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News von heute Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet präsentiert Freitag sein "Zukunftsteam"

Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat der Union, kann - glaubt man den Umfragen - Unterstützung gut
Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat der Union, kann - glaubt man den Umfragen - Unterstützung gut
© Michael Kappeler / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

18.32 Uhr: Biden attackiert Supreme Court in Streit um Abtreibungsrecht in Texas

Der Streit über das neue Abtreibungsgesetz im US-Bundesstaat Texas kocht immer weiter hoch: Präsident Joe Biden hat den Obersten Gerichtshof des Landes mit ungewöhnlich scharfen Worten dafür kritisiert, das Gesetz nicht gestoppt zu haben. Das Vorgehen der Verfassungsrichter sei ein "beispielloser Angriff" auf das Grundrecht von Frauen auf Abtreibungen und entfessele "verfassungswidriges Chaos", erklärte Biden. Er warf den Richtern sogar vor, den Rechtsstaat zu "beleidigen". Dieser "Fehler" des Supreme Court verlange nach einer "sofortigen Antwort" seiner Regierung, erklärte Biden weiter. Der konservativ dominierte Supreme Court hatte einen Eilantrag gegen das Abtreibungsgesetz abgelehnt, das Schwangerschaftsabbrüche nach der sechsten Woche verbietet.

18.26 Uhr: Russland wirft Google und Apple Wahlbeeinflussung vor

Die russischen Behörden werfen Google und Apple Wahlbeeinflussung vor. Die US-Konzerne könnten für ihre Weigerung, die App des inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny auf ihren Geräten zu blockieren, strafrechtlich verfolgt werden, kündigte die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor an. Sollte die App weiterhin in Russland verfügbar sein, könne dies als Einmischung in die russischen Wahlen gewertet werden und zu hohen Geldstrafen führen. Roskomnadsor hatte Google und Apple vergangenen Monat aufgefordert, Nawalnys App nicht mehr in ihren App-Stores für Smartphones anzubieten. Nun erhöhte sie weiter den Druck: "Strafrechtliche Haftung ist vorgesehen für die Organisation von und die Beteiligung an der Arbeit von in Russland verbotenen extremistischen Organisationen."

18.22 Uhr: Litauen: 70 Prozent aller Erwachsenen gegen Corona geimpft

Mit fast zweimonatiger Verspätung hat Litauen ein von Staatspräsident Gitanas Nauseda ausgerufenes Corona-Impfziel erreicht. In dem baltischen EU- und Nato-Land haben nun 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten. "Ja, wir haben es geschafft!", schrieb Nauseda auf Twitter. "Wir sind der Rückkehr zum normalen Leben einen großen Schritt nähergekommen." Es sei stolz und allen Menschen in Litauen dankbar. Eigentlich sollte das Impfziel bereits am Staatstag am 6. Juli erreicht werden - es war im Januar ausgegeben worden. In Litauen lief die Impfkampagne jedoch mangels Impfstoff zunächst schleppend an und war zuletzt etwas ins Stocken geraten.

18.17 Uhr: Arbeitsgericht beginnt mit Verhandlung über Lokführerstreik

Vor dem Arbeitsgericht Frankfurt hat die Verhandlung über den Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn begonnen. Das Unternehmen will eine einstweilige Verfügung erreichen, um den Arbeitskampf zu beenden. Sie hält den Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für nicht rechtmäßig, weil Ziele verfolgt würden, die nicht mit einem Tarifvertrag zu regeln seien. Gegen eine Entscheidung wäre noch eine Berufung beim Landesarbeitsgericht möglich. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky war vor Ort.

18.08 Uhr: Kanye West in zwei Sätzen

Rapper Kanye West hat sich in Berliner Kultureinrichtungen umgesehen. Dabei besuchte der 44-Jährige auch den Bunker der Sammlung Boros in Mitte. Christian Boros bestätigte den privaten Besuch. Beim KW Institut für Zeitgenössische Kunst streifte sich West, der seinen Namen gern in Ye ändern möchte, einen Hoody mit den Initialen KW über. Der Kapuzenpulli ist inzwischen ausverkauft. KW-Direktor Krist Gruijthuijsen kündigte über seinen Instagram-Account baldigen Nachschub an. Nach einem Bericht des Kunstmagazins "Monopol" besuchte West auch die Ausstellung "Berl Berl" von Jakob Kudsk Steensen in der Halle am Berghain und die Julia Stoschek Collection.

17.59 Uhr: Mindestens 13 Tote bei Sturzfluten in New York

Bei verheerenden Sturzfluten sind an der US-Ostküste rund um die Metropole New York mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen. US-Behörden sprachen am Donnerstag von mindestens 13 Toten, während US-Medien die Zahl der Todesopfer mit 22 bezifferten. Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio sagte auf einer Pressekonferenz, dass allein in der Millionenstadt neun Menschen gestorben seien. Zuvor hatte die Polizei dort von acht Toten gesprochen.

17.22 Uhr: Impfkritischer US-Komiker Joe Rogan an Covid-19 erkrankt

Der bekannte US-Komiker und Moderator Joe Rogan, der sich gegen Corona-Impfungen für junge Menschen ausgesprochen hatte, ist selbst an Covid-19 erkrankt. In einem Instagram-Video sagte der 54-Jährige, er habe am Wochenende nach einer Florida-Reise Fieber und andere Krankheitssymptome entwickelt und sei dann positiv getestet worden. 

Er sei daraufhin drei Tage lang mit einer Reihe von Medikamenten behandelt worden - unter anderem mit dem Anti-Parasitenmittel Ivermectin. Dessen Einsatz gegen Covid-19 ist höchst umstritten und wird von den US-Gesundheitsbehörden nicht empfohlen. Die Arzneimittelbehörde FDA hat sogar eine Warnung ausgesprochen, weil viele Menschen sich das Medikament in einer für Rinder gedachten Version kaufen. Rogan erklärte in seinem am Mittwoch veröffentlichten Instagram-Video, inzwischen gehe es ihm wieder gut.

16.48 Uhr: Mann treibt betrunken und schlafend in gestohlenem Boot auf Dortmunder See

Nach einer Nacht mit reichlich Alkohol ist ein 31-Jähriger schlafend in einem gestohlenen Segelboot auf dem Dortmunder Phönixsee aufgegriffen worden. Wie die Polizei in der Ruhrgebietsstadt am Donnerstag mitteilte, entdeckte ein Mitarbeiter der Stadt, der für die Reinigung des Sees zuständig ist, den Mann am Mittwochmorgen.

