedanken. Nichts im Leben geschieht rein zufällig.

Mit Ehefrau Ivana glänzt der tschechische Nationalkünstler auf Premieren

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Leben ist also, was man mit mentaler Leistung daraus macht?
Ich habe zum Beispiel schon als junger Elektriker-Lehrling meinen Kollegen in der Fabrik gesagt: "Wisst ihr was, eines Tages werde ich in Las Vegas singen!"

Wie reagierten Ihre Kollegen darauf, damals in Prag?
Die Jungs in der Fabrik dachten, ich habe eine Macke: "Der Karel spinnt." Und nach sieben Jahren habe ich eine Postkarte geschickt aus Las Vegas mit Pfeil: "Hier singe ich jetzt die nächsten sechs Monate."

Sinatra, Sammy Davis, Sonny and Cher sangen nebenan. "Continent's Greatest Singing Star" stand auf den Reklametafeln der Stadt – und die meinten Sie!
Unfassbar, wenn ich mir das heute vorstelle. Leider gibt es das Hotel "New Frontier", in dem ich jeden Abend aufgetreten bin, schon lange nicht mehr.

Sie haben später im Kreml gesungen, in der New Yorker Carnegie Hall, in Rio und Tokio. Sie sind durch den Eisernen Vorhang hin- und hergereist, zig Mal um die Welt gesaust. Und Sie hatten die Taschen voller Geld. Richtig?
Kommt darauf an, in welcher Zeit. Das damalige System verbot mir ja, bei Vertragsverhandlungen dabei zu sein. Ich durfte nur zum Schluss dazukommen und sagen: "Ich freue mich auf den Auftritt." Aber über Summen und Gagen erfuhr ich nichts.

Dabei waren Sie einer der größten Devisenbringer der sozialistischen CSSR.
Ja, das Geld hat zum Großteil der Staat kassiert, und ich habe dann Coupons bekommen, mit denen ich in speziellen Shops einkaufen konnte.

Im Intershop wie in der DDR?
Ja, genau. Bei uns hieß der Intershop "Tuzex". Da durfte ich Westwaren kaufen, zum Beispiel eine Flasche Wein oder Cognac. Ich konnte mit diesen Coupons aber nicht nach Italien fahren oder nach Spanien.

Würden Sie trotzdem von heute aus betrachtet sagen: Es war ein perfektes Leben.
Perfektes Leben – darunter verstehe ich: Alles ist ausgewogen. Arbeit, Erfolg im Beruf, freie Zeit zum Leben. Das ist ein perfektes Leben. Meins war nicht in allem perfekt.

Weil es so schön war, trat Karel Gott 2007 noch einmal mit Dieter Thomas Heck im ZDF auf

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Warum nicht?
Die Nerven! Das war manchmal schwer auszuhalten. Wenn ich zur Grenze kam, dem sogenannten Eisernen Vorhang, musste ich anders denken; mich auf ein anderes gesellschaftliches System vorbereiten, ein anderes politisches Regime, eine andere Mentalität. Ich musste ein Gefühl dafür entwickeln, vor welchem Publikum ich mit welchem Repertoire auftreten konnte. Und da habe ich auch Fehler gemacht am Anfang.

Welche?
Etwa, dass ich auch in andere Musikrichtungen gehen wollte. Ich hatte meine Vorbilder ja in amerikanischen und englischen Interpreten. Da haben die Leute der Plattenfirma aber gesagt: "Karel, das haben wir schon. Wir haben die Originale. Deren Platten kosten genau dasselbe wie deine. Dazu wirst du nicht aus Prag importiert."

Sie sollten "unser sympathischer Freund aus der Tschechoslowakei" bleiben.
Richtig. So hat mich Dieter in der ersten ZDF-Hitparade angekündigt.

Der Moderator Dieter Thomas Heck, im Januar 1969.
Wenn ich an Dieter denke, dann vor allem daran, was er für den deutschen Schlager getan hat. Er war unser Guru, wer in seinen Shows war, der konnte sicher sein, dass die nächste Single ein Erfolg sein wird.

Hatten Sie Angst, wenn Sie in West- oder Ostdeutschland aufgetreten sind?
Ja. Vor jeder Reise habe ich mit meinem Vater das Auto auseinandergenommen aus Angst, jemand hätte mir etwas untergejubelt und ich würde dann an der Grenze verhaftet. Und ich konnte Anfang der 70er Jahre auch nicht im DDR-Fernsehen auftreten und "Einmal um die ganze Welt und die Taschen voller Geld" singen. Nicht etwa, dass mir bestimmte Lieder direkt verboten wurden. Aber die Kader der DDR hatten mit solchen Zeilen verständlicherweise gewisse Probleme.

Singen als Balanceakt?
Es waren Auftritte zwischen Weltmächten, zwischen den Nachkriegsweltmächten.

Sie sind 1939 geboren, haben den Krieg erlebt, Frieden, Aufbruch in die Demokratie. Sogar die Entstehung Europas.
Als ich 50 wurde, dachte ich: Zwei Leben schon gelebt, jetzt kommt ein drittes. Es gab Ribbentrop und Molotow, Viermächteabkommen und den Kommunismus, das Gleichgewicht der Mächte, den Prager Frühling, und ich weiß nicht, was alles. Und dann kam Europa. Endlich offene Grenzen, endlich Freiheit überall.

So wurden Sie ein "leidenschaftlicher Europäer".
Genau. Weil Europa mich praktisch erzogen hat. Die kulturelle Geschichte, nicht die Umbrüche. Das kulturelle Erbe prägt mich noch heute. Geschichte bedeutet stetige Veränderung. Für Gedanken, die ich nicht in meinen Liedern ausdrücke, dient mir heute die Kraft der Bilder, als Maler.

