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Behördenpanne?: Islamistischer Gefährder setzt sich ins Ausland ab - trotz Fußfessel

Ein mit elektronischer Fußfessel überwachter islamistischer Gefährder ist einem Medienbericht zufolge über den Hamburger Flughafen ins Ausland verschwunden. Er soll seine Ausreise sogar vorher angekündigt haben.

Der islamistische Gefährder ist trotz elektronischer Fußfessel über den Hamburger Flughafen ausgereist (Symbolbild)

Der islamistische Gefährder ist trotz elektronischer Fußfessel über den Hamburger Flughafen ausgereist (Symbolbild)

Ein per elektronischer Fußfessel überwachter islamistischer Gefährder ist laut einem Bericht des "Spiegel" von Deutschland aus über Athen in die Türkei gereist. Dem Magazin zufolge bestieg der eigentlich in Bayern ansässige 35-jährige Syrer Hussein Z. im Oktober unbemerkt in Hamburg ein Flugzeug. Seine Ausreise soll er sogar vorher angekündigt haben.

Die Bundespolizei kenne den Vorfall, sagte eine Sprecherin am Donnerstagnachmittag der Nachrichtenagentur DPA, ohne sich weiter dazu zu äußern.

Hussein Z. ist dem Bericht zufolge einer von bislang zwei islamistischen Gefährdern, die ein Gerät zur Überwachung ihres Aufenthaltsorts tragen müssen. Die bayerische Polizei sei für beide Männer zuständig. Z. sei 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Der Generalbundesanwalt ermittele gegen ihn wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Keine Spur vom islamistischen Gefährder

Der Fall war laut "Spiegel" mehrfach Thema im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum von Bund und Ländern (GTAZ). Der bayerische Staatsschutz habe Z. als besonders gefährlich eingestuft. Vor seinem Abflug habe sich der 35-Jährige noch bei seinem Sachbearbeiter beim Staatsschutz in Würzburg gemeldet und diesem mitgeteilt, er wolle seinen erkrankten Sohn aus dem syrisch-türkischen Grenzgebiet abholen.


Seine Ausreise fiel dann offensichtlich aber erst auf, als die Gemeinsame Überwachungsstelle der Länder im hessischen Bad Vilbel keine Signale mehr von der Fußfessel empfing. Die nächste Ortung sei dann am Flughafen Athen gelungen. Da eine Kontrolle mittels Fußfessel im Ausland nicht gestattet ist, sei das Signal daraufhin abgestellt worden. Zwei Tage später habe Z. sich von sich aus wieder bei den Behörden gemeldet und gesagt, er sei nun in der Türkei.

Die Mutter und Schwester von Z. lebten in Hamburg, hieß es weiter unter Berufung auf Angaben aus Sicherheitskreisen. Der aktuelle Aufenthaltsort von Z. sei unbekannt.

Terror-Experte


18jähriger Kater und Welpe geht das?
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