Der Stadtmitarbeiter fuhr den Angaben zufolge mit seiner Arbeitsmaschine zu dem Segelboot und weckte den 31-Jährigen mit den Geräuschen seiner Maschine. Er habe allerdings in einem ersten Gespräch mit dem alkoholisierten Mann nicht herausfinden können, was ihm passiert war, und verständigte daher die Polizei.

Eine Stunde nach seiner Entdeckung holte die Feuerwehr den Mann schlussendlich vom Wasser. Nach ersten Ermittlungen hatte er das Boot offenbar am Abend zuvor betreten, die Leinen losgemacht und sich dort allein betrunken. Später sei er eingeschlafen und allein über den See getrieben. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls.

16.08 Uhr: Laschet stellt Freitag "Zukunftsteam" vor

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) wird an diesem Freitagvormittag ein sogenanntes "Zukunftsteam" vorstellen. Die CDU lud zu einem entsprechenden Termin ein. Die Mitglieder sollen laut dem "Spiegel", der zuerst über den Termin berichtet hatte, in den letzten Wochen des Wahlkampfs verstärkt öffentlich auftreten. Dem Bericht zufolge soll es sich um ein achtköpfiges Team handeln.

Angehören soll dem Team der Terrorismus-Experte Peter Neumann, wie ein Sprecher der dpa bestätigte. Er soll das Thema Vernetzung innerer und äußerer Sicherheit verantworten. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Neumann ist Direktor des International Centre for the Study of Radicalisation am Londoner King's College und gilt als Experte für islamistischen Terror. Wer neben ihm zu dem Team gehört, war zunächst nicht bekannt.

15.53 Uhr: Italienische Polizei durchsucht von China gekaufte Drohnen-Fabrik

Die italienische Polizei hat eine auf die Produktion von Militär-Drohnen spezialisierte Firma durchsucht, die offenbar von chinesischen Staatsfirmen aufgekauft worden war. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, fand die Staatsanwaltschaft im nordöstlichen Pordenone heraus, dass eine in Hongkong ansässige Firma 2018 drei Viertel der Anteile der italienischen Firma zu einem deutlich überhöhten Preis erwarb. Die Drohnen-Fabrik hatte Verträge mit dem Verteidigungsministerium in Rom.

Die Polizei ermittelt gegen drei italienische und drei chinesische Manager wegen mutmaßlicher Verstöße gegen ein Gesetz zum Schutz strategisch wichtiger Firmen und gegen Waffenhandelsbeschränkungen. Die italienischen Behörden wurden demnach nicht wie vorgeschrieben über den Verkauf der Unternehmensanteile informiert. Zudem wurde die vorübergehende Ausfuhr einer Drohne im Jahr 2019 nach China, die vorgeblich für eine Messe in Schanghai erfolgt sei, nicht ordnungsgemäß gemeldet.

15.23 Uhr: Baerbock bevorzugt Koalition mit der SPD

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will die nächste Bundesregierung führen - und sieht in der SPD ihren Wunschpartner. "Ich trete an, die nächste Bundesregierung inhaltlich, aber auch personell zu führen. Und beim Partner: Am liebsten mit der SPD", sagte Baerbock dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Bezahlinhalt). SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil kritisierte die Warnungen der Union vor einem Linksbündnis.

Baerbock sprach von einer "Richtungswahl". Die kommende Regierung sei "die letzte, die mit ihren Entscheidungen noch relevant Einfluss auf die Entwicklung der Erderhitzung nehmen" könne. Die Grünen-Kanzlerkandidatin forderte Investitionen in Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Schwimmbäder und Sportvereine. "Sonst zerbröseln uns diese Orte des Miteinanders", sagte sie.

14.49 Uhr: Disziplinarverfahren gegen Polizisten nach Demoteilnahme in Uniform

Ein Polizist aus Nordrhein-Westfalen, der in Uniform an einer Demonstration sogenannter Querdenker in Berlin teilnahm, ist vorläufig beurlaubt. Gegen ihn sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet, bestätigte die Polizei im Kreis Siegen-Wittgenstein auf Anfrage. Zuerst hatte das Portal "t-online" darüber berichtet. Der Beamte war demnach am Samstag am Rande einer erlaubten Versammlung der Partei "Die Basis" in seiner Bürodienstuniform mit Landeswappen aufgefallen. Die Berliner Polizei habe ihn kurzzeitig zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam genommen, berichtete "t-online". Zwar dürfen auch Beamte grundsätzlich an Demonstrationen teilnehmen, jedoch nicht in ihrer Dienstuniform.

14.38 Uhr: Xi Jinping: Neuer Aktienmarkt in Peking

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat die Gründung einer neuen Börse in Peking angekündigt. Neben den zwei chinesischen Aktienmärkten in Shanghai und Shenzhen soll der Aktienhandel in Chinas Hauptstadt als wesentliche Plattform für innovative kleine und mittlere Unternehmen dienen, sagte Xi Jinping am Donnerstag per Videolink auf einer internationalen Dienstleistungsmesse in Peking. China wolle die Innovation und Entwicklung kleiner und mittelgroßer Unternehmen fördern. Wann der neue Aktienmarkt entstehen soll, wurde zunächst nicht bekannt.

14.35 Uhr: Geflüchteter Mann in Maisfeld mit Drohne aufgespürt

Mit Luftunterstützung durch eine Drohne haben Polizisten in Niedersachsen einen in ein Maisfeld geflohenen Verdächtigen gefasst. Wie die Beamten am Donnerstag in Lingen berichteten, wurde der bereits seit mehreren Wochen gesuchte 24-Jährige am Mittwochnachmittag durch einen Hinweis am Stadtrand von Nordhorn in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet lokalisiert. Als sich Polizisten näherten, lief er in das Maisfeld, um sich seiner drohenden Festnahme zu entziehen.

