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Interview

Universitätsstreit: Rassismus-Vorwürfe in Leipzig: So verteidigt sich der umstrittene Jura-Professor Rauscher

Thomas Rauscher ist jener Jura-Professor, gegen den Studenten in Leipzig seit Wochen Sturm laufen: Ein Rassist sei er, sagen sie, er solle entlassen werden. Rauscher stellt sich den Vorwürfen im stern-Interview.

Hinweis: Dieses Interview erschien bereits Anfang Dezember auf NEON.de. Die meistgelesenen Stücke spielen wir als Jahresrückblick in loser Reihenfolge noch einmal.

Das Gespräch mit Professor Thomas Rauscher wurde als E-Mail-Interview geführt. Einen Kommentar "Umstrittener Jura-Professor im stern-Interview: Was wir noch sagen wollten" lesen Sie hier. 

Herr Professor Rauscher, Ihr Dekan, Professor Tim Drygala, sagte im stern-Interview über Sie: "Der Professor ist der festen Überzeugung, dass er Deutschland vor dem Weltuntergang retten muss." 
Herr Drygala bemüht sich fanatisch, mir die klassischen Merkmale anzuhängen, die man ja auch in Büchern wie "Mit Rechten reden" als Rezept lesen kann. Ich halte die Migrationsfrage für eine sehr entscheidende Grundsatzfrage, die das Schicksal Europas massiv berührt. Der Präsident des BND (Bundesnachrichtendienst; Anm.d.Red.) sprach kürzlich von einer Milliarde Migrationswilliger. Und ich halte das Handeln der Bundeskanzlerin in 2015/2016 für einen klaren Rechtsbruch. Deshalb positioniere ich mich als Bürger dieses Landes.

Worum geht es Ihnen?
Wie gesagt, es geht nicht um einen Spleen, nicht um ein Retter-Syndrom. Es geht um eine hochstrittige Frage, die unsere Gesellschaft spaltet. Herr Drygala hat eine Ansicht, ich vertrete die Gegenansicht. Demokratie nennt man das. Meinungsbildung.

Die Studenten haben das Bedürfnis, sich vor Ihnen zu "retten". Sie protestieren seit Wochen. "Rauscher, rausch ab" steht auf ihren Plakaten. Was geht da in Ihnen vor?
Die Aktionen werden von SDS und Antifa-Leuten organisiert. Die wenigsten sind Juristen. Ich bekomme sehr viel Unterstützung von Studenten meiner Vorlesungen, die sich allerdings wegen des Meinungsterrors der Gegenseite nur in vertraulichen Mails und Gesprächen offenbaren. Der Boykottaufruf gegen meine Veranstaltungen ist verpufft. Also: Ich freue mich über die gute Arbeit mit meinen Studenten.

Die Proteste entzündeten sich an Ihren Tweets. Auf Twitter schrieben Sie unter anderem, Afrikaner und Araber hätten ihre Kontinente durch , Schlendrian, ungehemmte Vermehrung und Stammes- und Religionskriege zerstört und nähmen den Deutschen nun weg, was man durch Fleiß aufgebaut habe. Und dann sagen Sie: Rassistisch sei das alles nicht. Erklären Sie mal.
Ich wende mich gegen die Ansicht, die Fluchtursachen stammten aus der Kolonialzeit und werfe den arabischen und afrikanischen Gesellschaften und Staaten Versagen in Staat und Verwaltung, Korruption, unterlassene Maßnahmen gegen Überbevölkerung, Stammes- und Religionskriege vor. Letzte Woche in Abidjan wurde ganz offen das Problem diskutiert, dass afrikanische Staaten ihre Bürger nicht zurücknehmen, weil sie den cash-flow aus Europa einplanen. Das alles richtet sich nicht gegen Individuen, sondern gegen Staaten, die nun einmal in Arabien und Afrika liegen. Das ist genausowenig rassistisch, wie wenn man Griechenland vorwirft, dass es sich in den Euro hineingeschwindelt hat. Faktenbeschreibung. Nichts sonst.


