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Aktion #112live: Notruftag auf Twitter: Rettungskräfte gewähren einen Blick hinter die Kulissen

Die "112" dient den Bürgern der EU als einheitliche Notrufnummer. Am "Tag des Notrufs" gewähren mehr als 40 Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland einen Einblick in den Alltag der Rettungskräfte.


Feuerwehrauto abgebildet, das in Höchstgeschwindigkeit zum Einsatzort fährt

Am 11. Februar wird jährlich an die einheitliche Notrufnummer erinnert

DPA

Der Tag des Notrufs, der jährlich am 11. Februar stattfindet, soll an die europäische Notrufnummer 112 erinnern. Zu diesem Anlass berichten bundesweit Rettungskräfte der Feuerwehr von acht Uhr an zwölf Stunden lang via Twitter von ihren Einsätzen. Unter Hashtags wie #112live oder #TagdesNotrufs kann man den Alltag eines Feuerwehrmanns oder einer Feuerwehrfrau live mitverfolgen – zum Beispiel über Bilder und Videos aus den Einsatzzentralen.

Laut einer Befragung von Eurostat, dem Statistischen Amt der EU, wissen nur 49 Prozent der Bevölkerung, dass die 112 europaweit gültig ist. Seit 1991 sind Rettungskräfte in ganz Europa unter dieser Nummer erreichbar. An dieser Stelle soll der Notruftag Wissenslücken füllen und die Notrufnummer bekannter machen. Außerdem wollen die Rettungsdienste am 11.2. junge Anwärter auf den Job neugierig machen, indem auch über Einstiegsmöglichkeiten berichtet wird und eine Vielfalt an Informationen geboten wird.

Politiker twittern mit

Die CDU und die Grünen bedankten sich bei den Einsatzkräften: "Danke, dass ihr jeden Tag Leben rettet." Und auch die SPD erinnerte noch mal an die einheitliche Notrufnummer.

Die fünf W-Fragen

Mit den fünf W-Fragen wurden wir im Regelfall schon als Kinder vertraut gemacht, jedoch geraten sie viel zu häufig in Vergessenheit. Beim Notruf können sie Leben retten.

Wann ist ein Notruf eigentlich nötig?

Wann müssen wir einen Notruf tätigen und in welchem Fall reicht der Bereitschaftsdienst? Auch zu dieser wichtigen Unterscheidung im Alltag wird viel getwittert. 

Rettungsgasse bilden: So geht es richtig

Die Bildung einer Rettungsgasse bei Unfällen im Straßenverkehr kann für andere Menschen lebenswichtig sein. Deshalb werben besonders am Notruftag viele Twitterer dafür – auch prominente Politiker. 

Einblicke in den Alltag der Feuerwehr

Live können wir über Twitter Eindrücke eines Tages als Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau sammeln. Vom Ausbildungslehrgang bis hin zum richtigen Noteinsatz ist alles dabei. 

Am Tag des Notrufs machen die vielen Tweets von Rettungskräften, Parteien und Politikern darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, für den Moment eines Notfalls gerüstet zu sein. Und zwar nicht nur am 11. Februar – schließlich weiß man nie, wann Hilfe gebraucht wird.

Quellen: Europäische Kommission / Twitter

116 117: Warum jeder Deutsche diese Telefonnummer kennen sollte




lber
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?