Die Polizei umstellte die dicht bewachsene Fläche mit zahlreichen Einsatzkräften und forderte anschließend Unterstützung bei der Deutsche Lebensrettungsgesellschaft an, die eine Aufklärungsdrohne besitzt. Mit dieser wurde der Mann aufgespürt. Nach Angaben der Beamten wurde der Mann per Haftbefehl gesucht, weil er sich der Verbüßung von Teilen eines Maßregelvollzugs und einer Haftstrafe entzogen hatte. Insgesamt geht es um Restzeiten von rund drei Jahren. Verurteilt wurde er unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

14.16 Uhr: Atomreaktor von U-Boot im Norden Russlands entdeckt

In der Karasee im Norden Russlands ist ein Container mit einem Atomreaktor eines U-Bootes gefunden worden. Spezialisten wollten das "potenziell gefährliche Objekt" am Nordpolarmeer nun untersuchen, teilten die Behörden mit. Der Reaktor soll demnach von dem sowjetischen, nuklear betriebenen U-Boot vom Typ K-19 stammen. Er sei bei Vermessungsarbeiten entdeckt worden. Nach einem Bericht der Staatsagentur Ria Nowosti wurden in den vergangenen Jahren in vier Buchten der Karasee Reste von Militärtechnik entdeckt, darunter Teile eines Atomeisbrechers mit einem Reaktor. Mehr als 1200 radioaktive Fragmente würden noch unter Wasser vermutet.

14.25 Uhr: EU gibt in Afrika hergestellte Impfdosen zurück

Die Europäische Union (EU) wird in Afrika produzierte und nach Europa verschiffte Corona-Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson zurückgeben. Eine entsprechende Verpflichtung habe EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Rande einer Konferenz in Berlin gegeben, sagte der Corona-Beauftragte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa. Von der Leyen habe die Lieferung von 200 Millionen zusätzlichen Impfdosen bis Jahresende zugesagt. Rund 70 Millionen davon kämen aus Deutschland. "Das sind gute Nachrichten, die da aus Europa kommen", erklärte Masiyiwa. Die genaue Zahl der nach Europa gelieferten Dosen ist unbekannt.

14.04 Uhr: Explosion in einem Wohnhaus in Oberbayern – zwei Verletzte und zwei Vermisste

Bei der Explosion eines Wohnhauses im oberbayerischen Rohrbach sind mindestens zwei Menschen verletzt worden. Zwei weitere würden bislang vermisst, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle in Ingolstadt am frühen Donnerstagnachmittag. Das Mehrfamilienhaus sei nach der Explosion eingestürzt und habe zu brennen begonnen. Ein Großaufgebot der Rettungsdienste sei vor Ort, zudem seien Rettungshunde für die Suche nach Vermissten in den Trümmern angefordert worden.

14.02 Uhr: Neuer deutscher Botschafter im Vatikan bei Papst Franziskus

Papst Franziskus hat den neuen deutschen Botschafter am Heiligen Stuhl, Bernhard Kotsch, empfangen. Der gebürtige Regensburger übergab dem Oberhaupt der katholischen Kirche am Donnerstag im Vatikan sein Beglaubigungsschreiben, wie die Deutsche Botschaft am Heiligen Stuhl auf Facebook und der Vatikan mitteilten. Kotsch hatte den Posten im Juli von seinem Vorgänger Michael Koch übernommen. Mit dem Beglaubigungsschreiben kann er nun offiziell seine Arbeit aufnehmen. Der studierte Politikwissenschaftler war zuvor im Bundeskanzleramt unter anderem für die Koordinierung der Nachrichtendienste des Bundes zuständig.

13.56 Uhr: Neunjähriger stürzt in Saarbrückener Einkaufszentrum zwölf Meter in die Tiefe

Ein neunjähriger Junge ist in einem Saarbrücker Einkaufszentrum zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Das Kind kam mit lebensbedrohlichen Verletzungen auf die Intensivstation eines Krankenhauses, wie die Polizei in der saarländischen Landeshauptstadt mitteilte. Nach ersten Ermittlungen hielt sich das Kind am Dienstag mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in dem Einkaufszentrum auf. Beim Versuch, auf dem Handlauf der Rolltreppe nach unten zu fahren, verlor der Junge das Gleichgewicht, kippte vornüber und fiel zwölf Meter auf den Steinfußboden im Erdgeschoss.

13.55 Uhr: Ermittlungen gegen Plamer wegen Äußerungen über Fußballer eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer wegen einer Äußerung auf Facebook über den Fußballer Dennis Aogo ist eingestellt worden. Nach einer umfassenden rechtlichen Prüfung liege eine Strafbarkeit wegen Volksverhetzung nicht vor, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Tübingen mit. Kritik oder Diskussionsbeiträge dürften auch polemisch, pointiert oder überspitzt vorgebracht werden, hieß es zur Begründung. In der Äußerung Palmers liege weder ein "Aufstacheln zum Hass" noch ein "Angriff auf die Menschenwürde" im Sinne des Strafgesetzbuches.

13.53 Uhr: Unfall zwischen Linienbus und Polizeiauto in Hamburg – eine Schwerverletzte

Bei einem Unfall zwischen einen Polizeiauto und einem Linienbus in Hamburg ist eine Passagierin schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurde die 22-Jährige bei der Kollision an Kopf und Armen verletzt und kam in ein Krankenhaus. Eine zweite 50-jährige Insassin des Busses erlitt leichte Verletzungen. Die in dem Streifenwagen sitzenden drei Polizistinnen blieben unverletzt.

Wie die Beamten in der Hansestadt weiter mitteilte, ereignete sich der Unfall am Mittwoch bei einer Einsatzfahrt. Der Streifenwagen verließ mit eingeschalteten Blaulicht gerade das Gelände eines Polizeireviers im Stadtteil Bramfeld und wollte in den fließenden Verkehr einbiegen. Dabei stieß er mit dem Linienbus zusammen. Der genaue Hergang soll mit Hilfe eines Gutachters ermittelt werden.

13.46 Uhr: Entlaufenes Känguru veranstaltet Wettrennen mit Kuh

Ein ausgebüxtes Känguru hat sich in Delmenhorst (Niedersachsen) ein Laufduell mit einer Kuh geliefert. Es sei bereits das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass in Delmenhorst ein Känguru ausbrach, sagte eine Polizeisprecherin. Für die Anwohner bestehe keine Gefahr. Zuerst hatte die "Nordwest-Zeitung" über den Vorfall berichtet. Der Besitzer, dem bereits Anfang Juli eines seiner Tiere abhanden gekommen war, sei informiert und suche nach ihm, so die Polizeisprecherin weiter. Damals konnte das Beuteltier nach einem Tag auf der Flucht eingefangen werden. Ob es sich diesmal um das selbe Tier handelt, sei noch unklar.

