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Hurrikan "Irma": Mindestens zehn Tote durch Hurrikan "Irma" in Kuba

Überflutungen im Bankenviertel Miamis +++ Mehr als 12.000 Flüge ausgefallen +++ Pókemon Go schickt Spieler in den Hurrikan +++ Trump ruft Katastrophenfall aus +++ Auswärtiges Amt schaltet Notfallnummern +++ Die Ereignisse um Hurrikan "Irma" im stern-Ticker.

Mindestens zehn Tote durch Hurrikan "Irma" in Kuba

Menschen waten in Havanna (Kuba) über eine überflutete Straße. Der Hurrikan "Irma" hat auch in Kuba schwere Schäden verursacht

Hurrikan "Irma" hat den US-Bundesstaat Florida mit voller Wucht erfasst. Millionen Haushalte sind ohne Strom. US-Präsident Donald Trump rief den Katastrophenfall aus und kündigte an, möglichst bald nach Florida reisen zu wollen, um sich ein Bild von den Schäden zu machen. Mehr als 12.000 Flüge von und nach Florida wurden abgesagt.

Verfolgen Sie hier die aktuelle Entwicklung zum Hurrikan "Irma" im stern-Ticker:

+++ 16.50 Uhr: "Irma" legt Autoproduktion in den USA teilweise lahm +++

Der Hurrikan "Irma" trifft auch die im Süden der USA angesiedelte Autoindustrie. Die beiden südkoreanischen Hersteller Kia und Hyundai schließen ihre Werke in der Region vorübergehend. In den Fabriken der deutschen Hersteller läuft die Produktion dagegen überwiegend weiter - hier dürfte der Sturm nicht mehr mit voller Stärke zuschlagen. Über Festland verlieren Hurrikane Energie.

+++ 15.49 Uhr: Zehn Tote in Kuba +++

Hurrikan "Irma" hat in Kuba zehn Menschen in den Tod gerissen. Sieben Menschen seien in der Provinz Havanna ums Leben gekommen, wie der Zivilschutz mitteilte. Drei weitere Menschen wurden demnach in Matanzas, Ciego de Ávila und Camagüey getötet. Im Norden Kubas richtete der Tropensturm erhebliche Schäden an. "Irma" war in der Nacht zum Samstag mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 Kilometern pro Stunde auf Kuba getroffen. Tausende Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht. Die Regierung rief Hurrikan-Warnungen für mehrere Provinzen aus.

+++ 15.24 Uhr: Mindestens zehn Tote durch Hurrikan "Irma" in Kuba +++

Beim Durchzug des Hurrikans "Irma" in Kuba sind nach offiziellen Angaben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. "Irma" hatte am Samstag in dem Inselstaat getobt, über Opfer war bislang nichts bekannt gewesen. Die Gesamtzahl der Todesopfer durch "Irma" in der Karibik und den USA stieg damit auf mindestens 40.  

+++ 15.02 Uhr: Versicherer sehen Milliardenschäden durch Hurrikan "Irma" +++

Der Hurrikan "Irma" wird nach Einschätzung der Risikospezialisten von AIR Worldwide Schäden im zweistelligen Milliardenbereich hinterlassen. In den USA dürften sich die versicherten Schäden auf 20 bis 40 Milliarden US-Dollar (17 bis 33 Mrd. Euro) belaufen, teilte AIR Worldwid mit. Am Samstag hatten die Experten noch versicherte Schäden von 15 bis 50 Milliarden Dollar für möglich gehalten. Hinzu kämen 5 bis 15 Milliarden auf mehreren karibischen Inseln.

+++ 14.36 Uhr: "Irma" zu Tropensturm herabgestuft +++

Der über Florida wütende Hurrikan "Irma" ist zu einem Tropensturm herabgestuft worden. Wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami mitteilte, tobte der Sturm aber weiterhin mit Wirbelsturm-ähnlichen Böen über den US-Bundesstaat. Die Windgeschwindigkeiten betrugen demnach bis zu 110 Stundenkilometer. Zuvor war "Irma" mit Windgeschwindigkeiten von 137 Stundenkilometern als Hurrikan der Kategorie 1 eingestuft gewesen.

Um 08.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MESZ) befand sich das Auge des Sturms laut NHC 170 Kilometer nördlich der im Westen von Florida gelegenen Großstadt Tampa. Für die Stadt Jacksonville im Nordosten von Florida, nahe der Grenze zum Bundesstaat Georgia, galt eine Sturmflutwarnung. 

