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Kleine Schwester von Herzogin Kate: Schottische Mottoparty mit Kilt und Dudelsack: So wird die Pippa-Hochzeit

Eigentlich wünschte sich Pippa Middleton für ihre Hochzeit mit James Matthews eine kleine, intime Feier. Doch nach monatelanger Planung ist nun eine schottische Themenparty mit 300 Gästen daraus geworden, bei der die Braut von einer Teilnehmerin überstrahlt werden könnte.

Heirat mit James Matthews: Das müssen Sie unbedingt zur Hochzeit von Pippa Middleton wissen

"Always a bridesmaid, never the bride", heißt es in einem bekannten englischen Sprichwort. Das bedeutet sinngemäß, dass jemand es irgendwie nie hinbekommt endlich einmal so richtig im Mittelpunkt  zu stehen, sei es bei einer Hochzeit oder sonst im Leben.

Die berühmteste Brautjungfer der letzten Jahre, Pippa Middleton, die am großen Tag ihrer älteren Schwester Kate 2011 beim Brautkleidschleppetragen eine so gute Figur gemacht hat, scheint einer dieser Fälle zu sein: In den letzten sechs Jahren hat sie alles mögliche versucht, sich beruflich oder wohltätig zu engagieren, diverse Männer an ihrer Seite ausprobiert, aber so richtig klappen wollte es nie. Immer stand sie im Schatten ihrer mindestens ebenso schönen, intelligenten und dazu königlich verheirateten Schwester.

Prinz George und Prinzessin Charlotte streuen Blumen

Dann fand Miss Middleton zumindest einen Bräutigam: James Matthews, 41, kein Prinz zwar, sondern Hedgefonds Manager, aber doch attraktiv und miliardenschwer, mit dem sie immerhin die Leidenschaft für diverse Sportarten teilt. Das glückliche Paar begann, eine Hochzeit mit allen Schikanen zu planen. Die prominente Schwester kündigte frühzeitig an, dass sie sich sehr zurückhalten will, um am Hochzeitstag nicht unfreiwillig im Mittelpunkt zu stehen: Sie wird weder als "Matron of Honour" (eine Art älterer Brautjungfer, die auch verheiratet sein darf, anders als "normale" Brautjungfern) noch als Trauzeugin fungieren, sondern nur als normaler Gast an der Zeremonie in der St. Marks’s Kirche nahe ihres Heimatortes Bucklebury in Berkshire teilnehmen, und sich den Rest des Tages vornehmlich um die Kinder aller Gäste kümmern, als Nanny Deluxe sozusagen. Immerhin sollen ihre süßen Kinder, Prinz George und Prinzessin Charlotte, Blumen für ihre Tante streuen, zusammen mit der  Cousine der Geschwister Middleton, Tallulah Goldsmith. Unter den Brautjungfern werden wahrscheinlich Pippas engste Freundinnen Alice St. John Webster, Camilla Campion–Awwad und die Schwester ihres Exfreundes George, Lady Melissa Percy sein.

Das Brautpaar hat gut 300 Gäste eingeladen, allerdings mit der Auflage, dass nur angeheiratete oder verlobte Partner der Eingeladenen willkommen sind. Diese Maßnahme sollte ein Ausufern der Gästeschar und unliebsame Teilnehmer, wie die als unpassend betrachtete Freundin des Bräutigam-Bruders Spencer Matthews, verhindern. Spencer ist aus britischen Reality-Shows wie dem dortigen "Dschungelcamp" bekannt, genau wie seine Partnerin Vogue Williams, und gilt als schwarzes Schaf in der erfolgreichen Unternehmerfamilie Matthews.

Prinz Harrys Freundin Meghan Markle kommt zur Party

Doch der Plan ging nur in Teilen auf, in einem Fall musste Pippa nun doch eine Ausnahme machen: Schwager Prinz Harry wollte scheinbar unbedingt seine Schauspieler-Freundin Meghan Markle mitbringen, obwohl bisher zumindest offiziell keine Verlobung ansteht. Nun kommt die attraktive Amerikanerin zwar nicht zur Trauung, aber zu den Feierlichkeiten danach. Schon vergangenen Mittwoch wurde sie in London am Flughafen bei der Ankunft aus ihrer Heimat Toronto gesichtet, um von dort direkt in den Kensington Palast zu ihrem Prinzen gefahren zu werden. 