Sie verwiesen darauf, dass Sie lediglich dem "afrikanischen Kontinent", dessen Gesellschaft und dessen Regierung eine langjährige "politische und gesellschaftliche Verhaltensweise" zuordnen würden. Das sei nicht rassistisch, da Sie nicht dem Afrikaner an sich Merkmale zuordnen würden. Die Zuordnung von Verhaltensweisen, Fähigkeiten, Eigenschaften an eine Gruppe - oder: Gesellschaft, wie Sie sagen – und somit, im Umkehrschluss, an jeden einzelnen Menschen, der dieser Gruppe scheinbar angehört - genau das ist doch Rassismus in Reinform.
Erneut dieselbe Frage. Ich ordne keine Eigenschaften zu, sondern ich beschreibe einen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ist-Zustand, der die Grundlage der sogenannten Fluchtursachen ist. Ebenso wie ich sage, dass es in den Ex-Kolonien Singapore und Hongkong prima läuft und in Indien – auch einer Ex-Kolonie – die Probleme angegangen werden, die in nicht angegangen wurden. Wenn Ihre Definition von Rassismus richtig wäre, dann wäre jede Statistik, die aufzeigt, wo afrikanische Länder hinsichtlich Überbevölkerung, Korruption und Brutto-Inlandsprodukt stehen, rassistisch. Hier werden Fakten durch den Rassismusvorwurf tabuisiert, weil man diese Fakten im deutschen Mainstream nicht hören will.

Sie werfen Afrikanern und Arabern Korruption, Schlendrian, ungehemmte Vermehrung und Kriege vor. Verkennen Sie damit die Rolle und die Folgen des europäischen Kolonial- und Imperialismus?
Wo soll der Zusammenhang zwischen Kolonialzeit und Korruption, miserabler Verwaltung und Bevölkerungswachstum liegen? Ist die Kolonialzeit schuld daran, dass sich seit dem dritten Kalifen Schia und Sunna bekriegen und deshalb derzeit der arabische Subkontinent brennt? Ist die Kolonialzeit schuld, dass Mugabe sich nach der Unabhängigkeit jahrzehntelang hemmungslos bereichert hat?

Für Beamte wie Sie gilt das Mäßigungsgebot. Es verpflichtet Beamte, bei politischer Betätigung – ob im Beruf und privat – zur Zurückhaltung. Auf schrieben Sie: "Es gibt keinen friedlichen Islam. Dschihad ist der Auftrag dieser Leute." Oder: "Ehegattensplitting für eingetragene Lebenspartner. Förderung einer die Familie pervertierten Lebensform auf Kosten anderer Steuerzahler." Was ist daran gemäßigt oder zurückhaltend?

Erstens: Das Mäßigungsgebot gilt abgestuft; bei Fehlen jeden dienstlichen Bezuges, also bei allgemeinpolitischen Aussagen im außerdienstlichen Bereich, hat auch ein Beamter Meinungsfreiheit.

Zweitens: Mäßigungsgebot heißt nicht, dass der Beamte sich in Kadavergehorsam die Meinung von Vorgesetzten vorschreiben lässt. Das war in der DDR so, nicht hier.

Drittens: Dschihad ist eine Grundpflicht jedes Muslims, können Sie in jedem Standardwerk lesen. Natürlich kann man den Dschihad unterschiedlich interpretieren, aber von einem aufgeklärten Islam sehe ich momentan weniger als noch vor 20 Jahren.

Viertens: Ehegattensplitting ist eine steuerliche Förderung. Homosexuell orientierte Bürger sollen leben, wie sie möchten; das ist Freiheit. Aber wieso sollten andere das mit ihren Steuern fördern, wenn daraus keine Familie hervorgehen kann?