ünther Richter, ein Fotograf aus Delmenhorst, entdeckte das Tier bei einer morgendlichen Fahrradtour: "Es hüpfte über die Wiesen und wollte wohl ein Wettrennen mit den Kühen machen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Nachdem er ein Foto von dem Laufduell schoss, informierte er die Polizei.

13.42 Uhr: Sotheby's eröffnet neuen Hauptsitz in Köln

Mit einer Online-Auktion zu moderner und zeitgenössischer Kunst vom 10. bis zum 17. September eröffnet das Auktionshaus Sotheby's seinen neuen deutschen Hauptsitz in Köln. Das Unternehmen residiert fortan im Palais Oppenheim, einem schlossähnlichen Anwesen am Rhein, das mehrere Jahre lang aufwändig restauriert worden ist. Sotheby's sei damit das einzige internationale Auktionshaus, das in Deutschland Auktionen durchführe, sagte die Sotheby's-Deutschland-Chefin Franka Haiderer der Deutschen Presse-Agentur. Köln sei der sechste Auktionsstandort von Sotheby's in Europa, die anderen sind London, Paris, Genf, Zürich und Mailand.

13.33 Uhr: Polizist erschießt Kampfhund nach Attacken auf Passanten

Ein aggressiver freilaufender Kampfhund hat im niedersächsischen Soltau Passanten attackiert und ist von einem Polizisten erschossen worden. Wie die Beamten in der Stadt mitteilten, lief das Tier bei dem Vorfall "mit schaumbedecktem Maul" auf den Polizisten zu. Weil ein Angriff drohte, feuerte dieser "aus nächster Nähe" vier Schüsse auf den Pitbull-Terrier ab. Der Hund hatte zuvor schon eine Frau angefallen.

Diese flüchtete nach Angaben der Beamten in ein Auto, als das Tier sie ansprang und beißen wollte. Sie blieb aber unverletzt. Zeugen wählten den Notruf. Polizisten rückten an und warnten Passanten und Anwohner. Dabei kam es dann zu der Situation, in welcher der Hund sich drohend dem Beamten näherte. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch. Der Halter wohnte in der Nähe, war jedoch nicht vor Ort.

13.05 Uhr: Separatistenführer in Kaschmir gestorben – Indien sperrt Internet

Nach dem Tod eines bekannten Separatistenführers in Kaschmir an der Grenze zu Pakistan ist das Internet in der Unruheregion gesperrt worden. Zudem wurde das Mobilfunknetz eingeschränkt, wie ein Polizeisprecher dem indischen Fernsehsender NDTV bestätigte. Separatistenführer Syed Ali Geelani starb nach Angaben seines Sohns im Alter von 91 Jahren nach längerer Krankheit. Er hat sich in der mehrheitlich muslimischen Kaschmir-Region gegen die Herrschaft des mehrheitlich hinduistischen Indiens eingesetzt.

Geelani wurde unter Aufsicht der Polizei am frühen Donnerstagmorgen in einem Friedhof in der Nähe seines Hauses im Beisein seiner engen Familie und Nachbarn beigesetzt. Die Menschen in der Umgebung wurden nach Polizeiangaben angewiesen, nicht ihre Häuser zu verlassen. Sicherheitskräfte versperrten den Weg zu Geelanis Haus mir Barrieren und Stacheldraht und positionierten sich um den Friedhof, um Gruppenansammlungen zu verhindern.

13.00 Uhr: Mann aus Sachsen nach Tötungsdelikt an Frau und Kind in Psychiatrie

Nach einem Tötungsdelikt an einer Frau und einem dreijährigen Kind im sächsischen Werdau ist ein 30-jähriger Tatverdächtiger in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden. Das Amtsgerichts Zwickau erließ einen sogenannten Unterbringungsbefehl gegen den Mann, wie die Staatsanwaltschaft Zwickau am Donnerstag mitteilte. Er steht unter Verdacht, seine 43-jährige Frau und seinen kleinen Sohn getötet zu haben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, vor mehreren Tagen in der gemeinsamen Wohnung in Werdau seine Ehefrau und den gemeinsamen Sohn heimtückisch getötet zu haben. Gegen ihn wird wegen Mordes in zwei Fällen ermittelt. Laut Obduktion starb die Frau an mehreren Stichverletzungen im Oberkörper. Die Todesursache des Kinds war noch unklar.

12.31 Uhr: Zwei Deutsche Urlauberinnen vor Mallorca ertrunken

Zwei junge Urlauberinnen aus Deutschland sind im Meer vor Mallorca ertrunken. Die Tragödie habe sich in der Nacht auf Donnerstag vor der Küste von Cala Mandia im Osten der spanischen Mittelmeer-Insel ereignet, teilte die mallorquinische Polizei mit. Die beiden Todesopfer seien 23 und 25 Jahre alt. Die beiden jungen Frauen seien nach ersten Erkenntnissen gegen 2.30 Uhr zusammen mit vier weiteren jungen Touristinnen und einem 30 Jahre alten Urlauber, die alle aus Deutschland stammten, trotz roter Flagge ins Meer gegangen, hieß es. Das Meer sei zu dem Zeitpunkt von einem Sturm und starken Wellengang sehr aufgewühlt gewesen.

Medienberichte, wonach es sich bei den beiden Opfern um Schwestern handelt, bestätigte die Polizei auf Anfrage zunächst nicht. Auch aus welcher Region in Deutschland die Urlauberinnen stammten, wurde von den Behörden Mallorcas vorerst nicht bekanntgegeben.

12.10 Uhr: Dreitägige Staatstrauer für verstorbenen Mikis Theodorakis

Die griechische Regierung hat eine dreitägige Staatstrauer für den verstorbenen griechischen Komponisten Mikis Theodorakis angeordnet. "Seine Stimme ist verstummt – und mit ihr alle Griechen weltweit", sagte Premier Kyriakos Mitsotakis am Vormittag. "Wir hatten vergessen, dass er sterblich ist. Aber er hinterlässt uns seine Lieder als Vermächtnis." Mitsotakis würdigte den griechischen Volkshelden auch als politischen Akteur, der in historisch-kritischen Momenten die Stimme erhoben habe. Theodorakis war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren in seinem Athener Haus gestorben.

