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Katastrophe in Italien: Fast 250 Tote nach Erdbeben - weitere Opfer befürchtet

Die Helfer graben auch in der Nacht. Doch für viele Opfer kommt die Hilfe in Italien zu spät. Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben steigt und steigt. Die Hoffnung auf Überlebende sinkt mit jeder Stunde.

Erdbeben in Italien

Rettungskräfte suchen in den Ruinen der vom Erdbeben betroffenen Dörfer in Italien nach Überlebenden

Schon 241 Tote sind gefunden worden, aber noch immer ist das ganze Ausmaß der Erdbeben-Katastrophe in Mittelitalien nicht ganz klar. Der Zivilschutz sprach nach dem folgenschweren Beben in einer vorläufigen Bilanz von mindestens 241 Toten. Die Zahl wird aber vermutlich weiter steigen, sagte der Chef der Behörde, Fabrizio Curcio, am Donnerstagmorgen. Mehr als 260 Menschen wurden verletzt. Die Retter suchten auch in der Nacht weiter nach Überlebenden in den zerstörten Gemeinden in Mittelitalien.

Seit dem schwersten Erdstoß (mehr als Stärke 6) in der Nacht zum Mittwoch verzeichneten die Behörden rund 460 weitere Beben, was die Rettung erschwerte. Die Helfer suchten die ganze Nacht mit Taschenlampen und Spürhunden nach Opfern.  

In Italien wurden an vielen öffentlichen Gebäuden die Fahnen auf halbmast gesetzt. Die Regierung in Rom hatte dies als Zeichen der Trauer und zum Gedenken landesweit angeordnet.

Italien: Rufe nach besserer Vorsorge

Das Beben ist inzwischen nahezu so folgenschwer wie das von L'Aquila im April 2009. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Die Hoffnung war, das neue Beben werde nicht das gleiche Ausmaß annehmen. Jedoch hatte schon Regierungschef Matteo Renzi bei einem Besuch in den zerstörten Dörfern angedeutet, dass es mehr Tote geben werde. Rufe nach besseren Vorsorgemaßnahmen wurden laut, Italien müsse erdbebensicher werden, sagte zum Beispiel der frühere Regierungschef Romano Prodi.


Das Erdbeben hatte ganze Dörfer der Regionen Latium und Marken dem Erdboden gleichgemacht. Die meisten Toten sind in den kleinen Gemeinden Amatrice, Accumoli und Pescara del Tronto zu beklagen. "In Amatrice sind wir bereits bei 200 Toten", sagte der Bürgermeister der kleinen Stadt. In der Nacht seien weitere Leichen aus den Trümmern geborgen worden.

Wie viele Menschen noch verschüttet oder vermisst sind, ist unklar. "Es ist unmöglich, eine Zahl der Vermissten zu nennen", sagte Zivilschutzchef Curcio. Viele seien auf der Durchreise oder im Urlaub in den betroffenen Orten gewesen. Sie liegen zwischen den Regionen Latium, Umbrien, den Marken und den Abruzzen. Vor allem viele Italiener machen dort Urlaub. Auch mehrere Ausländer kamen ums Leben, die Außenministerien in Madrid und Bukarest bestätigten am Donnerstag den Tod eines spanischen und zweier rumänischer Staatsbürger.

Tausende Menschen obdachlos

Informationen, ob auch Deutsche betroffen sind, gab es zunächst nicht. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte, die deutsche Botschaft sei eingeschaltet und stehe in engem und ständigem Kontakt mit den italienischen Behörden.

Tausende Menschen in den betroffenen Orten sind obdachlos, nachdem ihre Häuser eingestürzt sind. In Notunterkünften wie Zelten verbrachten viele die Nacht. Jedoch hätten viele das Angebot, dort unterzukommen, nicht angenommen, so der Zivilschutz. Manche hätten in Autos übernachtet. Medien berichteten auch von einigen Fällen von Plünderungen. In Pescara del Tronto habe die Polizei ihre Kontrollen verstärkt.

Der Bürgermeister des hart getroffenen Ortes Accumoli, Stefano Petrucci, machte den Überlebenden Mut. "Jetzt gibt es einen Moment der Verzweiflung, aber wir glauben an uns. Wir sind hartnäckige Bergbewohner und wir werden das schaffen", sagte Petrucci vor Journalisten in dem Ort.

Särge durch Beben aus Gräbern gedrückt

Die massiven Erdstöße in Italien haben auch den Friedhof des kleinen Ortes Arquata del Tronto nicht verschont. Einige Särge seien durch das Beben aus den Gräbern gedrückt worden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Der Friedhof werde möglicherweise für unzugänglich erklärt.

Am Donnerstag war ein Treffen des Ministerrats in Rom geplant, um das weitere Vorgehen zu beraten. In der Region soll der Notstand ausgerufen werden. Viele alte und historische Bauten waren wie Kartenhäuser eingestürzt. Das Kulturministerium wollte wegen befürchteter Schäden an Kulturgütern zu einer Krisensitzung zusammenkommen.

Italien ist hoch erdbebengefährdet, weil unter dem Apennin-Gebirgszug die afrikanische und die eurasische Platte aufeinanderstoßen. Immer wieder gibt es schwere Erdbeben mit vielen Toten.


amt / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.