+++ 12.53 Uhr: Tui Deutschland fliegt Urlauber von Kuba aus +++

Die Deutschlandtochter des weltgrößten Reisekonzerns Tui fliegt rund 600 ihrer Kunden "so schnell wie möglich" aus der vom Hurrikan "Irma" verwüsteten kubanischen Nordküste aus. Vor allem an der Nordküste rund um Varadero, dem wichtigsten Touristenzentrum der Insel, habe es teilweise schwere Schäden gegeben, teilte das Krisenzentrum des Konzerns am Montag in Hannover mit.

Für den ebenfalls vom Tropensturm schwer heimgesuchten US-Bundesstaat Florida bietet der Konzern kostenfreie Umbuchungen und Stornierungen für alle Anreisen bis 14. September. Vor Ort seien betroffene Gäste in Hotels in Orlando und Charlotte untergebracht und verpflegt worden.

+++ 12.31 Uhr: Kia und Hyundai machen US-Fabriken wegen "Irma" vorübergehend dicht +++

Hurrikan "Irma" trifft auch die im Süden der USA angesiedelte Autoindustrie. Die beiden südkoreanischen Hersteller Kia und Hyundai schließen ihre Werke in der Region vorübergehend. Was mit den Fabriken der deutschen Hersteller geschieht, war gegen Montagmittag noch unklar.

Bei Volkswagen und Daimler war zunächst niemand zu erreichen. Eine Sprecherin von BMW sagte, dass am Freitag noch am Produktionsstandort in South Carolina produziert worden sei. Bislang habe sie noch nichts Gegenteiliges aus den USA gehört.

+++ 11.41 Uhr: Pókemon Go schickt Spieler in den Hurrikan +++

6,3 Millionen Menschen wurden aufgefordert sich vor "Irma" in Sicherheit zu bringen, nach inoffiziellen Schätzungen kamen mehr als 20 Menschen ums Leben – doch Pokémon Go schickt seine Nutzer zum Spielen in den Park. Einer von ihnen teilte nun auf Twitter einen Screenshot mit der Push-Nachricht: „Vielleicht sind gerade jetzt viele Pokémons in den Parks um Dich herum unterwegs. Ein super Zeitpunkt einmal wieder Deine Umgebung zu erkunden“. „Pokémon Go versucht Leute umzubringen“, kommentierte ReturntheHunter den Post. Mit im Screenshot zu sehen: Zwei Hurrikan-Warnungen.


Der Tweet wurde inzwischen mehr als 176.000 Mal geliked und 75.000 Mal geteilt. Und Twitter wäre nicht Twitter, wenn nicht die ein oder andere kreative Antwort darauf käme:


+++ 11.28 Uhr: Ein Freizeitpark in Tampa evakuiert Flamingos +++

Nicht nur die Menschen müssen sich vor dem Hurrikan "Irma" in Sicherheit bringen. Ein Freizeitpark in Tampa wurde auch evakuiert, die Flamingos marschierten in eine Notunterkunft – vorbildlich in Reih und Glied. Auch der Zoo Miami hat Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Dort mussten die Flamingos und andere Zootiere in einen Betonbunker umziehen. 

+++ 9.35 Uhr: Wohngemeinschaft bringt Pferde zur Sicherheit ins Wohnzimmer +++

Eine Wohngemeinschaft im Okeechobee County in Florida hat zwei Pferde in ihrer Wohnung vor "Irma" in Sicherheit gebracht. Auf Facebook veröffentlichte eine der Mitbewohnerinnen ein Video, in dem die Pferde in ihrem Wohnzimmer zu sehen sind. "Sie lieben es", sagte die Frau einem örtlichen Fernsehsender, der online über die Geschichte berichtete.


Auch der Zoo in Miami hat seine Tiere vor dem Hurrikan in Sicherheit gebracht und einige von ihnen in bunkerähnlichen Gebäuden untergebracht. Größere Tiere blieben aber in ihren Gehegen, berichteten amerikanische Medien. Der Zoo hat seine Gehege  demnach nach Hurrikan "Andrew" 1992 für solche Fälle verstärkt.

+++ 8.59 Uhr: Wissenschaftler nennt Hurrikansaison "wirklich enorm" +++

Der Klimaexperte Anders Levermann rechnet aufgrund des Klimawandels zukünftig mit immer mehr starken Hurrikans. "Wenn ein Hurrikan entstanden ist, nimmt er die Energie aus dem Wasser - und davon ist mehr da durch die globale Erwärmung", erklärte Levermann im ZDF-Morgenmagazin. "Es ist nicht so, dass jetzt immer Hurrikans entstehen. Aber wenn sie entstehen, dann haben sie mehr Energie zur Verfügung", sagte der Wissenschaftler des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Die diesjährige Hurrikansaison beschrieb er als "wirklich enorm".