Zumindest bei den anwesenden Pressevertretern aus aller Welt, aber auch bei vielen Gästen wird die königliche Freundin absehbar mehr Aufmerksamkeit erregen als die Braut. Sie ist attraktiv, hat sich erfolgreich eine eigene Karriere aufgebaut und ist als US-Serienstar den Auftritt auf dem roten Teppich gewöhnt, zudem genießt sie das Rampenlicht und ist eine Persönlichkeit mit Ausstrahlung. So spannend es auch ist, wenn die Schwester der Ehefrau des Zweiten in der britischen Thronfolge heiratet, was alle Royal Fans auf der Welt wirklich brennend interessiert ist, ob – und wenn ja wann – einer der begehrenswertesten Junggesellen der Welt seiner Meghan einen Antrag macht.

Sicherheitscheck und strenges Fotografieverbot

Es bleibt abzuwarten, wie viel man als Außenstehender vom Brautpaar und der Hochzeitsgesellschaft überhaupt zu sehen bekommen wird: Anders als bei William und Kate wird die Zeremonie ja nicht im britischen Fernsehen übertragen. Außerdem liegen Kirche und Ort des Empfangs sowie der abendlichen Party auf privatem Gelände, sodass nur wenige auserwählte Pressevertreter direkt nach der Trauung einmal Gelegenheit bekommen, Bilder vom Brautpaar zu machen. Später werden alle Gäste bis auf Familienmitglieder zunächst ins Gemeindezentrum von Englefield gebeten, wo sie einen Sicherheitscheck durchlaufen und eventuell mitgebrachte Kameras abgeben müssen. Smartphones dürfen sie behalten, aber es gilt ein strenges Fotografierverbot, damit kein private Bilder in den Sozialen Medien landen. Erst nach diesen Sicherheitsvorkehrungen bringt ein Shuttle die Gäste zur Fest-Location.

Dabei gäbe es vom offiziell und vom inoffiziell wichtigsten Paar des Tages abgesehen sicher noch allerlei Pittoreskes aufzunehmen: Wie einen Tag vor der Hochzeit bekannt wurde, haben die Brautleute sich Schottland als Thema für die Feierlichkeiten ausgedacht, weil der Familie des Bräutigams ein großes Anwesen mit Herrenhaus in der Nähe von Loch Ness namens Glen Affric gehört. Charmanterweise geht damit der Ehrentitel "Laird beziehungsweise Lady Glen Affric" für den Eigentümer und seine Gattin einher, sodass Pippa eines Tages nach dem Tod ihres Schwiegervaters zumindest eine Art Adelstitels tragen wird.

Häppchen und Abendmenü werden weitgehend mit Zutaten vom Landsitz bestritten, ein Dudelsackpfeifer ist bestellt und so mancher Gentleman wird wohl im Kilt aufschlagen. Außerdem gibt es eine Flugshow mit alten Spitfire-Maschinen und später am Abend soll als Überraschungsgast noch ein prominenter Sänger auftreten. Die Sause wird Pippas zum Glück recht wohlhabende Eltern Carole und Michael Middleton angeblich um die 400.000 Euro kosten, und das, obwohl der Fahrdienst für die Gäste in britischen Luxuskarossen vom Autohersteller gesponsert wird und ein russischer Freund der Familie Beluga Kaviar im Wert von umgerechnet 47.000 Euro gestiftet haben soll.

Brautkleid soll von Designer Giles Deacon stammen

Dafür schlägt das Hochzeitskleid - angeblich von Designer Giles Deacon - mit 45.000 Euro zu Buche, passende High Heels von Manolo Blahnik und Schwester Kates persönliche Stylistin, Amanda Cook Tucker, nicht eingerechnet. Die Hochzeitsreise auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff bezahlt dann ja zum Glück der frischgebackene Ehemann.

Aber den stolzen Brauteltern ist es das offensichtlich wert, sie wollen ihrer jüngeren Tochter die Hochzeit des Jahres ausrichten. Pippa wird sie auf jeden Fall genießen, auch wenn sie an diesem Tag nicht die einzige Hauptperson sein sollte. Ginge es ihr hauptsächlich um viel Publicity und nicht um den Mann an ihrer Seite, hätte sie wohl das lukrative Angebot für exklusive Bilder von ihrer Hochzeit vom britischen Boulevardmagazin "Hello" nicht abgelehnt. 

Eines ist jedenfalls klar: Als Mrs. Matthews wird Pippa ein viel entspannteres Leben haben, als Schwester Kate oder ihre potentielle Schwipp-Schwägerin Meghan, sie kann sich einen Job suchen, ehrenamtlich tätig sein, oder es bleiben lassen, über jede Menge Geld verfügen, ohne sich für teure Shopping-Trips oder Luxusreisen öffentlich rechtfertigen zu müssen, wie ein Mitglied der Königlichen Familie – und ohne den Rest ihres Lebens Plaketten enthüllen und Krankenhäuser eröffnen zu müssen. Irgendwie hat sie nun doch alles richtig gemacht.

Alles Gute zur Hochzeit, werde glücklich, Pippa!