Was sagen Sie zu den Wahlergebnissen im Mai, besorgt Sie der antieuropäische Kurs, den viele EU-Länder fahren?
Sehr. Es entwickelt sich gerade alles rückwärts. Damals, als Europa zustande kam, hat man überall global gedacht. Jetzt haben wir offene Grenzen. Ich hoffe, das bleibt auch so und die Menschen sind sich dieser Freiheit bewusst, die vor genau 30 Jahren begann.

Herr Gott, Sie sind ein lebendiger Teil der Weltgeschichte.
Das stimmt. Das denke ich oft. Wie oft habe ich die Grenze überquert, die die Erde in zwei Welten teilte, diese Demarkationslinie. Tausend Mal? Fünftausend Mal? Schon die Reise mit dem Auto von Prag nach Deutschland war ein Abenteuer! Ich bin immer selbst gefahren, Landstraße. Und wenn ich in Hamburg war und danach ein Konzert in Berlin hatte, musste ich erst zurück nach Prag und eine neue Genehmigung beantragen.

Warum sind Sie nicht einfach in Hamburg geblieben?
Diese Gedanken kamen oft. Hier wurde ich sehr gut behandelt, hier konnte ich meine Karriere in Ruhe führen, ohne Angst, dass der Vorhang aus irgendwelchen Gründen fällt und ich nicht die Genehmigung bekomme, auszureisen – wie in Prag. Aber dann dachte ich, dass das nicht fair gegenüber meinem Publikum in der Heimat wäre, das mich groß gemacht hat. Dem ich sehr viel verdanke.

Im stern haben Sie deshalb auf einer West-Tournee angekündigt: Ich gehe wieder zurück!
So war es auch. In Prag lebe ich bis heute. Es gibt keine schönere Stadt für mich. Ihr Magazin hat damals viele Geschichten über mich gebracht. Sogar ein Tagebuch von mir veröffentlicht. Ich habe den stern-Artikel mit dem Tagebuch gerade im Zug noch einmal gelesen, nach 51 Jahren!

Wussten Sie, dass Henri Nannen ein Fan von Ihnen war?
Der Ostfriese! Das macht mich stolz. Er war ja ein leidenschaftlicher Sammler von Kunst, samt seiner eigenen Kunsthalle in Emden, die er der Nachwelt hinterlassen hat.

Herr Gott, rufen Zeitungsredakteure oft bei Ihnen an, wenn es um das Thema "Insektensterben" geht?
Sie wollen auf das Lied hinaus, das mein größter Hit in Deutschland wurde?

Genau: die "Biene Maja". Wie kam das Lied 1975 zu Ihnen?
Ich traf Karel Svoboda, der für mich mehrere Hits geschrieben hatte, in München auf der Straße, er sagte: "Karel, was machst du heute Nachmittag?" Ich: "Da möchte ich in Schwabing Kaffee trinken." "Ach, komm auf ein Lied vorbei", sagte er, "ich bin gleich im Studio und mache da Musik. Zeichentrick fürs Fernsehen, das ist für Kinder. Da bist du schnell fertig." Und ich habe gesagt: "Na gut, wenn es für Kinder ist." Ich war tatsächlich in 20 Minuten fertig, nur eine Kleinigkeit hatte ich vergessen: einen Vertrag zu machen. Aufnahme, fertig, auf Wiedersehen. Und dann kam eine …

... gigantische Erfolgswelle über Sie.
Es war unglaublich. Nach kurzer Zeit flog man Karel und mich im Hubschrauber ein, um fünf Goldene Schallplatten in Empfang zu nehmen. Jede Goldene Schallplatte bedeutete 250.000 verkaufte Singles dieses Liedes. Insgesamt also 1,25 Millionen.

Konnten Sie nachverhandeln?
Das konnte ich zum Glück.

Egal, wohin Sie kommen – die kleinä, frechä, schlaue Biene ist schon da. Nervt das?
Das Einzige, was mich nachdenklich macht, ist, dass es so klingt, als hätte ich keine anderen großen Hits gehabt. Ich habe über 900 Lieder in Deutschland veröffentlicht! Aber was kann sich ein Sänger mehr wünschen, als einen Hit zu haben, der viele Generationen anspricht, bis heute?

Sie haben die Biene sogar mal im BVB-Stadion gesungen – mit 45.000 Fans.
Das war aber ein spezieller Text. Die haben ja den Dress in Schwarz-Gelb. Und da kam die Idee: Schwarz-Gelb – Biene Maja.

Einen anderen, sehr speziellen Auftritt hatten Sie 2008 mit dem Rapper Bushido. Wie kam es denn dazu?
Beim ersten Treffen im Hotel habe ich die versteckte Kamera gesucht. Ich dachte, das ist "Verstehen Sie Spaß?" Der romantische Sänger und dieser kontroverse Rapper? Die Plattenfirma hatte mich zuvor gewarnt: "Karel, das kannst du nicht machen. Das geht nicht zusammen." Und ich habe gedacht, das geht gerade zusammen! Weil zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinandertreffen und gemeinsam musizieren, und gerade das ist das Spannende an diesem Lied.

Es heißt "Für immer jung". Mögen Sie Bushido eigentlich?
Ja. Er ist ein Mensch, ein Künstler, einer, der Ideen hat. Weil für ihn, ebenso wie für mich, die Musik eine Ausdrucksform ist, Grenzen zu überschreiten. Wir haben das mit unserem Duett bewiesen, zwei Künstler, die verschiedener nicht sein könnten.

Herr Gott, mal angenommen, Sie würden wiedergeboren. Kämen Sie gern noch mal als "Goldene Stimme aus Prag" auf die Welt?
Nein, mein Leben lässt sich nicht wiederholen. Es gibt Dinge, die sind einzigartig.