+++ 8.27 Uhr: "Irma" schwächt sich auf Kategorie eins ab +++

"Irma" hat sich während seines Weges über das Festland von Florida abgeschwächt. Wie das nationale Hurrikanzentrum mitteilt, hat es den Sturm auf die niedrigste Hurrikan-Kategorie eins zurückgestuft. Die Winde hätten sich auf bis zu 135 Stundenkilometer abgeschwächt. Zuvor waren Windgeschwindigkeiten von bis zu 229 Stundenkilometern gemessen worden. Im Laufe des Tages soll "Irma" vom Hurrikan zum Tropensturm werden, während der Sturm über Nord-Florida ist. Wie groß die Schäden durch den Hurrikan sind, ist noch völlig unklar.

+++ 7.59 Uhr: Medien berichten von Plünderungen in Florida +++

Diebe nutzen offenbar das Chaos durch "Irma" in Florida, um Geschäfte zu plündern und in Wohnungen einzubrechen. US-Medien schildern aus mehreren Städten an der Ostküste des US-Bundesstaates Überfälle, viele der Täter seien bewaffnet. In der Stadt Weston wurde nach Angaben verschiedener lokaler Medien ein 17 Jahre alter Dieb von einem Sicherheitsbeamten angeschossen. Der 17-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, während sein Komplize direkt verhaftet wurde. Auch bei vielen anderen Vorfällen seien die beobachteten Täter jung oder in Gruppen organisiert gewesen. Nach Angaben des TV-Senders NBC wurden am Sonntag mehrere Verdächtige wegen der Plünderungen festgenommen. Der Sender zeigte ein Video von einem Diebstahl, den ein NBC-Reporter demnach selbst beobachtet hatte.

6,3 Millionen Menschen waren aufgefordert, sich vor "Irma" in Sicherheit zu bringen. Viele Wohnungen sind daher derzeit unbewohnt, auch viele Ladeninhaber haben die Städte im südlichen Florida verlassen. Außerdem ist in vielen Teilen des Landes durch "Irma" der Strom ausgefallen. Schon auf den karibischen Inseln hatten Plünderer vor einigen Tagen das Chaos nach dem Hurrikan für Diebstähle und Einbrüche genutzt.

+++ 7.00 Uhr: Überflutungen im Bankenviertel von Miami +++

"Irma" hat Überflutungen in der Innenstadt von Miami ausgelöst. Wassermassen wälzten sich durch die Straßen der Altstadt sowie durch das Bankenviertel Brickell, berichtet die ortsansässige Zeitung "Miami Herald". Auf zahlreichen Bildern und Videos ist zu sehen, dass heftige Stürme das Wasser in die Stadt gedrückt und große Straßen zu reißenden Flüssen gemacht haben. Nach Angaben der Zeitung stand das Wasser in den Straßen bereits am Sonntagabend (Ortszeit) rund einen Meter hoch. Hurrikan "Irma" ist breiter als die Halbinsel Florida. Daher bringt der riesengroße Wirbel auf seiner "rechten" Seite, also an der Ostküste, erste Überflutungen.

+++ 6.19 Uhr: "Irma" zieht Floridas Halbinsel aufwärts +++

Hurrikan "Irma" zieht derzeit mit heftigem Sturm und starkem Regen über das Festland von Florida. An der Grenze zum Auge des Wirbelsturms werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern gemessen, teilt das US-Hurrikanzentrum mit. Das Auge bewegt sich in langsamem Tempo nordwärts und wird voraussichtlich zwischen den beiden Großstädten Tampa und Orlando hindurchziehen, wie der Sender ABC berichtet.

In einem Landkreis an der Golfküste Floridas wurden die Polizisten in ihre Wachen zurückgerufen, um nicht selbst verletzt zu werden. Der Sender warnt, es seien keine Einsatzkräfte unterwegs. Die Straßen im Landkreis Sarasota sind mit Trümmern übersät, der Sturm riss Straßenlaternen und Ampeln aus ihrer Verankerung.