12.05 Uhr: WHO: Zahl Demenzkranker steigt rasant

Die Zahl der Demenzkranken wird nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rasant steigen. Bis 2030 dürften rund 40 Prozent mehr Menschen weltweit mit Demenz leben als 2019, heißt es in dem in Genf vorgestellten Bericht. Die meisten Länder seien darauf nur ungenügend vorbereitet. "Menschen mit Demenz sowie ihre Familien und Betreuerinnen und Betreuer erleben Diskriminierung aufgrund des Alters, Stigma und soziale Ausgrenzung. Das darf in unseren Gesellschaften keinen Platz haben", heißt es in dem Bericht.

Das Interesse an der Erforschung von Medikamenten gegen Demenz sei nach vielen enttäuschenden klinischen Studien gesunken, schreibt die WHO. Allerdings hätten die USA beispielsweise ihre jährlichen Investitionen in die Alzheimer-Forschung von 631 Millionen Dollar 2015 auf 2,8 Milliarden Dollar (rund 2,4 Mrd Euro) 2020 ausgeweitet.

11.53 Uhr: Impffortschritt: Knapp 61 Prozent in Deutschland vollständig geimpft

Rund 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervor (Stand: 11.33 Uhr). Demnach wurden am Mittwoch 264.072 Impfdosen verabreicht. Mehr als 54 Millionen Menschen (65,5 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 50,6 Millionen (60,9 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 75,4 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Der Stadtstaat zählt mit 70,8 Prozent auch den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen steht mit 55,2 Prozent Erstgeimpfter und 51,9 Prozent vollständig geimpfter Einwohner am Ende beider Ranglisten.

11.15 Uhr: Wahl-O-Mat wieder online

Gut drei Wochen vor der Bundestagswahl können Bürger den Wahl-O-Mat wieder als Entscheidungshilfe nutzen. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) schaltete das Angebot am Donnerstag frei. Über den Wahl-O-Mat können Wähler im Internet und per Telefon-App herausfinden, welche Parteien ihrer eigenen Haltung am nächsten sind. Dazu werden durch den Wahl-O-Mat 38 Fragen zu verschiedenen Themenbereichen gestellt.

Erstmals wurde der Wahl-O-Mat bei der Bundestagswahl 2002 eingesetzt. Er wurde damals 3,6 Millionen Mal genutzt. Seitdem stieg die Zahl stetig. Bei der letzten Bundestagswahl 2017 wurde der bisherige Rekordwert von fast 15,7 Millionen Nutzungen erreicht. Auch für Landtagswahlen gibt es den Wahl-O-Mat. Im Internet sind die Angebote unter der Adresse www.wahl-o-mat.de abrufbar.

11.06 Uhr: Arbeitsgericht berät noch heute über Lokführerstreik

Das Frankfurter Arbeitsgericht will noch an diesem Donnerstag über den Eilantrag entscheiden, mit dem die Deutsche Bahn den laufenden GDL-Lokführerstreik stoppen will. Die Verhandlung über eine einstweilige Verfügung soll um 18.00 Uhr im Gerichtsgebäude beginnen, berichtete eine Sprecherin.

10.55 Uhr: Baby in Wanne ertrunken – Mutter wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Nach dem Ertrinken ihres elf Monate alten Sohnes in der Badewanne ist eine Mutter aus Ostwestfalen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wirft der 28-Jährigen vor, ihre Aufsichtspflicht missachtet zu haben, indem sie das Baby bei fließendem Wasser in die Wanne gesetzt und den Raum verlassen haben soll, wie eine Sprecherin der Behörde sagte. Den Angaben der Polizei nach dem Tod des Kindes im Januar zufolge war die Mutter zu einer Nachbarin gerannt, als sie das leblose Baby entdeckt hatte. Diese rief einen Notarzt, der das Kind nicht mehr retten konnte und die Polizei einschaltete.

10.53 Uhr: Drosten: "Müssen unbedingt an Impfquote arbeiten"

Der Berliner Virologe Christian Drosten hält angesichts des sinkenden Impftempos in Deutschland neue Corona-Beschränkungen für möglich. "Wir werden gesamtgesellschaftlich die Zahl der Kontakte wieder einschränken müssen. Das ist ganz klar. Die Infektionslast steigt im Herbst", sagte der Forscher der Berliner Charité im Deutschlandfunk. Es müsse unbedingt an der Impfquote gearbeitet werden. Die derzeitige Quote von 61 Prozent vollständig Geimpfter reiche überhaupt nicht. "Mit dieser Quote können wir nicht in den Herbst gehen", sagte Drosten. Für Kinder unter 12 Jahren empfahl er, die regelmäßigen Corona-Tests in den Schulen beizubehalten.

10.45 Uhr: Umfrage: 63 Prozent würden gerne online wählen

Viele Deutsche würden laut einer Umfrage eine Möglichkeit zum Wählen per Internet begrüßen. 63 Prozent oder knapp zwei von drei Bürgerinnen und Bürgern fänden die Idee einer Onlinestimmabgabe als weitere Option neben Urnen- sowie Briefwahl gut, wie der Hightech-Branchenverband Bitkom am Donnerstag unter Verweis auf eine eigene repräsentative Befragung erklärte. Besonders hoch ist die Zustimmung demnach bei Jüngeren. 72 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sind für eine digitale Abstimmungsoption. Aber auch unter den Über-65-Jährigen wären 48 Prozent dafür.

10.26 Uhr: Subventionsbetrug bei Corona-Hilfen: Razzia in Berlin

Wegen Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit Corona-Hilfen ist das Berliner Landeskriminalamt gegen einen Moscheeverein, einen Verein für kulturelle Interaktion und deren Verantwortliche vorgegangen. Drei Beschuldigte sollen teilweise in eigenen Namen und zum Teil für die Vereine unberechtigt insgesamt 47.000 Euro beantragt und erhalten haben, wie die Berliner Ermittler mitteilten. Bei einer Razzia seien in Reinickendorf, Wedding, Gesundbrunnen, Spandau und Kreuzberg insgesamt fünf Durchsuchungsbeschlüsse sowie ein Arrestbeschluss vollstreckt worden.

