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Atomunfall in Japan: Die verzweifelte Schlacht um Fukushima

Die Regierung hat keine Hoffnung, das havarierte AKW Fukushima schnell unter Kontrolle zu bekommen. Radioaktives Wasser sickert weiterhin ins Meer. Alle Versuche es zu stoppen, sind gescheitert.

Japans Regierung rechnet mit einer "langen Schlacht" in dem schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima 1. Es werde wahrscheinlich noch "mehrere Monate" dauern, bevor der Austritt von Strahlung aus den beschädigten Reaktoren gestoppt werde, sagte der Berater von Regierungschef Naoto Kan, Goshi Hosono, am Sonntag dem Fernsehsender Fuji TV. Besonders die rund 10.000 in Abklingbecken gelagerten gebrauchten Brennstäbe stellten weiterhin eine Gefahr dar. Der Abfluss des radioaktiv verstrahlten Wassers verhindert jedoch eine weitere Kühlung der überhitzten Kernbrennstäbe im Atomkraftwerk mit Meerwasser.

Unterdessen versuchten Arbeiter weiterhin, einen Riss an einem Tunnel unter dem Reaktorgebäude 2 zu reparieren, wie die Betreiberfirma Tepco mitteilte. Nachdem am Samstag ein Versuch gescheitert war, den rund 20 Zentimeter langen Riss mit Beton abzudichten, brachte ein neuer Anlauf am Sonntag mit einem Kunststoffschaum zunächst keine Erfolge. Das Leck könnte die Ursache sein für die hohen Strahlenwerte, die seit längerem im Meerwasser gemessen werden.

Tepco hatte am Vortag nach Angaben des Fernsehsenders NHK bestätigt, dass aus dem Leck Wasser mit einer Strahlung von mehr als 1000 Millisievert pro Stunde ins Meer laufe. Greenpeace-Experte Wolfgang Sadik bezeichnete die gemessenen Werte als "lebensbedrohlich". Der Atomkonzern rief daraufhin Experten aus Tokio zur Hilfe, meldete die Zeitung "Yomiuri Shimbun" am Sonntag.

Verseuchtes Wasser per Floss abtransportiert

Durch die Kühlarbeiten an den Reaktordruckbehältern sind enorme Mengen Wasser in das Untergeschoss und mehrere Tunnel des angrenzenden Turbinengebäudes gelaufen. Durch den Riss an einem dieser Tunnel war radioaktiv verseuchtes Wasser direkt in den Pazifik ausgetreten. Seit Tagen versuchen die Arbeiter, das Wasser aus dem Untergeschoss und den Tunneln abzupumpen.

In den kommenden Tagen soll eine 136 mal 46 Meter große schwimmende Plattform vor dem Atomkraftwerk eintreffen, deren Wassertanks rund 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser aufnehmen können.

Rettungsversuche unter katastrophalen Bedingungen

Einen Vorwurf kann man den rund 400 Arbeitern nicht machen. Sie arbeiten unter katastrophalen Bedingungen. "Wenn es nötig ist, übernachten sie in einem Gebäude auf dem AKW-Gelände", sagte der Pressesprecher des Betreibers Tepco, Yoshimi Hitosugi, in einem am Sonntag von "tagesschau.de" veröffentlichten Interview. "Ernähren müssen sie sich leider mit Notfall-Rationen."

Wie Hitosugi betonte, tragen die Arbeiter Dosimeter und sind radioaktiver Strahlung unterhalb festgelegter Werte ausgesetzt. 80 bis 90 Prozent seien Tepco-Angestellte. Die anderen kämen etwa von der Feuerwehr oder Reaktor-Herstellerfirmen. Sie arbeiteten im Schichtsystem.

Zur heftig kritisierten Informationspolitik des Energiekonzerns sagte Hitosugi: "Wir geben mehrmals am Tag Pressekonferenzen. Die Daten der Boden- und Meerwasserverseuchung werden nach der Untersuchung und der Bewertung sofort veröffentlicht." Vorwürfen, Tepco habe zu spät Hilfe aus dem Ausland angefordert, entgegnete der Sprecher: "Bis jetzt ist mir keine Meldung bekannt, dass die Arbeiten an den Reaktoren aufgrund mangelnder Hilfe behindert wurden." Für Notfälle wie gestörte oder unterbrochene Stromverbindungen oder Tsunami-Schäden sei beispielsweise trainiert worden.

Zwar entschuldigte sich Hitosugi bei "den Bewohnern um das AKW, beim japanischen Volk sowie der Bevölkerung der ganzen Welt", dass ihnen der "AKW-Unfall" Sorgen bereite. Ob Tepco allein dafür verantwortlich sei, wollte er aber nicht kommentieren: "Es ist noch nicht an der Zeit, über Schuldige zu sprechen. Auch über die Kosten können wir noch nicht sprechen."

UN-Atombehörde reist an

Über die Lage in Japan will sich nun auch die Internationale Atomenergieagentur IAEA an Ort und Stelle informieren. Die UN-Behörde teilte in Wien mit, zwei Experten würden von Montag an mit japanischen Fachleuten beraten. Davon erhoffe sich die Organisation Informationen aus erster Hand.