Hurrikan "Irma": Evakuierung? Mann filmt Sturm in Florida und wird von Riesenwelle erfasst

+++ 1.54 Uhr: Böe mit 230 Stundenkilometern in Naples gemessen +++

Extrem starke Böen und rasch ansteigendes Wasser: Die Stadt Naples an der Westküste Floridas ist stark getroffen worden. Am Flughafen sei eine Böe mit 229 Stundenkilometern gemessen worden, teilt das US-Hurrikanzentrum mit. Zudem stieg der Spiegel des Ozeans vor Naples innerhalb von nur 90 Minuten um mehr als zwei Meter an. Die rund 20.000 Einwohner von Naples waren aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

+++ 0.50 Uhr: Mehr als 12.000 Flüge ausgefallen +++

Aufgrund der Auswirkungen von "Irma" sind weltweit bereits mehr als 12.000 Flüge ausgefallen. Alleine in Florida hätten an Flughäfen wie Miami, Orlando oder Tampa bereits mehr als 9000 Flüge nicht stattgefunden, berichtetn US-Medien unter Berufung auf die Flugbeobachtungswebseite FlightAware. Auch Flüge nach Florida von Europa, Asien, Südamerika und Afrika wurden abgesagt. 

+++ 0.34 Uhr: Polizei: Nicht auf "Irma" schießen! +++

Wie wird man einen Hurrikan wieder los? Mit Waffen jedenfalls nicht, sagt der Sheriff von Pasco County an der Westküste von Florida, nördlich der Stadt Tampa. "Um es deutlich zu machen: Schießt nicht auf 'Irma'. Ihr werdet sie nicht umdrehen lassen und es wird sehr gefährliche Nebenwirkungen haben", hieß es auf dem offiziellen Profil des Sheriffs. Zuvor war auf Facebook eine Veranstaltung mit dem Namen "Schießt auf Hurrikan 'Irma'" angelegt worden, an der Zehntausende Menschen online Interesse bekundet hatten. Das sei aber sarkastisch gemeint gewesen, wurde später auf der Seite betont.

"Es gab keine Schüsse. Wir wissen nicht, ob da jemand einen Witz oder eine ernsthafte Drohung gemacht hat", sagte der Sprecher des Sheriffs der "Washington Post". "Wir reagieren nur auf die Menschen im Allgemeinen und stellen sicher, dass sie nicht in die Luft schießen. Die Kugel könnte herunterkommen und Menschen verletzen."

Die Ereignisse am Sonntag, den 10. September

+++ 23.44 Uhr: Trump ruft Katastrophenfall für Florida aus +++

US-Präsident Donald Trump hat den Katastrophenfall für Florida ausgerufen. Mit der Ankündigung ist der Weg frei für Notfallhilfen des Bundes für den Staat. Damit sollen unter anderem Reparaturen bezahlt werden sowie Unterkünfte für Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten. Trump kündigte an, er werde "sehr bald" nach Florida reisen. Er hatte sich am Wochenende vorübergehend in Camp David aufgehalten, wo er laufend über die Lage im Sturmgebiet informiert wurde. Erst kürzlich hatte Trump die Bundesstaaten Texas und Louisiana besucht, in denen der Hurrikan "Harvey" Ende August eine Spur der Verwüstung hinterlassen hatte.  

+++ 23.33 Uhr: "Irma" auf Kategorie 2 heruntergestuft +++

"Irma" ist bei ihrem Zug über die Westküste von Florida auf Kategorie zwei von fünf herabgestuft worden. Der Hurrikan bleibt aber extrem gefährlich, wie das Nationale Wetterzentrum mitteilt. Gegen 23 Uhr MESZ war das Auge von "Irma" mit Spitzengeschwindigkeiten von 177 Stundenkilometern acht Kilometer nördlich von Naples.

Fluten in Miami, Tornados in Fort Lauderdale: Hier trifft Hurrikan "Irma" auf Floridas Ostküste

+++ 23.15 Uhr: Fünf Millionen Menschen in Florida ohne Strom +++

Die Stromausfälle in Florida sind deutlich weitreichender und schlimmer als befürchtet. Berichten zufolge werden bis zu fünf Millionen Menschen vorübergehend keinen Strom mehr haben. Das ist fast jeder vierte Einwohner Floridas. Wie die Zeitung "USA Today" unter Berufung auf ein Krisentreffen der Betreiber berichtet, sind insgesamt 2,5 Millionen Stromanschlüsse betroffen.

Über den gesamten Staat würden etwa 17.000 Arbeiter aus 30 Bundesstaaten der USA verteilt, um möglichst schnell die Stromversorgung wiederherzustellen. Das könne aber erst geschehen, wenn die starken Winde auf etwa 55 Kilometer pro Stunde zurückgegangen und die Überschwemmungen zurückgegangen seien. Noch tobt der Sturm aber mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern an der Westküste des Bundesstaates. In den USA sind die meisten Stromleitungen überirdisch verlegt, das macht sie bei starken Winden oder umstürzenden Bäumen anfällig für Beschädigungen.