In einem Fall soll das ausgezahlte Geld noch am Tag der Auszahlung vom Vereinskonto auf das Privatkonto eines Beschuldigten überwiesen worden sein. Auch nach Kontaktaufnahme durch die Investitionsbank und öffentlicher Berichterstattung über die Problematik soll das Geld nicht zurückgezahlt worden sein. In einem anderen Fall soll das Gewerbe, dessen Existenz durch die Soforthilfe abgesichert werden sollte, bereits Monate davor abgemeldet worden sein.

10.12 Uhr: Juwelendiebstahl in Dresden: Sechs Männer angeklagt

Im Zusammenhang mit dem spektakulären Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe Dresden im November 2019 ist Anklage gegen die sechs dringend Tatverdächtigen erhoben worden. Den Männern zwischen 23 und 28 Jahren wird schwerer Bandendiebstahl, Brandstiftung und besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Sie stammen aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie, zwei von ihnen sind wegen des Goldmünzen-Diebstahls aus dem Berliner Bode-Museum zu einer Jugendstrafe verurteilt.

Zwei Männer waren am 25. November 2019 in das berühmte sächsische Schatzkammermuseum im Residenzschloss eingedrungen, hatten mit einer Axt Löcher in eine Vitrine geschlagen und darin befestigte Juwelen herausgerissen. Von den etwa einem Dutzend Schmuckstücken aus Diamanten und Brillanten des 17. und 18. Jahrhunderts von kaum schätzbarem Wert fehlt seitdem jede Spur. Die Ermittler sind überzeugt, dass der Coup auf das Konto des Remmo-Clans geht.

9.49 Uhr: Großbrand in Hotel in Baden-Baden

In einem Hotel in Baden-Baden ist in der Nacht zum Donnerstag ein Großbrand ausgebrochen. Rund 160 Hotelgäste mussten in Sicherheit gebracht werden und wurden in Bussen der städtischen Verkehrsbetriebe versorgt, wie die Polizei in Offenburg mitteilte. Eine Frau musste demnach zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Die Innenstadt sei rund um den Großbrand abgesperrt worden, weswegen mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen sei.

Das Feuer sei aus zunächst unklarer Ursache gegen 2.45 Uhr ausgebrochen. Am Morgen dauerten die Löscharbeiten an. Im Einsatz waren laut Polizeiangaben 125 Einsatz- und Rettungskräfte vor Ort.

9.40 Uhr: Fahrgastverband Pro Bahn fordert Abbruch des Lokführerstreiks

Der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Detlef Neuß, hat die Lokführergewerkschaft GDL für die Fortsetzung des Streiks bei der Deutschen Bahn kritisiert. "Das ist das größtmögliche Chaos", sagte Neuß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Fahrgäste hängen in der Luft und wissen nicht, worauf sie sich in den nächsten Tagen einstellen müssen." 

Neuß forderte, die GDL solle den Streik "jetzt sofort abbrechen und verhandeln". Für die Fahrgäste sei die Fortsetzung des Streiks nicht mehr vermittelbar. "Es herrscht völliges Unverständnis bei vielen Bahnfahrern - so geht das nicht weiter", sagte er. "Bei dem Chaos werden sich viele Menschen von der Bahn abwenden und wieder mit dem Auto fahren."

9.00 Uhr: Mindestens ein Toter nach Hurrikan "Ida" in New Jersey

Bei den schweren Unwettern in Folge von Hurrikan "Ida" ist mindestens ein Mensch im Nordosten der USA ums Leben gekommen. In der Stadt Passaic im Bundesstaat New Jersey sei ein älterer Mann in seinem Auto von den Wassermassen überrascht worden und ertrunken, sagte Bürgermeister Hector Lora im Sender CNN. Zwei weitere Insassen aus dem Wagen habe die Feuerwehr aber retten können.

New Jersey war ebenso wie der benachbarte Bundesstaat New York von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden, nachdem die Unwetter in Folge von "Ida" die Region erreicht hatten. In beiden Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen.

8.54 Uhr: Nach Afghanistan-Desaster Zweifel an Mali-Einsatz

Nach dem Desaster in Afghanistan gibt es aus der Union auch Zweifel am Bundeswehr-Einsatz in Mali. "Wir müssen uns Mali neu anschauen", sagte Unions-Fraktionsvize Johann Wadephul (CDU) dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND). Sowohl die Ziele als auch der Mitteleinsatz dort sollten überprüft werden. Insbesondere beim sogenannten "Nation Building" dürften nicht zu hohe Erwartungen gesetzt werden, sagte der CDU-Politiker. "Wir können nicht warten, dass in Mali ein Rechtsstaat entsteht. Damit würden wir in dieselbe Illusion reinlaufen wie in Afghanistan", warnte Wadephul weiter.

Er bekannte sich allerdings weiterhin zu dem Ziel, bedrohte Staaten zu stabilisieren und Terrorbekämpfung zu unterstützen. Derzeit ist die Bundeswehr an zwei internationalen Einsätzen in Mali beteiligt. Dies ist zum einen die EU-Ausbildungsmission EUTM, an der Deutschland mit bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten beteiligt ist. Zudem gibt es die UN-Mission Minusma zur Stabilisierung vor allem des durch islamistische Rebellen bedrohten Nordens des Landes, an der maximal 1100 deutsche Soldatinnen und Soldaten teilnehmen dürfen.

8.03 Uhr: Rockerkriminalität: Razzia bei Hells Angels in NRW

Bei einer Razzia gegen Rockerkriminalität hat die Polizei am Donnerstagmorgen in mehreren Städten an Rhein und Ruhr mindestens 20 Gebäude durchsucht. Im Fokus der Aktion stünden mehrere Verdächtige, die der Rockergruppierung der Hells Angels zuzurechnen seien, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Polizei und den Staatsanwaltschaften Duisburg und Mönchengladbach. Einige stehen demnach im Verdacht, an versuchtem Mord in zwei Fällen im Jahr 2013 und an einem Mord im Jahr 2014 beteiligt gewesen zu sein.