Denn die nationale Atombehörde wird von allen Seiten kritisiert. Der Gouverneur der Präfektur Fukushima rügte die Informationspolitik. Die Angaben zur Radioaktivität landwirtschaftlicher Produkte aus der Region seien zu spät veröffentlicht worden, sagte Yuhei Sato nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo.

"Können Sie die Zahl der Prüfer nicht erhöhen?", fragte Sato. "Die Leben der Bauern stehen auf dem Spiel. Die Frage ist, ob sie morgen leben können." Ein Beamter der Behörde entgegnete lediglich: "Ich habe verstanden." Anschließend habe er Journalisten erklärt, es gebe nicht genügend Materialien für die Tests in der Präfektur.

Regierung will Tsunami-Region aufgeben

Die Bevölkerung ist auch wegen der radioaktiven Verstrahlung der Umwelt besorgt. Bei Gemüse und Meeresfrüchten aus der Umgebung der Atomruine wurden laut Kyodo radioaktive Substanzen gemessen, die jedoch unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte lagen. Auch in Meeresfrüchten vor der Küste der Nachbarprovinz Ibaraki sei Cäsium gefunden worden - aber auch dort hätten die Messwerte deutlich unter der gesetzlichen Grenze gelegen.

Die japanische Regierung denkt über eine Umsiedlung von Menschen aus den vom Tsunami zerstörten Küstengebieten nach. Unter anderem werde erwogen, dort Landflächen und Grundstücke aufzukaufen, meldete Kyodo unter Berufung auf Regierungskreise. Die Bewohner könnten in höher gelegene Gebiete ziehen, die Wohnviertel an der Küste komplett aufgegeben werden. In anderen Regionen, wo ein Wiederaufbau möglich erscheint, solle auch die Privatwirtschaft helfen. Nach Angaben von Sonntagvormittag (Ortzeit) starben in Folge des Erdbebens und des Tsunamis 12.009 Menschen, 15.472 werden vermisst.

swd/DPA/Reuters/AFP / DPA / Reuters
VERNUFT -- grundsätzlich als KRIMINELL definiert ??
Kinder und Hartz4-Empfänger werden „zur Vernunft“ diszipliniert. Persönliches Fortkommen, ohne Stillstand, ist das, was man vorgibt. Zweifel seien unvernünftiges Verhalten; Widerspruch, krankhaftes. Rationales oder pragmatisches Verhalten wird nur der „Führung“ (also dem Regierungs- und Verwaltungsapparat) zugebilligt. Nirgends ist ein demokratische Verhalten hinsichtlich der „Führung“ definiert. Demokratie bedeutet: man gibt der gewählten Führung den Auftrag, dem Volk (exakt dem Wohl des Einzelnen) zu dienen. Statt dessen werden Gruppeninteressen vertreten, die ein starkes Veto einlegen oder die Richtung (eigene Vernunft) straffrei umsetzen dürfen. Was ist Vernunft ? Wir kennen nur „unsinnige“ Gruppeninteressen, wie a) den Bau eines Schutzwalles gegen Imperialisten b) den Bau eines weltbedeutenden Drehkreuz-Flughafens (als Abschreckung der Konkurrenz) c) die Einführung von Hartz4 (Motto: nur Billig-Arbeit macht reich) d) eine Mobilität, wo Jedem erlaubt wird so schnell zu fahren, wie er sich es finanziell leisten kann e) ein gewinnorientiertes Verhalten, das „Schwache“ (entgegen der Gesetzeslage) „übertölpelt und ausraubt“; 1) Menschen werden kaufsüchtig / spielsüchtig / sexsüchtig gemacht, mit staatlicher Förderung >> Vogelfreiheit 2) der Enkeltrick ist eine Ableitung des kapitalistischen Systems >> SUB-Randgruppe gegen SUB-SUB-Randgruppe Vernunft heißt ursprünglich: „den eigenen Trieben Einhalt zu gebieten -- Anderen Freiheiten zu geben !!“ (Antikes Rechtsmotto) „Vernunft heißt, Anderen Frieden zu gewähren und Selbst im Gegenzug zu beziehen“ (Biblisches Gemeinwohl ) Warum geht das nicht in einer DEUTSCHEN Demokratie ? Fehlt den Deutschen die Einsicht ? Fehlt den Deutschen ein demokratisches Verständnis ? .. oder sogar Beides ? Oder kann sich in Deutschland nur jemand (verhaltensgestörtes Egozentrisches) politisch an die Spitze setzen, der BEIDES eben gerade nicht praktiziert und umsetzt, gegen die Schwächeren „vernünftig Handelnden“ ???? ... ähnlich, wie das bei kriminellen Banden die Regel ist ? Ist kriminelle Egozentrik nicht die beste Vernunft ? ... Resumee: das sollten die Kinder und Hartz4-Empfänger angeleitet werden, solches ebenfalls umsetzen ? ... sich nicht manipulirren / ausnutzen zu lassen, um nicht in einer Endlosschleife einer Opferrolle zu verharren ?