+++ 23.02 Uhr: Macron besucht Karibikinsel Saint-Martin +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird die schwer von "Irma" beschädigte Karibikinsel Saint-Martin besuchen. Er werde in seiner Präsidentenmaschine am Dienstag auch dringend benötigte Hilfsgüter auf die Insel bringen, schrieb Innenminister Gerard Collomb auf Twitter. Oppositionspolitiker hatten der Regierung eine mangelhafte Vorbereitung auf den Hurrikan vorgeworfen. Darauf erwiderte Collomb, die Regierung habe Hilfsmaßnahmen für die Inselbevölkerung in noch nicht dagewesener Dimension begonnen. So seien nur 48 Stunden nach dem Durchzug von "Irma" 1100 Helfer vor Ort im Einsatz.

Die Insel Saint-Martin teilt sich in einen französischen und einen niederländischen Teil, genannt Sint Maarten. Weite Teile der Insel wurden vom Hurrikan zerstört oder beschädigt. Mindestens zehn Menschen kamen auf französischer Seite um; die niederländischen Behörden zählten mindestens vier Todesopfer.

+++ 21.38 Uhr: König Willem-Alexander besucht verwüstete niederländische Karibik-Inseln +++

Der niederländische König Willem-Alexander hat auf der Karibik-Insel Curacao Opfer von "Irma" besucht. Der Monarch traf am Sonntagnachmittag (Ortszeit) auf der niederländischen Insel ein und wollte sich dort auch über die Hilfsaktion der niederländischen Armee auf der Antillen-Insel Sint Maarten informieren, teilte die Regierung in Den Haag mit. Die Opfer waren zuvor von der schwer getroffenen Insel Sint Maarten ausgeflogen worden.

Der Monarch sollte am Montag Sint Maarten selbst besuchen. Die zum Königreich gehörende Insel war schwer von dem Hurrikan getroffen worden. Gut 70 Prozent der Infrastruktur wurden zerstört. Vier Menschen kamen um, rund 40 wurden verletzt.

+++ 21.01 Uhr: Sechs Tornados binnen einer Stunde in Florida +++

An der Ostküste Floridas haben sich allein binnen einer Stunde sechs Tornados entwickelt. Das berichtete der nationale Wetterdienst. Mit weiteren Wirbelstürmen müsse gerechnet werden.
Florida wurde am Sonntag von Hurrikan "Irma" heimgesucht, der zuvor eine Spur der Verwüstung durch die Karibik gezogen hatte. "Irma" zieht die Westküste des Bundesstaates Florida in nördlicher Richtung hinauf und bringt schwere Schäden mit sich.

+++ 19.27 Uhr: Behörden bestätigen: Drei Tote in Florida +++

Im Zusammenhang mit dem Hurrikan "Irma" sind in Florida mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Es handele sich um zwei Männer und eine Frau, die am Samstag und Sonntag bei durch Sturmböen und starke Regenfälle verursachten Verkehrsunfällen ums Leben gekommen seien, teilten die Behörden am Sonntag mit.

+++ 18.30 Uhr: Forscher: "Harvey" und "Irma" sind historische Konstellation +++

Zum zweiten Mal in nur gut zwei Wochen sind die USA von einem Hurrikan der zweithöchsten Kategorie 4 getroffen worden. Ein solches Aufeinandertreffen zweier so starker Stürme binnen eines Jahres habe es nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen vor 166 Jahren gegeben, berichteten Meteorologen des US-Hurrikanzentrums und auch des "Weather Channel" am Sonntag.

Am 25. August erreichte "Harvey" die texanische Küste mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. "Irma", die am Sonntag mit der Inselkette Florida Keys an der Südspitze Floridas eintraf, hatte ähnliche Windstärken.

+++ 17.43 Uhr: 1,3 Millionen Menschen in Florida ohne Strom +++

Infolge des Hurrikans "Irma" sind am Sonntagvormittag (Ortszeit) 1,3 Millionen Menschen ohne Strom gewesen. Von ihnen konnten nach Angaben des Betreibers Florida Power & Light 200.000 Menschen wieder mit Energie versorgt werden. Der Betreiber Keys Energy Services, zuständig für die Ortschaft Key West und Teile der Inselkette Florida Keys, berichtete, dass alle seiner 29.000 Kunden ohne Strom seien. Da "Irma" im Lauf des Sonntags und bis Montag weiter den Sonnenstaat hinaufziehen wird, ist mit weiteren großflächigen Ausfällen zu rechnen.