Kräfte der Spezialeinheiten und der Bereitschaftspolizeihundertschaft kamen unter anderem in Duisburg, Mönchengladbach, Leverkusen und Mülheim an der Ruhr zum Einsatz. Mehrere SEK-Polizisten sollen sich einer Polizeisprecherin zufolge mit einem gepanzerten Fahrzeug Zugriff zu einem mutmaßlichen Vereinsheim der Rockergruppe in Mönchengladbach verschafft haben. Außerdem war die Polizei am Morgen im Duisburger Rotlichtviertel im Einsatz.

8.00 Uhr: DGL-Chef Weselsky: Angebot der Bahn nicht annehmbar

Der Chef der Lokomotivführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat sich im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn ablehnend zu einem neuen Angebot des Unternehmens geäußert. Das von der Bahn vorgelegte Angebot sei auch "inhaltlich nicht annehmbar", sagte Weselsky im ARD-"Morgenmagazin". Das Angebot vom Mittwoch enthält eine Corona-Prämie bis zu 600 Euro und sieht eine Laufzeit des Tarifvertrags von 36 Monaten vor. Bislang hatte die Bahn eine Laufzeit von 40 Monaten angeboten und die Höhe der Prämie nicht beziffert.

7.40 Uhr: Extremwetter: Reisesperre in New York City und Notstand im Bundesstaat New York

Wegen heftiger Überschwemmungen nach einem Unwetter hat die Stadt New York eine Reisesperre innerhalb der Millionenmetropole verhängt. "Alle Nicht-Notfallfahrzeuge müssen sich außerhalb der Straßen und Autobahnen von NYC befinden", teilte die Stadt bei Twitter mit. Auch der Staat New York den Notstand wegen der heftigen Überschwemmungen nach einem Unwetter ausgerufen. "Ich rufe den Ausnahmezustand aus, um New Yorkern zu helfen, die vom Sturm heute Nacht betroffen sind", schrieb Gouverneurin Kathy Hochul auf Twitter. "Bitte halten Sie sich von den Straßen fern und vermeiden Sie alle unnötigen Fahrten."

7.36 Uhr: Australien: Victoria meldet Höchststand bei Corona-Fällen

Der australische Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne kämpft trotz eines seit einem Monat geltenden strikten Corona-Lockdowns weiter gegen die Ausbreitung der Delta-Variante. Am Donnerstag meldeten die Behörden 176 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden – so viele, wie seit einem Jahr nicht mehr. Die meisten Fälle wurden rund um die Millionenstadt Melbourne verzeichnet.

Die Regionalregierung hat den strikten Lockdown bis mindestens 23. September verlängert. Dann sollen 70 Prozent der 6,6 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten haben. In weiten Teilen der Region würden die Beschränkungen aber wahrscheinlich bis Oktober bestehen bleiben, sagte Regionalpremierminister Daniel Andrews. Es ist bereits der sechste Lockdown in Victoria.

07.30 Uhr: Einsteins Manuskript zur Relativitätstheorie soll versteigert werden

Ein Manuskript des Physikers Albert Einstein zur Allgemeinen Relativitätstheorie wird im November versteigert. Der Wert des Dokuments, das der Nobelpreisträger in den Jahren 1913 und 1914 mit seinem Kollegen und Vertrauten Michele Besso verfasste, wird auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt, wie das Auktionshaus Christie's mitteilte. Es handele sich "zweifellos um das wertvollste Einstein-Manuskript", das jemals zur Versteigerung angeboten wurde.

Das 54 Seiten umfassende Arbeitspapier entstand in Zürich, als Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie entwickelte. Handschriftliche Forschungsmanuskripte des Physikers aus dieser Zeit seien "äußerst selten", erklärte Christie's. Ein anderes bekanntes Dokument aus dieser entscheidenden Phase in Einsteins Forschungen, das "Züricher Notizbuch", befindet sich im Einstein-Archiv in Jerusalem. 

7.25 Uhr: Umfrage: Klimaschutz spielt beim Wahlverhalten Älterer kaum eine Rolle

Je älter die Menschen sind, desto weniger richten sie ihr Wahlverhalten an den Klimaschutzinteressen der jüngeren Generation aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) veröffentlichte. Darin gaben insgesamt 58 Prozent der Befragten an, sie berücksichtigten bei ihrer Wahlentscheidung die Klimaschutzinteressen der jungen Generation nicht.

Mit Blick auf die über 65-Jährigen ergibt sich folgendes Bild: 59,1 Prozent lehnen es ab, die Klima- und Naturschutzinteressen junger Generationen bei ihrer Wahlentscheidung zu berücksichtigen. 27,9 Prozent beziehen sie in ihre Wahlentscheidung ein.

7.22 Uhr: Betrunke kracht mit Auto in Fußgängerzone – eine Verletzte

Eine betrunkene Autofahrerin ist in der Nähe von Rostock in eine Menschengruppe gefahren, hat eine Fußgängerin überfahren und dabei schwer verletzt. Die 53-jährige Fahrerin wurde aber nicht festgenommen, weil es keine Anzeichen für eine mutwillige Tat gab, wie ein Sprecher sagte. Passanten konnten die Frau nach ihrer gefährlichen Fahrt schließlich stoppen.

6.51 Uhr: Bahn-Streik geht trotz neuen Angebots weiter

Trotz eines verbesserten Angebots von Seiten der Deutschen Bahn (DB) geht der Bahn-Streik weiter. Das bestätigte der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL), Claus Weselsky im ARD-"Morgenmagazin". "Die schlechte Nachricht für die Bahn-Kunden: Der Streik geht weiter", sagte Weselsky.

6 Uhr: A7 um Hamburg wird am Wochenende voll gesperrt

Autofahrer im Raum Hamburg haben es am Wochenende schwer: Die Autobahn 7 im Nordwesten der Stadt wird am Freitagabend (21.00 Uhr) voll gesperrt. Der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Hamburg-Volkspark und dem Dreieck Nordwest soll erst am Montagmorgen um 5.00 Uhr wieder freigegeben werden. In einem Bereich davon wird lärmmindernder Asphalt eingebaut. Betroffen ist damit nicht nur der Verkehr zwischen Hannover und Flensburg, sondern auch der auf der A23 Hamburg-Heide. Der überregionale Verkehr soll die Sperrung großräumig über die A1, die A21 und die B205 umfahren. Doch auch auf der A21 wird gebaut, weswegen die Autobahn südlich von Bad Segeberg nur einspurig je Richtung befahren werden kann. Auf der A1 im Südosten Hamburgs sind Staus zu erwarten, weil die Sanierung des Abzweigs Veddels (A255) andauert.

