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Eisiges Deutschland: Bahn ist nur eingeschränkt auf Winter vorbereitet

Der Gefrierschrank Deutschland macht Zügen zu schaffen: Laut Bundesverkehrsminister Ramsauer ist die Bahn nicht optimal auf die Wetterlage vorbereitet. Im Bereich Streusalz haben Bund und Länder aber ihre Hausaufgaben gemacht.

Die Bahn ist nach Einschätzung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) noch nicht optimal auf den Winter vorbereitet. "Die Bahn hat einfach zu wenig rollendes Material", sagte Ramsauer der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Versäumnisse der Vergangenheit könnten über Nacht nicht wettgemacht werden. Zwar seien für mehrere Milliarden Euro neue ICE und Regionalzüge bestellt; doch bis diese eingesetzt werden könnten, vergingen noch Jahre, erläuterte der Minister.

Deshalb könne er angesichts der anhaltenden Kältewelle nur hoffen, dass ein neues Bahn-Chaos ausbliebe. Beim Streusalz hätten Bund und Länder ihre Hausaufgaben gemacht und zusätzliche Reserven und Lager angelegt, sagte Ramsauer. Keine Hoffnung machte Ramsauer den festsitzenden Schiffskapitänen. Zwar seien 50 Eisbrecher im Einsatz. Bei diesem Gefrierschrankwetter frören die Fahrrinnen der Wasserstraßen aber schnell wieder zu. Selbst Heizungen könnten die Schleusen nicht mehr in Betrieb halten.

kave/DPA / DPA
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