+++ 16.07 Uhr: "Irma" in den USA großes TV-Ereignis +++

Der extrem gefährliche Hurrikan "Irma" ist in den USA auch ein gewaltiges Fernsehereignis. Allein der Sender CNN postierte Heerscharen von Reportern in ganz Florida. In Regenjacken und -hosen stemmten sie sich am Sonntag dem Sturm entgegen. Manche Berichte waren wegen starker Windgeräusche kaum zu verstehen, von anderen Reportern war wegen vollgeregneter Objektive nur wenig zu sehen.

Sie berichteten aus umtosten Häfen und von Strandpromenaden, neben entwurzelten Bäumen und umgestürzten Verkehrsschildern, aus menschenleeren Städten und inmitten überfluteter Straßenkreuzungen. Ein Reporter in Miami trug zum Schutz gegen die Wassermassen eine Skibrille. CNN hat sein gesamtes Programm auf den Hurrikan umgestellt. Seit der Nacht war eine oft wiederholte Formulierung von Moderator Chris Cuomo: "Was Sie hier sehen, ist erst das Geringste vom Schlimmsten (the least of the worst)".

+++ 15.27 Uhr: Wer blieb, ist auf sich allein gestellt +++

Wer sich trotz Evakuierungshinweisen entschieden hat, im Hurrikan "Irma" zuhause auszuharren, ist dort womöglich längere Zeit zunächst auf sich selbst gestellt. Darauf hat der Chef des US-Katastrophenschutzes hingewiesen, Brock Long. Die Teams der Ersthelfer könnten erst nach ihrer Eigensicherung eingreifen und in Gebiete vorrücken, deren Einwohner zuvor ausdrücklich zur Abreise aufgefordert worden seien. Es ist nicht klar, wie viele Menschen in Florida der Aufforderung zur Evakuierung nicht gefolgt sind. Insgesamt wurden rund 6,3 Millionen Menschen aufgefordert, sich vor "Irma" in Sicherheit zu bringen.


+++ 15.01 Uhr: Mindestens drei Tote in Florida +++

Während des Hurrikans "Irma" sind in Florida einem Medienbericht zufolge mehrere Menschen ums Leben gekommen. Wie der Sender ABC in Florida meldete, starben am Sonntagmorgen (Ortszeit) drei Menschen bei vom Wetter mitverursachten Verkehrsunfällen. Auf den Florida Keys im Bezirk Monroe County starb ein Mann. Er hatte im Sturm die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren, zitierte der Sender das Büro des örtlichen Sheriffs. Der Fahrer hatte demnach einen Generator transportiert. Auch die beiden anderen Toten seien bei Autounfällen ums Leben gekommen, so der Sender.

Hurrikan "Irma" verwüstete ganze Straßenzüge, wie hier in Miami

Hurrikan "Irma" verwüstete ganze Straßenzüge, wie hier in Miami. Bislang sind in Florida mindestens drei Menschen durch den Sturm gestorben


+++ 14.46 Uhr: Versicherer erwarten Milliardenschäden +++

Die großen Rückversicherer wie Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück blicken gebannt auf Hurrikan "Irma" und Florida. Die erwarteten Verwüstungen durch den Wirbelsturm könnten die Branche empfindlich treffen. Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister AIR Worldwide schätzt die versicherten Schäden durch "Irma" in den USA und auf mehreren karibischen Inseln auf 20 bis 65 Milliarden US-Dollar (17 bis 54 Mrd Euro), wie er in Boston mitteilte.

Der Großteil der Schäden würde mit 15 bis 50 Milliarden Dollar auf die Vereinigten Staaten entfallen. Die Prognosespanne ist noch ziemlich groß, denn zum Zeitpunkt der Schätzung war "Irma" noch auf dem Weg Richtung USA. Inzwischen zieht der nächste Hurrikan "José" bereits hinter "Irma" her.

Das Auge von Hurrikan "Irma" hat inzwischen Florida erreicht

Das Auge von Hurrikan "Irma" hat inzwischen Florida erreicht


+++ 14.17 Uhr: Frau bringt Mädchen zur Welt, mit Hilfe übers Telefon +++

Mitten in der Anspannung wegen des Sturms in Florida vermeldet die Statdverwaltung Miami eine schöne Nachricht: Demnach hat eine schwangere Frau, der die Feuerwehr wegen "Irma" nicht helfen konnte, im Stadtteil Little Haiti ein Mädchen zur Welt gebracht - mit telefonischer Unterstützung. Inzwischen seien Mutter und Kind ins Krankenhaus gekommen.