5.46 Uhr: Extremwetter in New York: Bürgermeister ruft Notstand aus

Der New Yorker Bürgermeister hat angesichts des extremen Unwetters in der Millionenmetropole den Notstand ausgerufen. "Wir erleben heute Abend ein historisches Wetterereignis mit Rekordregen in der ganzen Stadt, brutalen Überschwemmungen und gefährlichen Bedingungen auf unseren Straßen", schrieb Bill de Blasio bei Twitter. Die Menschen sollten in Häusern Schutz suchen und nicht auf die Straße gehen, um den Rettungskräften die Arbeit zu ermöglichen. "Bleiben Sie weg von der U-Bahn. Halten Sie sich von den Straßen fern. Fahren Sie nicht in diese schweren Überschwemmungen." Etwa 5300 Haushalte seien ohne Strom.

5.19 Uhr: Pharmakonzern Purdue wegen Verwicklung in Opioid-Krise zerschlagen

Der US-Pharmakonzern Purdue Pharma wird im Zuge der Affäre um die massenhafte Verschreibung opiathaltiger Schmerzmittel zerschlagen. Ein Bundesrichter genehmigte am Mittwoch einen entsprechenden Insolvenzplan. Die Unternehmerfamilie Sackler, die Purdue Pharma zu einem Großkonzern aufgebaut hatte, muss 4,5 Milliarden Dollar zahlen, um die zahlreichen Klagen wegen des Verkaufs von Opioiden beizulegen.

4.33 Uhr: Kerber-Spiel bei US-Open wegen Unwetter verschoben

Ausläufer des Hurrikans "Ida" haben New York ein heftiges Unwetter mit Tornadowarnung gebracht und zu einer Verschiebung des Tennisspiels von Angelique Kerber bei den US Open geführt. Starkregen, schwere Böen und Blitze bescherten der Millionenmetropole sowie dem US-Open-Gelände überflutete Straßen. In das Louis-Armstrong-Stadion, in dem Kerber am Mittwochabend ihr Zweitrundenspiel gegen Anhelina Kalinina aus der Ukraine bestreiten sollte, regnete es trotz Dachs seitlich so stark hinein, dass der Spielbetrieb auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden musste.

4.20 Uhr: RKI registriert 13.715 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 76,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen ist wieder leicht angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen lag sie bei 76,9 – am Vortag lag der Wert bei 75,7. Vor einer Woche betrug er 66,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.715 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.626 Ansteckungen gelegen.

3.10 Uhr: Twitter führt kostenpflichtige Abos ein

Der Kurzbotschaftendienst Twitter hat ein kostenpflichtiges Abo-Modell eingeführt. Prominente Nutzer können seit Mittwoch gegen Bezahlung exklusive Inhalte anbieten, wie der Onlinedienst mitteilte. Die Funktion steht unter anderem Influencern, Musikern, Journalisten und Sportexperten zur Verfügung. Die Abos sollen drei bis zehn Dollar pro Monat kosten. Twitter bietet die neue "Super Follows"-Funktion zunächst in den USA und in Kanada an. In den kommenden Wochen soll das Angebot auch auf andere Länder ausgeweitet werden. Der US-Konzern kassiert zunächst drei Prozent der Abo-Einnahmen als Gebühr. Ab einer Schwelle von 50.000 Dollar erhöht sich der Anteil auf 20 Prozent. 

2.13 Uhr: Streik im Personennahverkehr der DB hat begonnen

Trotz eines neuen Angebots der Deutschen Bahn läuft seit dem frühen Donnerstagmorgen die dritte Streikrunde der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Personenverkehr. Der Arbeitskampf sei wie geplant um 2.00 Uhr angelaufen, teilte die Streikleitung der Gewerkschaft auf Anfrage mit. Zum Angebot des Konzerns hatte sich die Gewerkschaft bis dahin nicht offiziell geäußert.

Bis voraussichtlich Dienstagmorgen müssen sich Bahnkunden damit vorerst weiter auf starke Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr des Konzerns einstellen. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, rund jeden vierten Fernverkehrszug fahren zu lassen. Im Regional- und S-Bahnverkehr soll rund 40 Prozent des sonst üblichen Angebots Bestand haben.

2.03 Uhr: Kassenärzte-Chef: Ende der Pandemie im Frühjahr 2022 wahrscheinlich

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen rechnet mit einem Ende der Corona-Pandemie in einem halben bis Dreivierteljahr. "Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein wird mit Corona", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Bis dahin wird die Impfquote noch einmal etwas höher liegen, vor allem nimmt aber auch die Zahl der Genesenen mit Antikörpern zu. Einschränkungen werden dann wohl gänzlich unnötig werden."

Der Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) rechnet ab 2022 mit Impfstoffen auch für Säuglinge. "Wir gehen fest davon aus, dass es ab kommendem Jahr Impfstoffe für alle Altersklassen geben wird, sogar zugelassen bis hin zu Neugeborenen", sagte der Kinderarzt Florian Hoffmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

0.32 Uhr: Brasilien: 28.000 Waldbrände im Amazonas allein im letzten Monat

Im brasilianischen Amazonas-Regenwald sind im August 28.060 Brände verzeichnet worden. Trotz eines Rückgangs von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Zahl der Brände damit weiter auf einem hohen Niveau, wie das brasilianische Institut für Weltraumforschung (Inpe) unter Berufung auf Satellitenbilder mitteilte. Unter dem seit Januar 2019 amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro, der als notorischer Klimaskeptiker gilt, hat die Vernichtung des Regenwaldes in Brasilien dramatisch zugenommen. Jährlich gehen in Brasilien seitdem 10.000 Quadratkilometer Waldfläche im Amazonas-Gebiet verloren. Im Jahrzehnt vor Bolsonaros Amtsantritt waren es im Schnitt 6500 Quadratkilometer pro Jahr. Auch die Zahl der Brände nahm unter Bolsonaro deutlich zu.  

cl DPA AFP

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