Sie betonen: Auf Twitter schrieben Sie als Privatperson, alles sei gedeckt von dem Recht auf freie Meinungsäußerung. Können Sie versichern, dass Ihre privaten Ansichten nie in Ihrem Beruf eine Rolle gespielt haben?
Gegenfrage: Woher kommt es, dass Sie und andere Presseleute suggestive Fragen stellen, die (siehe Rassismus) voller eigener Wertungen sind? Niemand hat nur private politische Ansichten. Im Gegensatz zu Kollegen, die sich im Mainstream einordnen und diese Ansichten munter in den Vorlesungssaal tragen, tue ich das nicht. Ich wusste das nicht, aber seit an der Uni gegen mich gekämpft wird, kommen Studenten und erzählen mir davon. Sogar die Fachschaftsleute, die ja Beweise gegen mich sammeln wollten, stellen resigniert fest, dass ich in Vorlesungen auffällig wenig Meinung äußere. Selbst dort, wo es um Rechtspolitik geht und ein Professor klare Positionen haben muss. Ja, schade, so weit hat man mich schon diszipliniert.

Sie selbst bezeichnen sich als "Ethnopluralisten": keine multikulturelle Gesellschaft, die eigene Kultur soll möglichst homogen bleiben. Dabei wäre auch die "deutsche" oder "europäische" Kultur, die Sie jetzt zu schützen versuchen, ohne kulturellen Austausch so nie entstanden.
Mein Verständnis von Ethnopluralismus wendet sich lediglich dagegen, Kulturen durch Völkerwanderungen großen Ausmaßes zwangsweise zu vermengen und damit alle beteiligten Kulturen zu zerstören. Von Homogenhalten ist keine Rede. Ich bin für die gleichberechtigte Anerkennung und den Schutz aller Kulturen, für einen evolutionären wechselseitigen Austausch, der dann natürlich auch zu moderater Zuwanderung aus individueller Entscheidung beider Seiten führen kann. Der Streit geht um zwei völlig verschiedene Situationen. Austausch, individuell beidseits gewollte Migration mit freier Entscheidung für Integration oder Rückkehr: JA. Völkerwanderung mit Majorisierung, Parallelgesellschaften, Assimilation: NEIN.

Sie sind Erasmusbeauftragter an der Universität Leipzig, stehen zudem in Kontakt mit Jura-Kollegen aus nicht-europäischen Ländern. Sie sprechen von "individuellen Kontakten", über eine "völlig andere Situation". Endet die Unfähigkeit der Afrikaner oder Araber dann, wenn Sie sie persönlich kennen?
Die Studenten und Wissenschaftler, die ich in den vergangenen 25 Jahren in der Universität kennengelernt habe, haben die Zustände in ihren Herkunftsstaaten sehr realistisch betrachtet und teils sehr viel deutlicher kritisiert als ich; auch diese Begegnungen haben meine Ansichten geprägt. Warum schicken denn wohlhabende arabische Familien ihre Kinder zum Studium nach Deutschland? Weil zu Hause alles so perfekt ist? Wer hier studiert und dann zurückkehrt, leistet einen ungeheuer wichtigen Beitrag, dass die Zustände in den Herkunftsländern sich bessern. Wer 5000 Dollar zusammenkratzt und über das Mittelmeer flieht, um in Europa als Hilfsarbeiter zu leben, entzieht seine bescheidenen Kräfte dem Herkunftsstaat, ohne dass er hier wirklich Fuß fasst.

Ihr Dekan verglich Sie im Interview mit einem "Geisterfahrer". Fragen Sie sich nie, ob Sie wirklich richtig eingebogen sind?
Wir sind wieder bei Frage 1. Auch so ein Rezept im Stil von "Mit Rechten reden": Den anderen vorwerfen, sie verträten völlig abstruse Ansichten und seien damit total allein in der falschen Richtung unterwegs. Herr Drygala meint, er habe die wahre Lehre und die himmlische Einsicht und wer dieser Einsicht nicht folgt, sei dumm, zurückgeblieben und bestenfalls verängstigter AfD-Wähler. Ein Intellektueller, der fremde Kulturen nicht nur von der Dönerbude und vom Urlaub am Strand her kennt, sich seit Jahrzehnten mit diesen Themen befasst und der dann gegen Multi-Kulti ist, ist da natürlich gefährlich für die Gewissheit von der eigenen Unfehlbarkeit. Herr Drygala hat sich in seiner Mission gegen mich verrannt. Er führt einen Krieg und hält sich für den strahlenden Ritter. Ein Dekan, der in Interviews die Unwahrheit sagt, um einem Kollegen zu schaden, sollte zurücktreten. 

Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?