+++ 13.56 Uhr: Feuerwehr stellt Hilfsmaßnahmen ein +++

Die Feuerwehr von Miami hat vorübergehend alle Rettungseinsätze eingestellt. Man werde wieder ausrücken, wenn die Situation ungefährlicher sei, teilten die Helfer in einer Mitteilung mit. Auch in anderen Gegenden haben Rettungskräfte angekündigt, derzeit auszurücken.

Hurrikan "Irma": Evakuierung? Mann filmt Sturm in Florida und wird von Riesenwelle erfasst


+++ 13.50 Uhr: Bürgermeister: "Miami gleicht einer Geisterstadt +++

Miami Beach gleicht nach den Worten von Bürgermeister Phil Levine einer "Geisterstadt". Scott Abraham, Bewohner des 5. Stockwerks eines Mehrfamilienhauses am Strand von Miami Beach, ignorierte die Evakuierungsanordnungen bewusst: "Wenn ich in einem Einfamilienhaus leben würde, wäre ich gegangen, aber wenn hier alles überflutet wird, wird es mindestens eine Woche dauern, bis wir zurück können", sagte er. "Das will ich nicht." Er harre deshalb mit seiner Frau und zwei Kindern zu Hause aus.

+++ 13.13 Uhr: "Irma" auf Florida Keys getroffen +++

Der Hurrikan "Irma" hat den Süden des US-Bundesstaates Florida erreicht. Am Sonntagmorgen traf der Wirbelsturm der zweithöchsten Stufe 4 die Inselgruppe Florida Keys, wie der US-Wetterdienst mitteilte. Zuvor hatten die Behörden mehr als 6,3 Millionen Bewohner des Bundesstaates aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

+++ 12.31 Uhr: Wetterdienst warnt vor Tornados +++

Der US-Wetterdienst warnt vor Tornados für ein Gebiet rund 50 Kilometer nördlich von Miami.


+++ 11.30 Uhr: "Irma" erreicht Florida Keys +++

Der Hurrikan "Irma" wird nach der jüngsten Mitteilung des US-Hurrikanzentrums zwischen 7.00 und 8.00 Uhr (13.00 bis 14 Uhr MESZ) Ortszeit auf die Florida Keys treffen. Der besonders große und extrem gefährliche Sturm droht katastrophale Schäden anzurichten. Nachdem "Irma" das Festland erreicht hat, wird ein Kurs die Westküste Floridas hinauf erwartet. Von Fort Myers bis hoch nach Tampa bereiteten sich die verbliebenen Menschen auf das Schlimmste und bis zu 4,5 Meter hohe Sturmfluten vor.

Der Sturm erreicht Florida in der zweithöchsten Kategorie 4. Nach Mitteilung des Hurrikanzentrums von 5.00 Uhr Ortszeit hat er eine ständige Windgeschwindigkeit von 215 Kilometern pro Stunde. In Hunderttausenden Haushalten fiel bereits der Strom aus.


+++ 10.34 Uhr: Polizei warnt vor heruntergefallenen Stromkabeln +++

Die Polizei in Florida meldet weitere Schäden durch Ausläufer von "Irma": In vielen Gebieten seien Stromkabel hinuntergefallen. Von ihnen gehe Lebensgefahr aus.

+++ 10.30 Uhr Wetterdienst mit eindrücklicher Warnung +++

Der US-Wetterdienst veröffentlichte eine eindrückliche Warnung an alle Menschen, die die Florida Keys nicht verlassen haben: "Gehen Sie nicht nach draußen!", "Verbarrikadieren Sie sich!", "Ziehen Sie Schuhe an!", heißt es in der Aufforderung, Das Eintreffen des Sturmes stehe unmittelbar bevor.


+++ 9.40 Uhr: Hurrikan soll in Kürze die Keys erreichen+++

Der US-Wetterdienst geht davon aus, dass der Sturm die Florida Keys innerhalb der nächsten ein bis zwei Stunden erreicht.

+++ 8.38 Uhr: Wetterdienst warnt Bewohner der Keys +++

Der US-Wetterdienst ruft Menschen, die sich noch auf den Florida Keys befinden auf, sich zu Hause barrikadieren. Ein Satellitenbild zeigt die Position des Hurrikans unmittelbar vor der Küste Floridas.


+++ 8.16 Uhr: "Irma" gewinnt wieder an Kraft +++

In seinem Kurs auf die Inselgruppe der Florida Keys hat der Hurrikan "Irma" wieder an Kraft gewonnen. Das US-Hurrikan-Zentrum in Miami stufte den Tropensturm am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) in die zweithöchste Kategorie 4 ein. "Irma" erreichte demnach Windstärken von bis zu 210 Kilometern pro Stunde. Es wurde erwartet, dass der Sturm am Sonntagmorgen auf die Inselgruppe an der Südspitze Floridas trifft, erste orkanartige Böen gab es bereits. 

+++ 5.52 Uhr: Inzwischen fast 200.000 Haushalte ohne Strom +++

Die ersten Ausläufer des Hurrikans "Irma" haben im US-Bundesstaat Florida zu Stromausfällen in mehr als 190 000 Haushalten geführt. Das ging aus einer Übersicht des Energieunternehmens FPL hervor.
Experten schätzten, dass mehr als eine Million Menschen ohne Strom sein könnten, wenn der Hurrikan Florida durchquert hat. 

+++ 4.57 Uhr: Erste Böen treffen Florida Keys +++

Die von Hurrikan "Irma" bedrohte Inselgruppe Florida Keys ist von ersten orkanartigen Böen getroffen worden. Es wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 119 Kilometern pro Stunde gemessen, wie der Nationale Wetterdienst im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. 


+++ 3.55 Uhr: Auswärtiges Amt schaltet Notfallnummern +++

Das Auswärtige Amt in Berlin schaltete wegen "Irma" Notfallnummern für Betroffene. Wie das Ministerium mitteilte, ist für Anrufer aus Deutschland die Berliner Telefonnummer (030) 50003000 geschaltet. Für Anrufer aus den USA ist die deutsche Botschaft in Washington unter (001202) 2984000 zu erreichen. Die Bundesregierung stehe in engem Kontakt mit den US-Behörden und habe vor Ort ihre Krisenkapazitäten hochgefahren, erklärte das Auswärtige Amt. An der Botschaft in der Hauptstadt Washington sei ein Krisenstab eingerichtet worden, in Atlanta gebe es einen regionalen Krisenstab. Am Sonntagnachmittag werde der Krisenstab in Berlin tagen.

Wie hier in Palm Beach richteten die Behörden Notunterkünfte ein

Wie hier in Palm Beach richteten die Behörden Notunterkünfte ein


+++ 1.42 Uhr: 76.000 Menschen ohne Strom +++

Schon die ersten Ausläufer von Hurrikan "Irma" haben in Teilen Floridas für Stromausfälle gesorgt. Mehr als 76 .00 Menschen seien ohne Strom, sagte Gouverneur Rick Scott ambei einer live im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Stromausfälle gab es unter anderem in Miami und auf den Florida Keys an der Südküste des Bundesstaates. 

Hurrikan "Irma" über den Britischen Jungferninseln: Segler dokumentiert Zerstörung von Haus durch Supersturm


+++ 0.36 Uhr: Nationalgarde mobilisiert +++

Floridas Gouverneuer Rick Scott mobilisierte 7000 Mitglieder der Nationalgarde. Florida sei insgesamt gut auf den Hurrikan vorbereitet, sagte er. Er schätzte aber, dass in Notunterkünften rund tausend Krankenschwestern und Pfleger gebraucht würden. Scott rief Freiwillige auf, sich zu melden.

+++ 0.35 Uhr: Wetterdienst warnt vor Tornados +++

Der US-Wetterdienst warnt vor sintflutartigen Regenfällen, Sturzfluten und Tornados in Florida. Rund 6,3 Millionen Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen. Das entspricht rund 30 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaates.

+++ 0.00 Uhr: Schwere Schäden an Kubas Nordküste +++

Der Hurrikan "Irma" hat an der Nordküste von Kuba Überschwemmungen, schwere Schäden und Stromausfälle angerichtet. Nach Angaben des kubanischen Wetterdienstes löste der Wirbelsturm bis zu sieben Meter hohe Wellen aus. "Irma" betreffe das gesamte Staatsgebiet Kubas. Laut Fernsehberichten waren weite Teile des Zentrums und des Ostens der Insel ohne Strom.

Hurrikan "Irma" richtete in der kubanischen Stadt Cibarien erhebliche Schäden an

Hurrikan "Irma" richtete in der kubanischen Stadt Cibarien erhebliche Schäden an


Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen in der 40.000 Einwohner zählenden Küstenstadt Caibarién die Folgen des Hurrikans. Auf den Straßen lagen Teile von Dächern, Stromleitungen und Ästen herum. Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge fuhren durch die Straßen.


mad/wue/tkr/tyr/fs / DPA / AFP